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Daredevil
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VÖ: 13.09.2003
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Original |
Daredevil |
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Studio
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Regency Pictures / 2oth Century Fox (2003) |
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Anbieter
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20th Century Fox Home Entertainment (2003) |
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Laufzeit
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99:33 min. (FSK 16) |
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Regie
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Mark Steven Johnson |
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Darsteller
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Ben Affleck, Jennifer Garner u.a. |
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DVD-Typ
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2 x DVD-9 |
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TV-Norm
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PAL |
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Bitrate
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7.55 Mbps (Video: ca. 5.5 Mbps) |
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Bildformat
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2,35:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Deutsch, DTS 5.1 (754 kbps)
4. Audio-Kommentar (192 kbps) |
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Untertitel
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Englisch, Deutsch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Rotes Amaray-Case |
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Preis
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ca. 25 EUR |
Film      
Er lebt in einer Welt der ewigen Finsternis – doch diese Finsternis ist erfüllt von Geräuschen, und Gerüchen, geschmacklichen Feinheiten und Oberflächenstrukturen, die die meisten Menschen nicht einmal wahrnehmen. Obwohl der Anwalt Matt Murdock nicht sehen kann, funktionieren seine anderen vier Sinne mit übermenschlicher Präzision. Tagsüber vertritt er die Unterdrückten. Nachts jedoch wird er zu Daredevil, dem maskierten Rächer, der die dunklen Straßen der Stadt als ruheloser Vertreter der Gerechtigkeit durchstreift.
Nach "Superman", "Batman", den "X-Men" und
"Spider-Man" erhielt auch "Daredevil" mit einiger
Verzögerung seine Gelegenheit zum großen Leinwandauftritt. Von allen aufwendig
inszenierten Comic-Realverfilmungen gehört "Daredevil" allerdings zu
den schlechtesten Filmen dieser Sorte. In Hollywood scheint man ja inzwischen
vielfach der Auffassung zu sein, dass ein interessantes Drehbuch gar nicht mehr
nötig ist, wenn man seine Stars hat sowie viel Action und Special Effects
bieten kann. Aber selbst unter bereits auf ein minimales Level reduzierten
Erwartungen enttäuscht dieser Film vollends: "Daredevil" zieht sich
mit abgedroschenen Klischees und einer gequält inszenierten Love-Story rund
eine Stunde vor den Augen des Zuschauers dahin, bis er überhaupt einmal an
einen Punkt gelangt, wo man erzählt bekommt, worum es denn jetzt nun im Kern
genau gehen soll. Doch auch danach wird es nicht unbedingt spannender, weil die
restliche Zeit einfach nur mit einem unendlich in die Länge gezogenen
Action-Showdown mit diversen Kampfeinlagen vertan wird. Eine wirklich
interessante Handlung wird hier erst gar nicht entwickelt. Für einen
Comic-Film, der naturgemäß die Naturgesetze extrem überdehnt, erscheint Ben
Affleck als "Daredevil" aber auch zu bierernst, auch wenn man
berücksichtigen muss, dass "Daredevil" ein ziemlich zwielichtiger
Charakter ist. Für ein wenig Spaß sorgt immerhin Colin Farell als Gegenspieler
"Bullseye", der als Bösewicht am Ende zwar natürlich verlieren muss,
auf seinem Weg in den Untergang aber wenigstens einigen Witz und Cleverness
demonstriert. Ansonsten ist dieser Film allerdings totale Zeitverschwendung von
der ersten bis zur letzten Minute. Es ist wirklich arm, wie wenig Grips man
teilweise in
Hollywood dem Publikum inzwischen zuzutrauen scheint und glaubt, mit ein wenig Action und
Effekten schon einen richtigen Film auf die Beine stellen zu können. Dabei
hätte gerade "Daredevil" als ein nicht ganz so aalglatter Comic-Held
durchaus Potential für eine Verfilmung gehabt, die auch den Charakter der Figur
etwas umfangreicher reflektiert. Bis auf die Einsicht am Ende, dass Selbstjustiz
auch keine Lösung darstellt, wird der Held hier aber zu einseitig als tougher
Kämpfer präsentiert. Mehr als
einmal muss man "Daredevil" nicht gesehen haben.
