Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

VÖ: 04.12.2003

Original

Terminator 3 - Rise of the Machines

Studio

Warner Bros. / Intermedia (2003)

Anbieter

Columbia TriStar Home Entertainment (2003)

Laufzeit

104.36 min. (FSK 16)

Regie

Jonathan Mostow

Darsteller

Arnold Schwarzenegger, Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

7.46 Mbps (Video: ca. 5.4 Mbps)

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Deutsch, DTS 5.1 (754 kbps)
3. Audio-Kommentar 1 (192 kbps)
4. Audio-Kommentar 2 (192 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch, Türkisch

Regionalcode

2
Film 

Zehn Jahre sind vergangen, seit mit John Connors Hilfe der Weltuntergang verhindert und die Menschheit vor ihrer Zerstörung bewahrt wurde. Heute, im Alter von 25 Jahren, führt Connor ein Leben am Rande der Gesellschaft – ohne Wohnung, Kreditkarten, Mobiltelefon und ohne Job. Es gibt keinen Hinweis auf seine Existenz: er hinterlässt keine Spur, die von „Skynet“ verfolgt werden könnte – dem hoch entwickelten Netzwerk von Maschinen, die einst versucht hatten, ihn zu töten und Krieg gegen die Menschen zu führen. Bis der T-X (KRISTANNA LOKEN) aus dem Schatten der Zukunft tritt: Skynets bisher am höchsten entwickelte, tödliche Menschmaschine, ebenso sexy wie gnadenlos. T-X soll vollenden, was ihr Vorgänger T-1000 nicht ausführen konnte. Connors einzige Überlebenschance ist der Terminator (ARNOLD SCHWARZENEGGER), die legendäre, einst auf ihn angesetzte Killermaschine. Ihnen bleibt nur wenig Zeit: Sie müssen T-X ausschalten – sonst ist die Apokalypse nicht aufzuhalten ... 

"Terminator 3" ist ein vergleichsweise altmodischer Film. Die Macher haben sich nicht dem Diktat möglichst beeindruckender Special Effects unterworfen, sondern vornehmlich Effekte eingesetzt, die bereits in "Terminator 2" zu sehen waren. Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass die Erwartungen vieler Fans enttäuscht wurden, die sich von "Terminator 3" einen ähnlichen technischen Fortschritt erhofften wie ihn der letzte Film vor rund zehn Jahren geboten hatte. Auch beim Drehbuch setzte man auf Altbewährtes, wenn man einmal von der stillen Entsorgung der Sarah Connor absieht: Arnie darf wieder gegen seinen übermächtigen Gegenspieler (in weiblicher Person) antreten und nach einigen längeren Verfolgungsjagden diesen auch besiegen, während John Connor sich wieder einmal seinem Schicksal als zukünftiger Retter der Welt annähert. Dabei bewegt sich der Film am Ende schon deutlich in die Zeit hinein, mit der die gesamte Serie einst begonnen hat. Ganz schließt sich der Kreis freilich auch nicht, um noch für einen vierten Teil Platz zu halten, der angesichts der Wahl Arnold Schwarzeneggers zum Gouverneur von Kalifornien im Moment aber etwas unwahrscheinlich erscheint, sofern man nicht gleich auf Schwarzenegger verzichtet. Trotz eines lediglich am Ende etwas überraschenden Handlungsverlaufs sammelt "Terminator 3" aber einige Pluspunkte durch den trockenen Humor, mit dem sich Arnold Schwarzenegger deutlich von dem coolen und etwas prolligen Helden aus dem zweiten Teil unterscheidet. Dies tröstet auch ein wenig darüber hinweg, dass "T3" zu einem Großteil nur Szenen aus den beiden Vorgängern in etwas anderer Form wiederholt.

 

Bild 

Verglichen mit anderen Columbia-Filmen wie dem "Drei Engel für Charlie"-Sequel ist die Qualität der "Terminator 3"-DVD besser. Perfekt ist "Terminator 3" allerdings auch nicht. Der Kontrast ist nicht übermäßig hoch und ergibt in Kombination mit den Farben stellenweise einen etwas erdigen Look. Im Vergleich hierzu ist der Kontrast des auch auf der DVD befindlichen Trailers weitaus höher und die Farben neutraler. Möglicherweise wurde hier also bewusst der Kontrast etwas verändert. Das Filmmaster erscheint makellos und weist keine Kratzer oder Dropouts auf. Daher erscheint es unverständlich, wieso hier überhaupt ein Rauschfilter eingesetzt wurde, der nicht ohne Nebenwirkungen bleibt: Während die Kantenschärfe noch gut ist, fehlt es dem Bild vielfach an Detail. Das Bild produziert schnell ausgefranste Konturen und unschöne Rauschmuster, die in manchen Szenen wie z.B. am Anfang von Kapitel 7 Teile des Bildes ins Schwimmen bringen. Die Kompression ist mit durchschnittlich 5.4 Mbps durchschnittlich. Aufgrund der unregelmäßigen Rauschmuster lässt sich keine genaue Aussage über die Qualität der Kompression machen. Regelrechte Artefakte sind aber zumindest nicht zu erkennen. Da auf der DVD noch mehr als 1 GB frei ist, wäre möglicherweise durch Verzicht auf den Rauschfiltereinsatz in Verbindung mit einer höheren Videobitrate eine detailreichere Reproduktion ohne Nebeneffekte möglich gewesen. Hier kann man zumindest noch auf eine SuperBit-Edition hoffen, die es zumindest in England früher oder später geben dürfte.

