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Bowling for Columbine
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VÖ: 03.07.2003
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Original |
Bowling for Columbine |
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Studio
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Dog eat Dog Films (2002) |
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Anbieter
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Universal Pictures Video (2003) |
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Laufzeit
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114:50 min. (FSK 12) |
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Regie
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Michael Moore |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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TV-Norm
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PAL |
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Bitrate
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5.86 Mbps (Video: ca. 4.8 Mbps) |
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Bildformat
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1,78:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps) |
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Untertitel
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Deutsch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 20 € |
Film      
Michael Moore, inzwischen durch seine "Shame on you, Mr. Bush"-Rede bei der Oscar-Verleihung noch bekannter als durch seine Filme und Bücher, zeigt in "Bowling for Columbine", dass Dokumentationen nicht nur nüchtern-sachliche Analyse, sondern auch noch richtig unterhaltsam sein können, selbst wenn das eigentliche Thema recht ernst ist. Ausgehend vom Amoklauf zweier Schüler an der Columbine-High School im amerikanischen Littleton, die
laut Zeugenaussagen noch am Morgen vor ihrer Tat in Seelenruhe die Zeit auf einer Bowlingbahn
verbrachten, unternimmt Moore eine Reise durch die USA, um zu ergründen, wieso dort jedes Jahr weitaus mehr Menschen durch Schusswaffengebrauch ums Leben kommen als in anderen Industrieländern.
So bringt er zwei
Opfer von Littleton – einer querschnittsgelähmt, der andere invalide mit
einer inoperablen Kugel – mit zur Supermarkt-Kette K-Mart, wo die Täter
ihre Munition kauften und konfrontiert den Schauspieler
Charlton Heston, den Vorsitzenden der NRA (National Rifle Association) mit dem
Bild eines sechsjährigen Mädchens, das von einem gleichaltrigen Mitschüler
erschossen wurde. Weitere Stationen der Ausflüge von Michael Moore rund um Denver
und seine Heimat in Flint/Michigan sind u.a. eine
Bank, die bei Eröffnung eines Kontos ein Gewehr verschenkt, ein Waffen-Narr,
der zum Bekanntenkreis des Oklahoma-Bombers Timothy McVeigh gehörte oder ein
Kurzbesuch in Kanada, wo es weniger Gewaltverbrechen als in den USA gibt, obwohl
dort die Bevölkerung pro Kopf sogar noch mehr Waffen besitzt.
Moore's Position in den einzelnen Kapiteln seines Films ist freilich selten
neutral, sondern immer von einem missionarischen Eifer und einem nicht zu
übersehenden Hang zur Selbstdarstellung begleitet. Mit einer
Mischung aus Pfiff und Dreistigkeit bringt Moore seine Interviewpartner immer
wieder in Verlegenheit und zu teils entlarvenden Antworten. Man kann Moore, der die Präsenz der Kamera bewusst einsetzt, aber auch keine
fehlende Fairness vorwerfen, schließlich nötigt er ja niemanden überhaupt zu
einer Aussage. Moore erscheint auch nicht wie ein pedantischer Besserwisser,
sondern begleitet seinen Film immer mit einer Prise Humor, der in kurzen
Zwischenanimationen wie z.B. seiner eigenen Version der Geschichte der NRA
freilich teils recht zynische Züge aufweist. Und selbst wenn Moore auch keine
richtigen Antworten auf all die aufgeworfenen Fragen bieten kann, so bleibt sein
Treiben doch zumindest nicht folgenlos: Am Ende gelingt es ihm immerhin, die
Supermarkt-Kette K-Mart dazu zu bringen, zukünftig keine Munition mehr zu
verkaufen.
Bild      
"Bowling for Columbine" wurde primär mit professionellen Videokameras in NTSC gedreht. Die Bildqualität ist sehr wechselhaft. Viele Archivaufnahmen, auf die zurückgegriffen wurde, sind qualitativ nur auf VHS-Niveau.
Broadcast-Qualität wird aber auch bei den eigenen Aufnahmen von Moore und
seinem Kamerateam nur selten erreicht. Die Bilder sind vielfach etwas unscharf (u.a.
wegen der NTSC-Auflösung) und leicht verrauscht. Die Farben und der Kontrast sind
hingegen passabel. Die Kompression arbeitet sehr unauffällig und verursacht bis auf kaum auffälliges Blockrauschen keine Störungen.
Ton      
Der 5.1-Sound macht bei einer Dokumentation praktisch keinen Sinn. Der Film besteht zu 90 Prozent aus Dialog, der aus dem Center kommt. Lediglich die Musik macht in geringem Umfang von den Surround-Kanälen Gebrauch.
Die Dialoge sind eigentlich auch ohne Untertitel gut verständlich. Die deutsche
Fassung des Films wurde nicht komplett synchronisiert, sondern in erster Linie
Moores eigener Kommentar aus dem Off. Da aber gerade dieser Moores eigene
Stimmung immer am besten verdeutlicht, kann aber nur empfohlen werden, auf jeden
Fall die Originalversion zu hören.
Special Features      
Universal veröffentlicht "Bowling for Columbine" in Deutschland noch vor Veröffentlichung
der US-DVD. Das ist einerseits gut, andererseits können aber nicht die Extras
berücksichtigt werden, die Moore für die US-DVD noch produziert. Daher kommt
hier nur Material aus eigenen Archiven zur Verwendung, welches aber ebenfalls
recht umfangreich ist.
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Interview mit Michael Moore (11:21 min.): Dies ist kein richtiges zusammenhängendes Interview, sondern eine Aneinanderreihung von Statements aus dem deutschen Electronic Press Kit. Michael Moore antwortet auf die in Texttafeln eingeblendeten Fragen und schildert dabei seine Intention hinter dem Film sowie die Arbeitsweise, mit der er vorgegangen ist. Die Aussagen sind dabei weitaus direkter als im Film, der überwiegend die Bilder für sich sprechen lässt.
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Kurzbiographie Michael Moore (Textinfos)
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Pressekonferenz (43 min.): Hier sieht man den Mitschnitt einer Pressekonferenz, die Michael Moore während eines Europa-Besuches gegeben hat. Moore beantwortet die gestellten Fragen sehr ausführlich.
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Deutscher & englischer Trailer sowie acht Trailer zu weiteren
Universal-Filmen auf DVD
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Statements zum Film (Text): Von Michael Moore und den Produzenten
Review von Karsten
Serck
Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-S9000ES
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1
13.06.2003
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