Bild      
Die Macher von "Daredevil" folgten in ihrem Film dem Trend zur
optischen Verfremdung, die dem Bild einen ausgeblichenen Look mit leicht
überhöhten Kontrast gibt. Die geringfügig abgeschwächten Farben weisen eine leichte
sepiafarbene Eintönung auf, welche in erster Linie bei den Tageslichtaufnahmen
sichtbar wird, während die Aufnahmen in der Dunkelheit meist etwas blau
eingetönt sind. Die Kantenschärfe ist gut, in der Detailwiedergabe weist die
DVD aber noch leichte Defizite auf, weswegen die Schärfe insgesamt nicht
vollkommen befriedigen kann. Das Master ist sehr sauber und weist keine
auffälligen Störungen auf, wofür sich aufgrund der vielen dunklen Szenen auch
nur wenig Gelegenheit ergibt. Ein leichtes Rauschen sollte als filmtypisch
akzeptiert werden, dem auch mit Rauschfiltern nicht ohne andere Nebenwirkungen
nachgeholfen werden kann, was Fox in diesem Fall offensichtlich auch nicht getan
hat. Die Kompression macht sich praktisch nicht
bemerkbar.
Ton      
Unter den Blockbustern der letzten Monate sticht "Daredevil"
tontechnisch aus der Masse heraus: Der Film bietet eine hervorragende Dynamik
und eine geradezu dreidimensional klingende Surroundabmischung. Diese macht
weitaus mehr als nur gewaltig Lärm. Effekte werden in großer Anzahl
direktional so deutlich wiedergegeben, dass man sie meist sehr eindeutige direkt
den einzelnen Kanälen zuordnen kann. Dabei überzeugen die Surroundeffekte
sowohl durch eine erstaunlich hohe Dynamik aus den Surroundkanälen sowie eine
ebenso befriedigende Präzision in den Höhen. Selbst in ruhigen Filmsequenzen
bleibt die räumliche Kulisse meist weitgehend erhalten, da selbst einfache
Umgebungsgeräusche sehr deutlich wiedergegeben werden. Inwieweit man sich mit
dem weniger durch Score-Elemente als vielmehr über längere Strecken durch
verschiedenste Rock-Songs dominierten Soundtrack anfreunden kann, ist allerdings
Ansichtssache. Erfreulicherweise hat Fox bei dieser DVD auf User Prohibitions
verzichtet, so dass man direkt zwischen den Tonspuren umschalten kann. Der DTS-Track bietet durch seinen höheren Aufnahmepegel mehr Dynamik und scheint auch insbesondere bei den deutschen Dialogen etwas lauter zu sein. In klanglicher Hinsicht sind die drei Tonspuren auf dieser DVD ansonsten weitgehend identisch.
Special Features      
"Daredevil" ist die erste DVD, die dem neuen Fox-Vertriebskonzept folgt und gleich in zwei Versionen angeboten wird. Wer auf die meisten Extras verzichten kann, die auf der Bonus-Disc sind, und sich mit dem "Enhanced Viewing Mode" und dem Audio-Kommentar begnügt, der kann sich auch einfach nur die Film-Disc kaufen und so rund 5 Euro sparen. Allerdings enthält diese Single-DVD auch nur die gekürzte FSK 12-Fassung des Films.
Die Aufbereitung der
Menüs ist eine Katastrophe: Lange Menü-Animationen, die auch nach
Anwahl eines Features zunächst einen Übergang einfügen, nerven ebenso wie die
bei hellerem Umgebungslicht kaum ablesbaren dunklen und verschwommenen
Menütexte.
Extras auf DVD Nr. 1:
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Enhanced Viewing Mode: Dieser optionale Abspielmodus ermöglicht während des
Films den Zugriff auf kurze "Behind the Scenes"-Filmchen. die von
Special Effects-Producer John Kilkenny kommentiert werden. Entsprechend liegt
hier der Schwerpunkt auch nicht beim Inhalt sondern den visuellen Effekten des
Films.
