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Bringing Out The Dead - Nächte der Erinnerung |
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Original
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Bringing
Out The Dead |
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Studio
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Touchstone/Paramount Pictures
(1999) |
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DVD-Anbieter
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Touchstone
Home Video(2000) |
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Laufzeit
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ca.
116 min. |
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FSK
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16 |
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Regie
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Martin
Scorsese |
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Darsteller
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Nicolas
Cage, Patricia Arquette, John Goodman, Tom Sizemore, Ving Rhames |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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2,35:1
(anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby
Digital 5.1
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1
3. Spanisch, Dolby Digital 5.1
4. Ungarisch, Dolby Surround |
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Untertitel
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Deutsch,
Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch,
Bulgarisch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 25 EURO |
Film      
Frank Pierce (Nicolas Cage) arbeitet als Rettungssanitäter
beim EMS, dem Emergency Medical Service von New York. Eine Nacht nach
der anderen bringt Frank damit zu, die Verlierer von den Straßen der
Metropole aufzusammeln und, so gut es geht, auch zu retten. Doch in
letzter Zeit entwickelt sich alles immer mehr zum Schlimmeren hin, es
scheint, als ob jeder Patient, der mit Frank in Berührung kommt, dem
Tode geweiht ist - so beginnt er immer mehr an seiner Arbeit und
seinem Leben zu zweifeln und zu zerbrechen. Tiefer und tiefer wird er in einen
Strudel aus Selbstvorwürfen und Hoffnungslosigkeit hereingezogen, während
die Geister der Verstorbenen von seinem Denken immer mehr Besitz
ergreifen. Seine Kollegen sind auch keine Hilfe, denn jeder von ihnen
hat seine eigenen Probleme, aber auch sehr eigene Praktiken, um auf
ihre Weise mit dem nächtlichen Elend fertig zu werden. Während
Marcus (Ving Rhames) voll in seiner religiösen Spiritualität
aufgeht, hat Larry (John Goodman) eine Obsession für die
Nahrungsaufnahme entwickelt, doch gibt es auch absolute
Negativbeispiele, wie den Kollegen (Tom Sizemore), der zu einem durch
und durch zynischen Sadisten geworden ist. Die letzte Hoffnung für
Frank scheint Mary Burke (Patricia Arquette) zu sein, deren Vater
Frank zwar wiederbeleben konnte, der aber niemals aus seinem Koma
erwachen wird. Und obwohl Mary selber schwer mit persönlichen Nöten
belastet ist, nähert sie sich Frank langsam an.
In kalten, hektischen Bildern, die sich mit ebenso
unterkühlten Ruhephasen voller Totenstille abwechseln, fängt Martin
Scorsese das Leben und vor allem das Sterben in den unteren Etagen des
Großstadtdschungels ein und schafft dabei immer wieder einen
atemberaubenden Sog, dem man sich schwer entziehen kann. Gnadenlos
hetzt er die Figuren durch Nächte, in denen Lichtstrahlen sowohl im
übertragenen, als auch im tatsächlichen Sinn praktisch nicht
vorhanden sind und wenn doch einmal ein solcher Hoffnungsbringer
aufglimmt, nur allzu leicht übersehen wird.
Scorsese ist mit "Bringing Out The Dead" ohne
Zweifel erneut ein beeindruckendes Werk gelungen, sowohl was die
teilweise atemberaubende Bildgestaltung, als auch die Geschichte
angeht, in der die einzelnen Figuren, exemplarisch für den Zustand
der Großstadtwelt, die Kämpfe mit der sie unmittelbar umgebenden
Welt, aber vor allem mit den eigenen inneren Dämonen ausfechten und
dabei doch eigentlich nichts als verlieren können, was sie um so
gieriger nach jedem Hoffnungsschimmer werden lässt.
