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Die Duellisten
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VÖ:
06.03.2003 |
Studio |
Paramount (1977) |
Verleih |
Paramount Home Entertainment (2003) |
Laufzeit |
96:26 min. |
Regie |
Ridley Scott |
Darsteller |
Harvey Keitel, Keith Carradine |
DVD-Typ |
DVD-9 |
Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
1,85:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Deutsch, Dolby Digital 2.0
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Französisch
4. Spanisch
5. Italienisch |
Untertitel |
deutsch, englisch, niederländisch, französisch, italienisch, dänisch,
norwegisch, schwedisch, spanisch |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Preis |
ca. 20 EURO |
Film      
Bei ihrer ersten Begegnung im Jahre 1800 genügt es, dass sich der jähzornige Gabriel
Feraud (Harvey Keitel), Soldat in der Armee Napoleons, von Armand D'Hubert (Keith
Carradine) nur ein wenig auf den Schlipps getreten fühlt, um eine sich über fünfzehn
Jahre erstreckende Dauerfehde auszulösen. Eigentlich hatte Armand, im Auftrag ihres
kommandierenden Generals nur einen Befehl des Vorgesetzten überbringen wollen, doch der
anmaßende Feraud nötigte ihm einen Zweikampf mit dem Säbel förmlich auf, was sich
letztlich auch auf Armands Karriere nicht eben förderlich auswirkt. Und so entsteht
zwischen den beiden Männern ein tiefer Groll, der sich im Laufe der Kriegsjahre bei ihren
wiederholten Begegnungen stets in neuen Duellen, mit wechselnden Waffen und auch
wechselndem Kampfesglück auswirkt. Ihre Feindschaft bildet somit eine der wenigen
Konstanten in den folgenden Jahren, die ansonsten ausgefüllt sind von den Folgen von
Aufstieg und Fall des kleinen, großen französischen Herrschers. Selbst Armands Liebe zu
der schönen Laura (Diana Quick) wird durch seine privaten Händel mit Feraud mehr in
Mitleidenschaft gezogen, als durch die Gefahren auf den diversen europäischen
Schlachtfeldern, die er im Laufe seines militärischen Lebensweges zu Gesicht bekommt.
Das Institut des Duells ist für die Kunstform des Films wie geschaffen. Es ist die
konzentrierte Essenz der Auseinandersetzung zweier Kontrahenten, wobei vorzugsweise Gut
und Böse gegeneinander antreten. Nicht zuletzt deshalb ist es als krönender Abschluss
eines Films so beliebt, kann doch so der die Geschichte tragende Konflikt pur, sowie frei
von allen Ablenkungen und doch hochspannend aufgelöst werden.
Eine ganz andere Frage ist dann allerdings, wie einem Film eine Story bekommt, die
praktisch ausschließlich aus diesem sonst als finalem Höhepunkt genutzten Gestaltungsmittel
besteht. Dass ein solches Konzept schief gehen und ausgesprochene
Langeweile zur Folge haben kann, hat vor einigen Jahren Sam Raimi mit "The Quick And
The Dead" unter Beweis gestellt (wobei der Fehler eindeutig am Skript und nicht in
der Besetzung der Hauptrolle durch Sharon Stone lag).
Ridley Scott hat sich in seinem Debütfilm allerdings wesentlich geschickter angestellt,
nicht zuletzt deshalb, weil es ihm gelungen ist, trotz eines Minimums an sonstiger
Handlung genügend Nebendramen und Schauplätze in seine Geschichte einzustreuen, um die
Aufmerksamkeit des Zuschauers durchweg bei der Stange zu halten. Und trotz sichtbar
geringem Budget sind ihm dabei eindrucksvolle Bilder aus der Ära Napoleons gelungen, die
den Film um ein Vielfaches teurer aussehen lassen. Und letztlich stellt er sogar all jene
zufrieden, die (mit guten Gründen: Wie geistreich ist es schließlich, aus oft nichtigen
Gründen ein Menschenleben zu riskieren) das Duellwesen für eine ausgesprochen dämliche
Einrichtung halten, durch einen überzeugenden, wenn auch frei von jedem belehrenden
Zeigefinger gestalteten Schluss.
Bild      
Für einen mehr als zwanzig Jahre alten Low-Budget-Film ist das Bild mehr als
ordentlich. Natürlich sind die Farben nicht so glänzend, wie bei einem Werk aus dem
letzten Jahr und man muss sich auf eine gewisse Rauschtätigkeit einstellen. Allerdings
bleiben ernsthafte altersbedingte Schwachpunkte vollkommen aus. Leichte
Nachzieheffekte lassen sich daher letztlich gut verschmerzen.
Ton      (englische Fassung)
     (deutsche Fassung)
Der Originalversion wurde eine 5.1-Abmischung spendiert, was sie mit einer
wohlklingenden Wiedergabe der orchestralen Begleitmusik, sowie dem einen oder anderen ganz
ordentlich verorteten Randgeräusch dankt. Das ist zwar gerade mal solides Stereo-Niveau,
macht jedoch erheblich mehr Spaß, als die Synchronfassung, deren 2.0-Version lediglich
einen knapp durchschnittlichen Mono-Ton aufzuweisen hat.
Special Features      
Weder Information, noch Unterhaltung kommen bei den Zugaben zu kurz. Für ersteres
sorgen der tiefgehende Audio-Kommentar von Regisseur Ridley Scott, sowie eine Art
"Making Of", bei dem neben kurzen Szenen vom Dreh und Interviewausschnitten aus
jener Zeit ein Gespräch von Regiekollege Kevin Reynolds mit Ridley Scott im Mittelpunkt
steht.
Ein angenehmes Extra für Musikfreunde ist auch die zweite Audio-Kommentar-Tonspur, auf
der zwischen der frei von Dialog oder Geräuschen eingespielten Filmmusik der Komponist
Howard Blake die einzelnen Stücke erläutert.
Eine Empfehlung verdient der (immerhin fast halbstündige) Kurzfilm "Boy And
Bicycle" von Ridley Scott (mit seinem inzwischen selbst im Regiegeschäft tätigen
Bruder Tony in der Hauptrolle).
Außerdem gibt es noch eine Bildergalerie mit Postern und Fotos vom Dreh,
Storyboardzeichnungen (wahlweise mit direktem Vergleich zur gedrehten Szene) und den
Trailer.
05.03.2003
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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