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Big Trouble In Little China

Studio

20th Century Fox (1986)

Verleih

20th Century Fox Home Entertainment (2001)

Laufzeit

95:43 min. (FSK 16)

Regie

John Carpenter

Darsteller

Kurt Russell, Kim Cattrall, James Hong

DVD-Typ

DVD-9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Surround
2. Englisch, Dolby Digital 4.1
3. Audio-Kommentar John Carpenter

Untertitel

Deutsch, Englisch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 25 EURO
Film 

Von Beruf ist Jack Burton (Kurt Russell) LKW-Fahrer, so dass riskante Rettungsaktionen gegen zwielichtige Bösewichter für ihn nicht unbedingt Routine darstellen. Trotzdem zögert er nicht lange, als ihn sein Freund Wang Chi (Dennis Dun) um Hilfe bittet, seine in die undurchschaubaren Labyrinthe von Chinatown entführte Verlobte Miao (Suzee Pai) zu suchen. Allerdings war Jack die Tragweite seiner Zusage kaum bewusst, denn ihre mannigfaltige Gegnerschaft setzt sich nicht lediglich aus ein paar kriminellen Halbstarken, sondern Meistern der schwärzesten magischen Künste und deren gnadenlosen Hilfstruppen zusammen, von denen jeder Einzelne ein Virtuose der fernöstlichen Kampfkunst ist, der neben harten Handkantenschlägen auch noch jede Menge übernatürliche Tricks auf Lager hat. Zusammen mit der Anwältin Gracie Law (Kim Catrall), die in Hinblick auf einen großangelegten Mädchenhandel ebenfalls ein Interesse an der Auflösung des Geschehens hat, machen sie sich auf in die Höhle des Löwen. Und nach und nach wird auch immer deutlicher, welcher Löwe hier alle Fäden in der Hand hält. Es ist der legendäre Lo Pan (James Hong), der jede Menge Erfahrung im Spinnen finsterer Machenschaften hat; kein Wunder, bedenkt man, dass der gute Mann seit gut zweitausend Jahren auf der Erde unterwegs ist, nachdem ihn ein wohlgezielter Fluch getroffen hat. Dummerweise verspricht alleine die Opferung eines grünäugigen Mädchens seine Erlösung und in dieser Hinsicht stehen mit Miao und Gracie auch gleich zwei Kandidatinnen bereit, welche das entscheidende körperliche Merkmal mit sich führen.
Es ist ein ausgesprochen ungleichgewichtiger Kampf, der nunmehr ansteht, ziehen die Mächte des Bösen doch alle Register ihrer magischen Kunst, was Jack und Konsorten ein ums andere Mal in tiefe Schwierigkeiten stürzt. Aber wo er schon mal da ist, setzt Jack dem ganzen Hokuspokus stoisch die gute alte Handwerkskunst einer durchgeladenen Maschinenpistole und den trockenen Humor eines abgebrühten Großstadtcowboys entgegen.

Natürlich wäre bei dieser Mischung aus leichthändiger Action-Komödie und fernöstlichem Fantasy-Märchen mehr drin gewesen, denn allzu sehr dominieren die bloßen Show-Effekte über die fantasiereiche Hintergrundgeschichte. Nachteiliger Effekt dieser Schwerpunktsetzung ist, dass sich atmosphärische Dichte und eine dem märchenhaften Grundton der Geschichte angemessene Stimmung nicht einstellen will; die ganzen Zauberkunststücke bleiben so mehr oder weniger nur eine farbenprächtige Kulisse für ein spaßiges Hau-drauf-Spektakel. Das ist allerdings weitgehend gelungen, vor allem dank der trockenen Sprüche und der insoweit idealen Besetzung mit Kurt Russell als heldenmütigem Kämpfer ohne Respekt vor allen ehrbeladenen Heldentugenden.
Dass die Angelegenheit gelegentlich einen etwas unfertigen und gerade im Vergleich zu heutigen Werken des Genres eher kostengünstigen Eindruck macht, schadet nicht unbedingt, erhält sich der Film doch stets einen gewissen Charme. Trotzdem ist nicht zu übersehen, dass sich auf die Dauer schon gewisse Ermüdungserscheinungen einschleichen. Denn wenn sich ein Film so offensichtlich nicht ernst nimmt wie "Big Trouble In Little China", dann sollte der gummiweiche Spannungsbogen möglichst durch jede Menge Humor kompensiert werden. Trotz der durchaus vorhandenen komödiantischen Elemente schlägt das Pendel hier jedoch überwiegend in Richtung Effekte und Kampfsequenzen aus, was angesichts der fortgeschrittenen Technik und dementsprechenden Sehgewohnheiten allerdings heutzutage keine wirklich befriedigende Kompensation bieten kann. So ist alles schön bunt und knallig, was die Sache unterhaltsam macht und auch knapp über den Durchschnitt hievt, mehr sollte jedoch von "Big Trouble..." nicht erwartet werden.

