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Der Volltreffer
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Studio |
Embassy Films (1985) |
Verleih |
Kinowelt Home Entertainment (2003) |
Laufzeit |
90:42 min. (FSK 12) |
Regie |
Rob Reiner |
Darsteller |
John Cusack, Daphne Zuniga, Tim Robbins, Anthony Edwards |
DVD-Typ |
DVD-9 |
Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
1,78:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Deutsch, Mono
2. Englisch, Mono
3. Italienisch, Mono
4. Spanisch, Mono |
Untertitel |
deutsch, italienisch, spanisch, portugiesisch |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Preis |
ca. 20 EURO |
Film      
Als Walter Gibson (John Cusack) im verschneiten Neuengland ein Anruf seines alten
Highschool-Freundes Lance (Anthony Edwards) erreicht, der ihm mitteilt, dass im sonnigen
Kalifornien die Traumfrau schlechthin (Nicolette Sheridan) sehnsüchtig auf seine Ankunft
warte, um sämtliche Wünsche zu erfüllen, die das durchschnittliche Exemplar der
männlichen Spezies mit einem echten "Californean Girl" verbinde, zögert er nur
kurz. Dann ist er Feuer und Flamme und lässt sich auch nicht von gewissen
Unannehmlichkeiten von seinem Trip ins Land der Sonne abhalten. Insbesondere nicht durch
den Umstand, dass ihn chronische Geldknappheit dazu zwingt, auf eine Mitfahrangelegenheit
mit anderen College-Kollegen zurückzugreifen, was bedeutet, dass zu seiner
Reisebegleitung unter anderen Alison (Daphne Zuniga) gehört, die auf dem Weg zu ihrem
Freund ist, der an der Uni von L.A. höheren Weihen auf dem Gebiet der Rechtskunde
entgegenstrebt. Bei der jungen Dame war Gibson schon vorher einmal abgeblitzt, eigentlich
kein Wunder, sind die beiden doch in Charakter und Lebenseinstellung grundlegend
unterschiedlich gepolt. Dummerweise führen ihre lautstark ausgetragenen gegenseitigen
Aversionen dazu, dass der Lebenskünstler Gibson schließlich mit der in allen Lebenslagen
stets stocksteifen Alison auf der Landstraße sitzt und die beiden auf alternative
Transportmittel angewiesen sind, da ihr friedliebender Chauffeur (Tim Robbins) sie
kurzerhand an die Luft gesetzt hat. Und so kämpft man sich denn in Trucks, Oldtimern und
was da sonst noch auf Amerikas Highways als fahrbarer Untersatz unterwegs ist, quer
durch die Staaten, durch Wind und Wetter und in Herbergen aller Kategorien. Und im Laufe der
Zeit bleibt es nicht aus, dass sich die beiden doch ein wenig besser kennen
lernen. Was sie
allerdings nicht daran hindert, auch weiterhin den Streit zu ihrem bevorzugten
Kommunikationsmittel zu machen, auch wenn sich gelegentlich der eine oder andere Moment
dazwischenschleicht, in dem sich noch ganz andere Gefühle zaghaft zu Wort melden.
Es gibt immer wieder einmal einen Film, der hat eigentlich gar nichts besonderes an
sich. Weder große magische Momente, noch eine außergewöhnliche Geschichte oder
aufsehenerregende Erkenntnisse auf dem Gebiet von Humor, Spannung oder Gefühl; und
trotzdem gelingt es dem Werk, sich unmerklich ins Bewusstsein zu schleichen, dass
jedes Mal, wenn er im Laufe der Jahre mal wieder irgendwo im Fernsehprogramm auftaucht und
sei es nur um fünf Uhr Früh an einem Sonntag, dass sich irgendwo im internen Gute-Laune-Zentrum
etwas regt und vielleicht sogar das eine oder andere versonnene Lächeln über das Gesicht
huschen lässt.
