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James
Bond: Liebesgrüße aus Moskau |
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From Russia With Love |
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Studio
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United Artists (1963) |
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Verleih
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MGM (2000) |
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Laufzeit
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ca. 115 min. (FSK
16) |
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Regie
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Terence Young |
Darsteller |
Sean
Connery, Daniela Bianchi, Pedro Armendáriz, Robert Shaw, Lotte Lenya, Desmond
Llewelyn,
Bernhard Lee u.a. |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby
Digital 2.0(Mono)
2. Deutsch, Dolby Digital 2.0 (Mono)
3. Spanisch, Dolby Digital 2.0 (Mono)
4. Regiekommentar Terence Young |
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Untertitel
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Deutsch, Deutsch für
Hörgeschädigte, Spanisch, Englisch, Portugiesisch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch,
Finnisch, Polnisch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 45-55 DM |
Film      
Im zweiten 007-Film "Liebesgrüße aus Moskau", Nachfolger des
1962 gedrehten "Dr. No" wird James Bond (Sean Connery) auf eine falsche Fährte
gelockt: Die international operierende Terrororganisation "Phantom", an deren
Spitze der Superschurke Blofeld steht, hat es sich in den Kopf gesetzt, eine russische
Dechiffriermaschine vom Typ "Lector" zu entwenden. Dabei gehen die Gangster sehr
geschickt vor: Der englische MI6 bekommt eine Meldung zugespielt, nach der eine russische
Agentin, Tatiana Romanova (Daniela Bianchi), eine derartige Maschine beschaffen könne.
Die arme Tatiana wurde zuvor von der ehemaligen russischen Geheimdienstchefin, der fiesen
Rosa Klebb (Lotte Lenya) mit Instruktionen versorgt. Tatiana, die immer noch denkt, mit
Klebb ihre Chefin vom russischen Geheimdienst, der man nicht widersprechen darf, vor sich
zu haben, hat keine Ahnung, dass sich die gewalttätige Dame inzwischen den Schurken von
"Phantom" angedient hat und nun für die Verbrecherorganisation arbeitet.
Romanowa soll nun mit Bond Kontakt in Istanbul aufnehmen, damit Bond die
Maschine aus dem dortigen Konsulat stehlen kann. Anschließend will Phantom zwei Fliegen
mit einer Klappe schlagen: Bond soll die "Lector" wieder entwendet werden -
damit muss sich "Phantom" beim Diebstahl an sich nicht die Finger schmutzig
machen - und gleichzeitig soll der charmante Geheimagent mit der Doppelnullnummer auf
grausame Art und Weise eliminiert werden. Blofeld hat Bond nämlich noch immer nicht
verziehen, dass dieser seinen Schurken-Freund Dr. No bei seinem Einsatz auf Jamaika
erledigt hat. Donald "Red" Grant, ein schlagkräftiger und durchtrainierter
Killer, soll den Plan in die Tat umsetzen.
In Istanbul angekommen, nimmt Bond ersteinmal Kontakt zu seinem dortigen
Freund Kerim Bay (Pedro Armendáriz) auf, der sich in der Istanbuler Geheimdienst- und
Spionagewelt bestens auskennt. Der gewiefte Türke erkennt auch sofort, dass hier einiges
nicht mit rechten Dingen zugeht, und warnt Bond vor einer Falle der Russen - die
"Phantom"-Ganoven hat auch Bey nicht auf seiner Rechnung.
Diese fahren derweil mit ihrer Taktik fort, den englischen und den
russischen Geheimdienst durch gezielte Falschinformationen gegeneinander aufzuhetzen. Zu
allem Überfluss verliebt sich die schöne Tatiana auch noch in Bond, und dieser hat nun
alle Hände voll zu tun, die Situation zu meistern.
Im zweiten Bond feierte eine Legende Premiere: Desmond Llewelyn, im letzten
Jahr verstorbener Cheftechniker "Q", hat seinen ersten Auftritt in einem
007-Film. In "Liebesgrüße aus Moskau" ist er noch Waffenmeister, aber er
übergibt Bond schon seine erste "Trickkiste": Noch ist es kein bis an die
Zähne bewaffneter Aston Martin oder BMW, sondern lediglich ein mit Tränengas und
Munition bestückter Attaché-Koffer sowie ein äußerst kompaktes Gewehr.
Ansonsten ist auch ein klassisches Bond-Highlight im Film enthalten: Die
Schlägerei im Orient-Express zwischen dem Secret-Service-Agenten und dem Killer Grant im
engen Zugabteil. Immer noch toll anzusehen auch die Boots-Verfolgungsjagd, als Bond mit
der Lector und mit Tatiana an Bord vor den gewalttätigen Phantom-Killern flüchten muss
und dabei ein nettes Feuerwerk veranstaltet.
Trotz dieser aufwendigen Action-Szenen ist "From Russia With Love"
keiner der besten Bond-Filme, dafür haben sich im Plot zu viele Längen eingeschlichen.
So dauert die Zugfahrt zu lange, in der meisten Zeit passiert nur wenig. Auch das Kennen
lernen zwischen Romanova und Bond ist nicht gerade höchst spannend. Eins fehlt besonders:
Ein packendes Finale. Denn die kurze und wenig aufregende Auseinandersetzung mit Rosa
Klebb ist kaum geeignet, einen Bond-Film zu einem spektakulären Ende zu bringen. Hier
gingen wohl am Schluss die Ideen aus.
