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American History X |
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Studio
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New Line Cinema (1998) |
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Verleih
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BMG Video (2000) |
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Laufzeit
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ca. 114 min. (FSK 16) |
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Regie
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Tony Kaye |
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Darsteller
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Edward Norton, Edward Furlong
u.a. |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
1. Englisch, Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel
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Deutsch, Englisch (optional) |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Super Jewel Box |
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Preis
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ca. 20-25 EURO |
Film      
Derek Vinyard (Edward Norton) ist für seinen jüngeren Bruder Danny (Edward
Furlong) ein großes Vorbild, aber wahrhaft keines, auf das man stolz sein könnte: Denn
Derek, auf dessen Brust ein eintätowiertes Hakenkreuz prangt, ist eine Art Leitfigur der
Skinhead-Szene in Los Angeles. Seit sein Vater bei einem Feuerwehreinsatz von einem
Schwarzen getötet wurde, ist Derek vom Rassismus beherrscht und organisiert mit seiner
Gang viele gewaltsame Übergriffe gegen Schwarze. Als Derek wegen Totschlags ins
Gefängnis muss, ändert sich sein Lebensbild. Im Knast kommt er zur Einsicht und lernt
einen Schwarzen kennen, der nun gar nicht in sein rassistisches Weltbild passt. Derek muss
zudem erkennen, dass er nur eine Marionette im bösen Spiel von Cameron Alexander, einem
wohlhabenden Drahtzieher der Neonaziszene gewesen ist. Am Tag der Haftentlassung von Derek
wird Danny von seinem Lehrer Sweeney (Avery Brooks) eine Hausarbeit aufgedonnert: Er soll
Derek porträtieren. Und Danny erzählt die Lebensgeschichte seines Bruders...
American History X erzählt aus der Perspektive von Danny den steinigen
Lebensweg seines in der Skinheadszene versackten Bruders Derek. Mit vielen
Schwarz-Weiß-Rückblenden in die Vergangenheit werden die Fehler aufgezeigt, die dieser
während seiner Neonazi-Zeit begangen hat. Dabei ist die Kamera immer dicht am Geschehen
und fängt die Ereignisse in schnell geschnittenen Bildern ein, die den Film stellenweise
auch wie eine Dokumentation erscheinen lassen. American History X ist zwar kein
Film fürs Popkornkino, aber dennoch einfach verständlich. Der Film vermittelt seine
Message sehr eindeutig und unaufdringlich, ohne direkt mit dem erhobenen Zeigefinger zu
wedeln. Gerade in dieser kühlen aber nicht ganz offen gezeigten Distanz, die der Film zu
seiner Hauptperson einnimmt, dürfte freilich auch sein Problem liegen. Denn für
politisch korrekte Naturen liegt natürlich der Verdacht nahe, hier solle jemand aus dem
braunen Umfeld glorifiziert werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Hollywoodproduktionen
ernsthaften Inhalts, die einem ihre Message direkt ins Gesicht schreien, um auch ja keinen
falschen Gedanken aufkommen zu lassen, ist dieser Stil aber weitaus anspruchsvoller. Und
wer den Film in seiner Gesamtheit betrachtet, dürfte sehr schnell erkennen, dass Derek
keineswegs ein Held sein soll. In der Rolle dieses widersprüchlichen Charakters
überzeugt Edward Norton durch seine sehr souveräne Darstellung des Skinheads Derek.
Bild      
Schade: Obwohl augenscheinlich das Original New Line-Master als Vorlage
verwendet wurde, ist es BMG nicht gelungen, daraus auch ein rundum gutes DVD-Bild zu
machen. Wie in den meisten Fällen sorgt der Einsatz eines Rauschfilters dafür, dass das
Bild nicht besser sondern schlechter wird. Neben einem Verlust an Detailauflösung macht
sich auch leichter Schnee auf dem Bildschirm bemerkbar. Wären dies die einzigen Fehler,
könnte man mit dem Bild eigentlich noch relativ zufrieden sein. Doch durch die nicht
gerade sorgfältig wirkende Komprimierung tauchen unschöne Effekte wie farbige Säume an
Kanten von Objekten auf. Artefakte findet man zwar keine. Dafür wurde auch die
Farbdarstellung in Mitleidenschaft gezogen: Besonders die vielen Schwarz-Weiß-Sequenzen
fallen durch violett schimmernde Flecken und Streifen (z.B. Laufzeit 16:39) auf, die
letztlich zu der relativ schlechten Gesamtbewertung führen.
Ton      
Im Vordergrund der Handlung stehen in erster Linie die Dialoge. Daher fällt
der Surroundanteil dieses Films bis auf wenige Szenen mit Musik erwartungsgemäß eher
gering aus. Dafür sind die Stimmen der Schauspieler zumindest sehr sauber eingefangen
worden und klar verständlich. Sehr erfreulich, weil nicht selbstverständlich für
Studio-unabhängige DVD-Anbieter: Es sind sowohl deutsche als auch englische Untertitel
vorhanden, die sich beliebig ein- oder ausschalten lassen.
Special Features      
Für eine umfangreiche Sammler-Edition im Stile von "Rush
Hour" hat es nicht gereicht, denn der Materiallieferant New Line hatte bereits für
die US-DVD nur wenig Zusatz-Material zusammengestellt, welches wenigstens im vollen Umfang
auch den Weg auf die Code 2-DVD geschafft hat. Gereicht hat es zumindest für einen
Trailer, allerdings der deutsche, der im Gegensatz zum US-Trailer der New Line-DVD kein
anamorphes Bild mit 5.1 - Ton hat, und drei, teilweise recht lange Szenen, die wegen des
nur indirekten Bezuges zur Geschichte aus dem Film herausgeschnitten wurden. Weiterhin
findet man noch die Kurzbiographien von Cast & Crew in Form von Texttafeln.
Review von Karsten Serck
Test - Equipment:
TV Panasonic TX - W32D3F
DVD - Player Sony DVP-S 725 / Panasonic DVD A-350
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES
19.04.2000
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