The Big One

Original

The Big One

Studio

BBC / Dog Eat Dog Films (1997)

Anbieter

Kinowelt Home Entertainment (2003)

Laufzeit

86:36 min. (ohne Altersfreigabe)

Regie

Michael Moore

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

5.96 Mbps (Video: ca. 5.7 Mbps)

Bildformat

1,85:1 (Letterbox)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 2.0 (192 kbps)

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case
Film 

"The Big One" entstand 1997, zu einer Zeit als Michael Moore lediglich in Amerika durch einige Bücher und seine Politsatire "Roger and Me" bekannt war, der Rest der Welt das Wirken des satirischen Schwergewichts aber noch nicht so richtig registriert hatte. Michael Moore nutzt in diesem Film die Werbetournee zu seinem Buch "Downsize This", um sich einem seiner Lieblingsthemen zu widmen, den Auswirkungen der Globalisierung und den Handlungen der "industriellen Gauner" gegen den "kleinen Mann" in Amerika. Und Michael Moore gelingt es hervorragend, hier Missstände aufzuzeigen, ohne dabei in das klassenkämpferische Gebell zu verfallen, welches man aus dem Munde so mancher Gewerkschaftsfunktionäre zu hören bekommt. Denn Moore sorgt nicht durch seine eigenen Statements für Empörung, sondern führt viele Beispiele aus der Realität an, deren Aberwitz sprachlos macht. So präsentiert Moore z.B. eine Firma, die ihre Mitarbeiterschaft reduziert, weil diese zu produktiv sind. Oder er stellt einen Ex-Häftling vor, der aus dem Gefängnis Call Center-Dienste für die Fluglinie TWA erledigte. "The Big One" ist noch zynischer und polemischer als "Bowling for Columbine". Michael Moore setzt sich hier auch noch weitaus stärker in den Vordergrund, weswegen der Film stellenweise etwas zu arg zur Selbstinszenierung wird. Das wird z.B. in dem Konflikt mit Nike-Chef Phil Knight deutlich, mit dem sich Moore noch deutlicher anlegt wie mit Charlton Heston in "Bowling for Columbine". Nichtsdestotrotz ist "The Big One" aber eine zugleich interessante als auch hervorragend witzige Dokumentation. Kaum einem gelingt es so wie Moore, selbst ernste Themen mit der richtigen Prise Humor zu versehen und damit sogar Leute zu erreichen, die sich vielleicht unter normalen Umständen niemals eine Dokumentation ansehen würden. Und im Gegensatz zu manchem Spielfilm kann man sich "The Big One" auch mehrfach ansehen, ohne dass der Film an Unterhaltungswert verliert.

Im Gegensatz zur deutschen TV-Ausstrahlung, bei der leider Michael Moores Sprecher-Texte aus dem Off mit einem deutschen Voice Over versehen wurden, ist die Dokumentation auf dieser DVD komplett im Original mit deutschen Untertiteln zu sehen.

 

Bild 

Die Dokumentation bietet eine sehr schlechte Qualität auf Hobbyfilmer-Niveau. Das Bild ist sehr unscharf und stark verrauscht. Der Kontrast ist zu hoch und lässt Details am oberen und unteren Ende der Helligkeitsskala verschwinden. Auch die Farbsättigung ist sehr schwach. Angesichts dieser schlechten Ausgangsbedienungen fügt wenigstens die Kompression nicht noch weitere Störungen hinzu.

Optional lässt sich die DVD entweder in einem 16:9-Modus oder in 4:3 abspielen. Ein Unterschied ist hier allerdings nicht festzustellen, da das Bildformat jeweils nur 16:9 (Letterbox) ist.

 

Ton

Eine Bewertung des Tons macht bei dieser Dokumentation keinen Sinn, weswegen diese auch direkt unterbleibt. Der Vollständigkeit halber sei aber gesagt, dass die O-Töne trotz eines etwas dumpfen Grundtons sowie leichter Tonaussetzer und Verzerrungen aber trotzdem meist recht gut zu verstehen sind.

 

Special Features 
  • Hörprobe aus dem "Stupid White Men"-Hörbuch (Deutsch)

  • Trailer zu "Mystery Train", "Cookies Fortune" und "Eat Drink Man Woman"

Review von Karsten Serck

31.10.2003