Und sollte man denn tatsächlich mal wieder einen Blick auf das besagte Stück Film
werfen, weil mal wieder nichts anderes läuft, stellt man erfreut fest, dass sich die
Erwartungen noch immer bestätigen, und der Reiz, ganz anders als bei so vielen anderen
Filmen, deren Wirkung viel zu schnell von toll zu schal wechselte, noch immer in voller
Blüte steht.
"The Sure Thing" (Der Volltreffer) gehört zu jener raren Spezies. Es lassen
sich natürlich alle möglichen Details aufzählen, die zum Gesamtbild einen nicht
unbeträchtlichen Beitrag leisten: Die unaufdringliche, aber gerade in Einzelheiten sehr
sorgsame Regie von Rob Reiner, der damals noch ganz am Anfang seiner inzwischen enorm
erfolgreichen Karriere stand. Unglaublich humorvolle oder auch ungemein gefühlvolle
Momente, die für sich genommen vielleicht nicht den Atem rauben, aber dennoch im
Gedächtnis bleiben. Eine Story, die das Gerüst des Roadmovies und des Beziehungskampfes
eines denkbar ungleichen Paares nutzt, um aus den unvermeidbaren Klischeesituationen
außergewöhnlich wahrhaftige Momente zu zaubern. Tolle Darsteller, bis in die Nebenrollen
(wie Tim Robbins als spießiger Collegeknabe mit Drang zum Gesangsgut der Hippieära). Ein
gewisser Nostalgiefaktor, wenn man noch einmal auf die Stimmung der achtziger Jahre
zurückblickt, ganz zu schweigen von der interessanten Erkenntnis, wenn man Schauspieler,
die auch heute noch präsent sind, in der Blüte ihrer Jugend sieht (während Anthony
Edwards, Fans von "Emergency Room" wohlbekannt, inzwischen nicht mehr viel mit
dem halbfertigen Bürschchen von damals zu tun hat, sieht John Cusack auch in heutigen
Filmen noch immer aus, als habe er gerade die ersten Semester am College hinter sich).
Doch sind dies alles nur unzureichende Indizien, die nicht wirklich eine Erklärung für
die anhaltende Wirkung von "The Sure Thing" (Der Volltreffer) bieten können;
und warum auch, Hauptsache ist doch, dass der Film noch immer in der Lage ist, selbst dem
grauesten, miesesten Alltag eine gewisse Veredlung zu verabreichen.
Bild      
Bei der Bildqualität gehört die DVD zu der wechselhaften Gattung. Über weite Strecken
präsentiert sich ein überaus erfreulicher Anblick, bei dem ein scharfes, detailreiches
und ruhiges Bild, abgesehen von einer ganz leichten Blässe der Farben, praktisch keine
Wünsche offen lässt. Dann aber wieder kommen Passagen auf, in denen entweder die
Rauschtätigkeit nicht mehr zu ignorieren ist, es sei denn, man wendete die Augen ganz vom
Bildschirm ab oder bei denen Nachbearbeitungsfolgen, wie Nachzieheffekte über Gebühr
auftreten. Glücklicherweise lässt sich aber zumindest anmerken, dass die Momente mit
positivem Ergebnis überwiegen.
Ton      
Warum ein Film aus dem Jahr 1985 nur in Mono daherkommt ist schon etwas merkwürdig.
Ehe aber der ganze Ärger über den DVD-Produzenten ausgeschüttet wird, sollte noch
angemerkt werden, dass auch im Abspann des Films der sonst übliche Dolby-Hinweis oder
eine ähnliche Kennzeichnung nicht zu finden ist, was zumindest den Verdacht nährt, dass
schon das Ausgangsmaterial akustisch minderbemittelt auftrat. Wie auch immer, das Ergebnis
kann jedenfalls nicht überzeugen, selbst für Mono-Maßstäbe klingt das Ganze
ausgesprochen dumpf und wenig differenziert, wobei dies sowohl für die Originalfassung,
als auch für die Synchronisation gilt.
Special Features      
Es wird lediglich der Tailer angeboten.
25.04.2003
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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