Bild     
Auch bei diesem, auch nicht mehr ganz jungen (1963 gedreht) 007-Streifen
schaffte es MGM wieder, dem Bond-Freund eine DVD vorzusetzen, die mit einem wirklich
ordentliche Bild aufwarten kann. Was Bildschärfe und Kontrast, aber auch die Detailtreue
angeht, weist "Liebesgrüße aus Moskau" filmgeschichtlich wesentlich jüngere
Konkurrenz in die Schranken. Selbst mit der Wiedergabe der Farben, bei älteren Farbfilmen
oft ein nicht zu unterschätzendes Problem, ist recht natürlich und gefällig. Natürlich
kann MGM nicht zaubern: So ist das Master aufgrund seines Alters schon mit verschiedenen
kleinen Mängeln behaftet, Drop-Outs sowie ab und zu auftretende Blitze zeigen schon das
Alter von bald vier Jahrzehnten auf. Auch ab und zu auftauchendes Bildruckeln bei nicht
bewegtem Bild oder bei der Fokussierung von Gegenständen wie auch Unschärfen bei
Kameraschwenks machen deutlich, dass der Grad der Perfektion zur damaligen Zeit noch nicht
so hoch war wie heute. Das sind allerdings alles Schwächen der ursprünglichen Produktion
- für die Umsetzung des vorhandenen Materials auf DVD kann man MGM nur ein großes Lob
aussprechen. Ein sorgfältiger Anamorph-Transfer mit sehr sauberer Komprimierung stellen
das Filmvergnügen trotz der kleinen Fehler sicher.
Ton     
Alle Sprachfassungen liegen in Mono vor. Im engen Rahmen der Möglichkeiten
monauraler Wiedergabe überzeugt die DVD aber. Die Stimmen sind immer gut verständlich,
unschöne Effekte wie Kratzen oder Verzerrungen halten sich in erträglichen Grenzen. Der
Bass ist, wie schon bei "Dr. No" beobachtet, für einen Monofilm erstaunlich
gut, ebenso wie die Dynamik. Im Hochtonbereich und in Punkto Räumlichkeit sind natürlich
keine Wunder zu erwarten. Insgesamt schlägt sich "Liebesgrüße aus Moskau"
aber wacker, ärgerlich sind nur verschiedene, ca. eine Sekunde lange Tonaussetzer, sowie
weitere Fehler in den Tonspuren: So springt zum Beispiel bei der musikalischen Untermalung
im Zigeunerlager der Ton. Das sind, trotz des Alters des Films, Fehler, die den Filmgenuss
doch ein wenig trüben.
Special Features      
Highlight der sehr umfangreichen Special Features ist ein sehr
ausführliche Dokumentation zum Film. Im Gegensatz zu vielen, hauptsächlich der Werbung
für den Film dienenden Featurettes, die leider auf vielen DVDs zu finden sind, bekommt
hier der Bond-Fan hochinteressante Hintergrundinfos zu "Liebesgrüße aus
Moskau". Ob es nun darum geht, wie bestimmte Szenen gedreht wurden, wann Cast
&Crew von den Launen des Wetters böse überrascht wurden, oder wie die Schauspieler
ausgesucht wurden - auf all diese Fragen gibt das "making Of" eine Antwort. So
kamen bei der Besetzung der weiblichen Rollen im Film nicht weniger als drei
Schönheitsköniginnen beziehungsweise Models zum Einsatz, und der 007-Interessierte
erfährt auch traurige Kapitel aus der Drehgeschichte: So stellte sich während der
Dreharbeiten heraus, dass der Mexikaner Pedro Armendáriz, der die Rolle des Kerim Bay
spielte, unheilbar an Krebs erkrankt war und nur noch mit eisernen Willen die für ihn
geplanten Szenen abdrehen konnte und sich dabei eine unglaubliche Mühe gab. Über das
Entstehen der Action-Szenen wie der legendären Schlägerei zwischen Bond und Grant in
einem detailgetreu nachgebauten Abteil des berühmten Orient-Express oder dem
"Feuerwerk" auf hoher See wird ebenfalls ausführlich Auskunft gegeben. Ebenso
wird der große Einfluss, den Regisseur Terence Young auf alle Darsteller hatte,
geschildert. Die Bildqualität ist in weiten Teilen erstaunlich gut, insgesamt dauert das
wirklich sehenswerte Feature über 30 Minuten.
Doch damit ist die Liste der Special Features erst am Anfang:
Denn für den Filmfreund stehen noch ein Audio-Kommentar des Regiesseurs Young genauso
bereit wie eine Galerie mit Fotos und Informationen auf Texttafeln. Ein Special über den
Produzenten Harry Saltzman ist ebenfalls mit an Bord. Weiter geht es mit zwei Kinotrailern
(Doppelprogramm Liebesgrüße aus Moskau/Feuerball, Dr.No/Liebesgrüße aus Moskau), drei
Fernsehwerbungen (3 Versionen Liebesgrüße aus Moskau/Feuerball) und drei
Rundfunkwerbungen (3 Versionen Liebesgrüße aus Moskau/Feuerball).
Die Menüanimation ist wieder erstklassig, so dass insgesamt
wie auch bei "Dr. No" wieder die Höchstbewertung sicher ist, zumal nicht nur
die Anzahl, sondern auch die inhaltliche Qualität der Special Features zeigt, dass hier
jemand mit Liebe zum Detail und Verstand zu Werke gegangen ist.
Review von Carsten Rampacher
14.08.2000
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