Bild 

Die Bildqualität lässt den Film noch älter erscheinen als er ist. Vor allem die schwachen Kontraste des häufig überaus dunklen Bildes machen sich negativ bemerkbar. Nur durchschnittliche Schärfe und ein leichter Grauschleier über den theoretisch äußerst bunten Farben lassen alle Brillanz fehlen, die ein wirklich gelungenes Bild auszeichnen. Positiv fällt dagegen auf, dass bis auf vereinzelte Stellen das Rauschen auch im Hintergrund weitgehend eliminiert wurde.

Ton 

Wirklich überzeugen kann, entsprechend der Bildqualität, auch der Ton nicht. Zwar treten durchaus einige interessante Toneffekte auf, doch fehlen diesen meist jede Dynamik und verpuffen häufig in einer trägen Dumpfheit. Wirklich druckvoll kommt eigentlich nur die Begleitmusik zur Geltung, wobei durch diesen Kontrast die unterdurchschnittliche Darbietung der sonstigen Tonelemente allerdings noch einmal besonders betont wird.

Special Features 

Die Zugaben sind so umfangreich geworden, dass eine zweite DVD zum Einsatz kommt. Das Ergebnis reißt zwar nicht gerade vom Hocker, ist aber über weite Strecken doch informativ anzuschauen.

Zunächst gibt es den Audio-Kommentar von Regisseur Carpenter und Hauptdarsteller Kurt Russell. Die beiden sind ausgesprochen launig bei der Sache, was zwar von Zeit zu Zeit den Informationsgehalt des Gesagten etwas absenkt, dafür jedoch den Kommentar zu einer ausgesprochen unterhaltsamen Angelegenheit werden lässt.

Auf der Bonus DVD findet sich dann der Rest der Zugaben.
Von Interesse dürften die geschnittenen Szenen sein, auch wenn die Bildqualität am unteren Ende des Spektrums anzusiedeln ist. Das ebenfalls angebotene alternative Ende stellt lediglich zwei kleine Verlängerungen bereit, die aber dem Schluss keine andere Bedeutung geben, es sind lediglich geschnittene Momente die sich zufällig am Ende des Films befinden.
Das siebeneinhalb Minuten lange Featurette mit einem kurzen Blick hinter die Kulissen gehört zum Standardprogramm. Das Gleiche lässt sich von den Trailern sagen, ebenso wie den Produktionsnotizen (für welche die ursprünglichen Presseinfos einfach noch einmal herausgekramt wurden), die ergänzt werden vom Abdruck zweier Zeitungsartikel zum Film.
Abgerundet wird das Programm mit dem Video-Clip zum Titelsong, gesungen übrigens vom Regisseur persönlich, sowie einem ausführlichen Interview mit Richard Edlund, dem Spezialisten für die visuellen Effekte, welches durchaus interessant geraten ist, da es durch im Hintergrund ablaufende Sequenzen von den Dreharbeiten das Gesagte lebhaft veranschaulicht.

21.12.2001

Review von Tobias Wrany

Test-Equipment

TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES

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