Jagd auf Roter Oktober - Special Edition

VÖ: 26.05.2003

Studio

Paramount Pictures (1990)

DVD-Anbieter

Paramount Home Entertainment (2003)

Laufzeit

129:32 min. (FSK 12)

Regie

John McTiernan

Darsteller

Sean Connery, Alec Baldwin u.a.

DVD-Typ

DVD-9

Bitrate

6.38 Mbps (Video: ca. 4.5 Mbps)

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
3. Deutsch, DTS 5.1 (754 kbps)
4. Audio-Kommentar (192 kbps)

Untertitel

Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch u.a.

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 20 EURO
Film  

Die "Roter Oktober" ist das Flagschiff der sowjetischen U-Boot-Flotte. Mit ihrem neuen, geräuschlosen Antriebssystem ist das U-Boot kaum noch zu orten. Kapitän Ramius (Sean Connery) nimmt Kurs auf die USA - er will überlaufen und das Schiff den USA übergeben. Doch natürlich wollen die Sowjets genau dies verhindern und schicken ihre gesamte Flotte hinterher, um die "Roter Oktober" zu versenken. Aber auch die USA fühlen sich natürlich bedroht und bereiten Maßnahmen gegen das herannahende Schiff vor. Doch da ist zum Glück der CIA-Spezialist Jack Ryan (Alec Baldwin), der aufgrund von Ramius' Handlungen auch zu dem Schluss kommt, dass dieser keine Bedrohung für die USA darstellt, sondern überlaufen will. Bis zum Eintreffen der "Roter Oktober" verbleiben nur noch drei Tage, die Ryan Zeit hat, um seine Vermutung zu bestätigen und einen Krieg zu verhindern.

Tom Clancy-Fans wissen Bescheid: Außer Alec Baldwin ging auch noch Harrison Ford in "Die Stunde der Patrioten" und "Das Kartell" in der Rolle des Jack Ryan auf die Jagd gegen das Böse und für den Weltfrieden. Auch wenn die Story etwas zu geradlinig verläuft und in der Realität solche riskante Vabanque-Spiele wohl kaum glücklich enden dürften, ist "Jagd auf Roter Oktober" auch Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges immer noch ein spannender Film, der auch nach mehrmaligem Anschauen nicht langweilig wird. Dies dürfte nicht zuletzt an den schauspielerischen Talenten Sean Connery's liegen, der als Kapitän Ramius im Mittelpunkt steht und hier eine Glanzleistung abliefert.

 

Bild  

Für die DVD-Neuauflage der "Jack Ryan"-Trilogie wurden neue Master verwendet, was bereits bei dem inzwischen schon immerhin 13 Jahre alten "Jagd auf Roter Oktober" sich positiv durch ein von Kratzern und sonstigen Störungen relativ freies Bild bemerkbar macht. Die DVD erreicht allerdings nicht ganz die Schärfe neuerer Produktionen. Hier wirkt das Bild auf das kritische Auge doch etwas weich und detailarm. Obwohl der Film praktisch nur im Dunkel spielt, bietet der Kontrast aber trotzdem die Möglichkeit, alle relevanten Details zu erkennen und selbst die Tiefsee-Aufnahmen bilden hier keine Ausnahme. Für einen Film dieses Alters erstaunlich gut ist die Farbwiedergabe, die gerade bei den in kräftigen Tönen gehaltenen Instrumentenbeleuchtungen angenehm auffällt, deren Neon-Look hier gut zur Geltung kommt.

Angesichts des DTS-Tracks, der auf der DVD immerhin annähernd 0.7 GB für sich in Anspruch nimmt, könnte man natürlich auf die Idee kommen, dass hier beim Bild gespart wurde. Obwohl die Videobitrate mit 4.5 Mbps ziemlich niedrig ist und die DVD insgesamt auch nur 7.25 GB auf der DVD belegt, lassen sich hier aber bis auf eine geringfügige Bildunruhe keine auffälligen Störungen im Bild erkennen. Rauschfilter wurden zwar eingesetzt, um das etwas körnige Grundrauschen des Masters zu reduzieren, produzieren dabei aber keine sichtbaren Nebeneffekte.