 

Ton 

"Terminator 3" ist Action pur und weist im Grunde genommen nur wenige Momente auf, in denen es wirklich ruhig zugeht. Entsprechend werden auch die Surroundkanäle ziemlich durchgängig gefordert. Actiontypisch bestehen die direktionalen Surround-Effekte zum Großteil aus Explosionen und Gefechtslärm. Ansonsten wird die räumliche Wiedergabe vornehmlich durch den Music Score dominiert. Andere atmosphärische Elemente kommen etwas zu kurz. Dafür bietet der Film einen sehr impulsiven Sound mit guter Basswiedergabe auf Demo-Niveau. Der deutsche Ton in DTS ist wesentlich lauter als die beiden Dolby Digital-Tonspuren und klingt dadurch weitaus gewaltiger. Der Pegelunterschied scheint u.a. aber auch dadurch zustande zu kommen, weil die Dolby Digital-Tonspuren relativ leise klingen. Um einen halbwegs lauten Sound mit den Dolby-Tonspuren zu erzielen, muss man den Pegel hier nämlich höher als üblich aufdrehen. Obwohl "Terminator 3" nicht in Dolby Digital EX abgemischt wurde, lohnt es sich durchaus, den Film entsprechend wiederzugeben. Der Film nutzt den zusätzlichen Centerkanal stellenweise ziemlich deutlich, ohne sich allgemein zu sehr in den Vordergrund zu spielen.

 

Special Features 

Die Ausstattung ist für einen der Mega-Blockbuster dieses Jahres erstaunlich knapp ausgefallen. Sofern man sich nicht für die beiden Audiokommentare Zeit nimmt, erfährt man nur verhältnismäßig wenig über den Film, da das Making of in erster Linie Werbung ist und auch die die umfangreichen Specials über die visuellen Effekte nur für Leute interessant sein dürften, die sich an Special Effects nicht satt sehen können. Die weiteren Extras sind vornehmlich Kleinkram. Die "Ultimate Edition" von Terminator 3 hat man mit dieser DVD also auf jeden Fall noch nicht in den Händen.

  • Audiokommentar mit Jonathan Mostow, Arnold Schwarzenegger, Nick Stahl, Claire Danes und Kristanna Loken

  • Audiokommentar mit Regisseur Jonathan Mostow

  • Filmdokumentation (13:02 min.): Den Auftakt auf der Bonus-Disc bildet das offizielle Making of, welches entsprechend ziemlich promolastig gestaltet ist und vornehmlich die Action und den Spaß, den alle Beteiligten während der Dreharbeiten hatten (oder es zumindest behaupten) in den Vordergrund stellt.

  • Entfallene Szene "Sgt. Candy" (01:51 min.)

  • Gags & Outtakes (03:02 min.): Dieser Clip ist eine Zusammenstellung verschiedener misslungener Szenen, die meist recht amüsanten Charakter haben.

  • T3 - Visuelle Effekte: Nach einer kurzen Einleitung werden an dieser Stelle insgesamt fünf verschiedene Special Effects-Sequenzen aus dem Film analysiert. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich selbst nach Belieben die Special Effects von zwei Szenen auszusuchen. Hier wählt man die gewünschten Special Effects, die man sehen möchte, nach drei verschiedenen Kriterien aus und kann sich anschließend die hierauf zugeschnittene Version der Filmszene ansehen. Die kurzen Special Effects-Szenen, zu denen man die kurzen Making ofs sehen kann, befassen sich mit folgenden Szenen des Films:

    - Kran-Verfolgungsjagd
    - T-X-Körperverwandlung
    - Zukunfts-Szene "Krieg"
    - Crystal Peak
    - C.R.S.-Kommandozentrale

  • Skynet-Datenbank (09:45 min.): Was normalerweise unter der Rubrik "Cast & Crew"-Infos auf DVDs zu finden ist, wurde hier in einer animierten Datenbank versteckt, die verschiedene Informationen über die verschiedenen Terminator-Versione und auch die Charaktere, mit denen diese im Laufe der Zeit zu tun hatten, bereit hält. Vereinzelt findet man hier auch noch Zugriff auf kurze Clips mit Interview-Sequenzen. Auch wenn hier der Informationsgehalt nicht ganz mit der optischen Aufbereitung mithalten kann, so bietet das Datenbank-Design mit seinem bunten Geflimmer und dem ständigen Gepiepse doch einen netten High-Tech-Charme.

  • Terminator - Zeitlinie: Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit... Wer inzwischen den Überblick über die Geschichte des Terminator verloren hat, findet hier in Textform noch einmal die wichtigsten Infos über die Ereignisse der letzten Jahre.

  • Vergleich Storyboard/Endgültige Fassung (03:55 min.): Im Splitscreen-Verfahren wird hier eine kurze Filmsequenz direkt zwischen den Storyboard-Zeichnungen und der fertigen Filmszene verglichen.

  • Dressed to Kill - Die Kostüme im Film (02:12 min.): In diesem kurzen Clip werden die verschiedenen Outfits der wichtigsten Darsteller vorgestellt.

  • T3 Action-Fanartikel (07:04 min.): Weitgehend losgelöst vom Film werden in diesem Clip verschiedene Action-Figuren vorgestellt, die man sich kaufen kann. Interessant ist dies allerdings nur für wirkliche Fans solcher Utensilien.

  • Making of the Video Game: Das Spiel zum Film ist bei heutigen Action-Produktionen ein unverzichtbares Anhängsel mit "Cross-Selling"-Potential. Und so wird hier entsprechend auch fleißig Werbung für das Computerspiel gemacht.

  • Trailer und Teaser zu Terminator 3 (inkl. Game-Trailer) sowie Trailer zu "S.W.A.T.", "3 Engel für Charlie - Volle Power", "Bad Boys 2", "Returner - Kampf um die Zukunft" und "The 6th Day".

Review von Karsten Serck

18.11.2003

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