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Audio-Kommentar des Regisseurs Mark Steven Johnson und Text-Kommentar mit
Hintergrund-Infos
Extras auf DVD Nr. 2:
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Jenseits von Hell's Kitchen - Making of (58:50 min.): Nach einer
Einleitung, die die Geschichte von Mark Steven Johnsons über Jahre andauernden
Bemühungen, "Daredevil" zu verfilmen, nacherzählt, geht es in diesem
Making of vorwiegend um die Aspekte, die im Film selbst auch im Vordergrund
stehen: Die Choreographie der Action-Szenen, die Entwicklung der Masken und
Kostüme sowie die Special Effects, auf die vor allem in der letzten
Viertelstunde eingegangen wird. Hier werden auch noch andere Aspekte der
Postproduktion wie der Schnitt und die Komposition der Musik thematisiert. Auch dieses Making of wurde mit einem erweiterten Abspielmodus ausgestattet, der
direkt aus dem Making of den Zugriff auf weitere Specials ermöglicht. Diese
sechs Mini-Clips lassen sich aber auch separat aufrufen. Das Making of selbst
wurde im anamorphen 16:9-Format produziert.
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Jennifer Garner-Probeaufnahme (02:30 min.): In dürftiger VHS-Qualität kann man
sich hier einen Casting-Clip mit Jennifer Garner ansehen.
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Multi-Angle Dailies: Von zwei Acton-Szenen wurden hier die verschiedenen Takes
von den Dreharbeiten gesammelt, welche sich als Multi-Angle-Clip betrachten
lassen. Neben den verschiedenen Kameraperspektiven gibt es auch jeweils einen
Modus zur Auswahl, bei dem die verschiedenen Perspektiven im Direktvergleich auf
dem Bildschirm angezeigt werden.
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Der Bösewicht: Kingpin (02:21 min.): Michael Clarke Duncan redet in diesem sehr
knapp geratenen Feature über seine Rolle und die persönlichen Erfahrungen aus
seiner Jugend, die er in den Film mit einbrachte.
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Daredevil HBO First Look Special (24:48 min.): Jennifer Garner führt durch
dieses sehr promolastige Making of, welches für den Pay TV-Sender HBO
produziert wurde. Im Gegensatz zu den beiden längeren Making ofs gibt es dieses
nur im 4:3-Format zu sehen.
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Moving through space: Ein Tag mit Tom Sullivan (08:28 min.): Tom Sullivan war
der "sight impaired consultant" von "Daredevil", was weniger
politisch korrekt formuliert mit "Blindenberater" übersetzt werden
kann. Sullivan ist selbst blind und assistierte bei den Dreharbeiten. Dieser mit
DV-Kamera gedrehte Kurzfilm zeigt vornehmlich, wie Sullivan im Alltag bei Arbeit
und Sport auch ohne fremde Hilfe klar kommt.
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Daredevil-Teaser und zwei Trailer (alle Letterbox, Dolby Digital 2.0)
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Musikvideos: Fuel "Won't back down", The Calling "For you"
und "Evanescence: Bring me to live"
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Fotogalerie: Fünf verschiedene Bilderserien mit Storyboards, Kostümen, Sets,
Fotos von den Dreharbeiten und Requisiten
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Männer ohne Furcht - Die Entstehung von Daredevil (59:15 min.): Diese rund eine
Stunde lange Dokumentation befasst sich mit der Geschichte der Daredevil-Figur
und geht dabei weit über das hinaus, was man im Film zu sehen bekommt. Stan Lee
schildert hier die Geschichte der Entstehung von "Daredevil" und dessen
Veränderung im Laufe der Zeit. Nebenbei erfährt man auch etwas über die Geschichte
der Comic-Kultur an sich. Selbst wer mit der Verfilmung so seine Probleme hat,
dürfte zumindest an dieser Dokumentation Gefallen finden, die komplett im
anamorphen 16:9-Format präsentiert wird. Neben Stan Lee kommen hier auch noch
viele andere Leute zu Wort, die mit "Daredevil" zu tun hatten,
darunter auch Regisseur Kevin Smith, der als Autor für "Daredevil" tätig
war und ebenso wie Stan Lee auch einen kleinen Gastauftritt im Film hat.
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Reise durch die Schattenwelt (06:15 min.): Dieser Clip zeigt verschiedene Ausschnitte aus den
Comics und dem Film, die Daredevils Fähigkeit, seine Umgebung mit den
"Hypersinnen" wahrzunehmen, demonstrieren sollen.
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Charakterprofile: Auf kompakten Texttafeln werden hier die verschiedenen Figuren
aus "Daredevil" mit ihren Charaktereigenschaften vorgestellt.
Review von Karsten
Serck
22.07.2003
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