Die gerade am Anfang zu sehenden Texteinblendungen wurden zum Teil bei dieser DVD als Multi Angle realisiert und werden entsprechend der ausgewählten Sprache entweder in Englisch und Deutsch angezeigt.

 

Ton

(Englisch)
(Deutsch)

Während es bei der Erstauflage dieser DVD noch erhebliche Unterschiede im Ton gab, da für die deutsche Fassung nur die ursprüngliche Dolby Surround-Synchro verwendet wurde, hat sich dies bei der Neuauflage geändert: Auch den deutschen Ton gibt es in Dolby Digital 5.1 und sogar in DTS. Hier hat man sich nicht mit einem simplen Upmix bemüht, sondern einen richtigen neuen 5.1-Mix angefertigt.

"Jagd auf Roter Oktober" ist aufgrund des Alters nicht der geeignete Film für spektakuläre Split-Surround-Effekte. Richtige direktionale Effekte halten sich hier in Grenzen. Dies macht der Film aber durch seine gute Klangkulisse wieder wett, die gerade an Bord der U-Boote gut zur Geltung kommt und für einen weiträumigen Sound sorgt. Von allen Seiten hört man durchgehend das sonore Motorengeräusch, welches auch sehr druckstark auf dem Subwoofer wiedergegeben wird, der hier für einen gleichmäßigen Grundton mit viel Tiefe sorgt. Aber auch kleinere Umgebungsgeräuschen lassen sich stellenweise sehr gut heraushören. Die Höhenwiedergabe ist für einen Film dieses Alters recht gut, kann dabei freilich mit neuren Filmen aber nicht konkurrieren.

Die Tonspuren klingen sowohl vom Pegel als auch qualitativ nahezu identisch. Die einzigen wirklich auffälligen Unterschiede machen sich in der Basswiedergabe bemerkbar, die unterschiedlich deutlich ausfällt. Während man hier eigentlich mit der englischen Tonspur schon ganz zufrieden sein kann, ist der deutsche Dolby Digital 5.1-Ton teilweise noch etwas kräftiger. Schaltet man dann auf den deutschen DTS-Ton um, müsste im Grunde genommen erst einmal ein Warnhinweis kommen, weil hier der Bass selbst bei niedrigen Lautstärken schon sehr heftig wird und je nach Geschmack schon fast ein wenig übertrieben klingt. Auf jeden Fall sollte man zunächst die DVD mit niedriger Lautstärke starten, um hier nicht plötzlich eine laute Überraschung zu erleben.

Die Kehrseite dieser DVD ist die Wiedereinführung der User Prohibitions, die dafür sorgen, dass sich sowohl Sprache als auch Untertitel nur über das Menü wechseln lassen. Da die Menüs auch noch animiert sind, dauert dieser Wechsel dann unnötig lange.

 

Special Features  
  • Audio-Kommentar von Regisseur John McTiernan

  • "Unter der Oberfläche": Diese exakt 29 Minuten lange Dokumentation bietet die bereits von vielen Paramount-DVDs bekannte Retrospektive auf die Dreharbeiten des Films und besteht aus überwiegend neuen Interviews mit den Darstellern sowie dem Regisseur und Produzenten. Von Sean Connery sieht man hier nur ältere Aufnahmen, die wohl bereits während der Dreharbeiten gemacht wurden. Natürlich ergibt sich stellenweise eine etwas sentimentale Darstellung der Dinge, doch fällt wieder positiv auf, dass hier niemand versucht, die PR-Trommel zu schlagen. Daher stellt diese Doku durchaus ein angenehmes Feature dar, nicht zuletzt deswegen, weil es hier komplett in anamorphem 16:9 präsentiert wird.

  • Trailer (Letterbox, Dolby Digital 5.1) 

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-S9000ES
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

09.04.2003

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