Trotzdem kann der Film nicht ganz befriedigen, denn
leider fehlt ihm im Ergebnis die richtige Gewichtung. Zu viel an Ideen
und visuellen Angriffen stürmen auf den Zuschauer ein. Doch statt den
Eindruck eines exakt geplanten Großangriffs auf die Sinne zu
erwecken, hinterlässt er vielmehr das Gefühl, dass hier wohl mehr
gewollt war, als tatsächlich auf die Leinwand geschafft wurde. Was
letztlich dazu führt, dass mit jeder neuen Fahrt der Hauptperson in
das Dunkel der New Yorker Nacht nur die Ermüdung wächst, doch nicht
den Zugang zum Innenleben der Figuren weiter aufstößt. Aber gerade
dieser Aspekt wäre für einen Film entscheidend gewesen, der die
Ambition hat, der Gefühlslage der verzweifelten Retter eine Gestalt
zu geben, als Modell für die Befindlichkeit des Lebens im dunklen
Herzen der Stadt.
Letztlich zeigt auch ein direkter Vergleich mit einem
Film, der Scorsese schon einmal mit dem Drehbuchautoren Paul Schrader
zusammenbrachte, wo das Manko von "Bringing Out The Dead" zu
finden ist. Denn auch in dem Klassiker "Taxi Driver" ist es
die Hauptfigur, die stellvertretend für die Gesellschaft an sich
selbst zerbricht. Doch setzte der Regisseur damals in der Inszenierung
vollkommen auf harten Realismus und die verengte Perspektive seiner
Hauptperson und lockte zugleich gerade deshalb aus seinem Darsteller
De Niro ein Optimum an Leistung heraus. Nicolas Cage dagegen geht in
einem Zuviel an äußeren Reizen und ins Leere laufenden Wendungen der
Story verloren.
Bild      
Das Bild gefällt mit einer sehr gut zur Atmosphäre des
Filmes passenden Farbgebung: Immer einen Tick blässlich und
ausgewaschen, stellen bei "Nächte Der Erinnerung" die
beiden Parameter eine gelungene Unterstützung der inhaltlichen
Aussage des Films dar und ergänzen die kalte, hektischen Bilder der
Hoffnungslosigkeit der Akteure im Zwist mit der Außenwelt und mit
sich selbst perfekt. Der Kontrastumfang ist in den vielen dunklen
Szenen in Ordnung, aber kein Highlight. Befriedigend ist die
Detailwiedergabe, die in verschiedenen Filmsequenzen unter der nicht
immer überzeugenden Gesamtbildschärfe leidet. Besonders bei
schnellen Kameraschwenks oder sonstigen schnellen Bewegungen lässt
die Schärfe zu wünschen übrig. Die Kompression zeigt sich frei von
großen Fehlern, die Ränder der auf dem Bildschirm gezeigten Objekte
sind sauber gezeichnet.
Ton     
In der englischen Originalversion wie auch in der
deutschen Synchronfassung ist die Tonabmischung gut gelungen. Zwar ist
der Raumeindruck nur befriedigend, denn teilweise kommen zu viel
Klanganteile aus den drei Frontlautsprechern, dafür erfreut "Bringing
Out The Dead" mit einem sehr guten Dynamikumfang. Sind Effekte
von hinten zu vernehmen, so sind sie gut positioniert und gefällig
abgemischt. Die Klangkulisse inklusive dem sehr gut eingearbeiteten
Soundtrack gefällt mit einer auch im Hochtonbereich detaillierten und
klaren Darstellung. Einzig und allein der Bass könnte zupackender
sein. Die Stimmwiedergabe ist in beiden Sprachversionen gelungen: Gut
integriert und jederzeit klar verständlich, ohne zu dominant zu sein.
Special Features      
Die Code 2-DVD bringt als einziges Extra ein
Making Of mit (mit etwa 11 Minuten Laufzeit leider nicht sehr
ausführlich, darum kann der Film und seine Entstehungsgeschichte auch
nur angerissen werden, obwohl gerade bei diesem Film mehr
Informationen sehr wünschenswert gewesen wären), die Menüs sind schlicht gestaltet.
Review von Tobias
Wrany (Inhalt) & Carsten Rampacher
(Bild, Ton, Special Features)
Test - Equipment:
TV Sony KV-32FS60D
DVD-Player Pioneer DV-737, Panasonic DVD-RV60
THX Surround EX/DTS ES Discrete 6.1-Verstärker Denon AVC-A1SE
Aktiv-Subwoofer Yamaha YST-SW800 04.12.2000
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