Die Abenteuer von Indiana Jones - DVD-Movie-Collection

VÖ: 04.11.2003

Einzeltitel

Der Jäger des verlorenen Schatzes
Indiana Jones und der Tempel des Todes
Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

Original

Raiders of the Lost Ark
Indiana Jones and the Temple of Doom
Indiana Jones and the Last Crusade

Studio

Lucasfilms (1981, 1984, 1989)

Anbieter

Paramount Home Entertainment (2003)

Laufzeit

110:36 min. (FSK 16)
113:32 min. (FSK 16)
121:40 min. (FSK 16)

Regie

Steven Spielberg

Darsteller

Harrison Ford, Sean Connery u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

Video: ca. 5.5-6.9 Mbps

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Tschechisch, Dolby Digital 2.0 (192 kbps)
3. Deutsch, Dolby Digital 2.0 (192 kbps)
4. Ungarisch, Dolby Digital 2.0 (192 kbps)

Untertitel

Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch, Tschechisch, Niederländisch, Ungarisch, Polnisch, Türkisch

Verpackung

Digipack

Regionalcode

2

Preis

ca. 49 € (für die komplette Indiana Jones-Box)
Film 

Gerade von einer wissenschaftlichen Exkursion in Peru an den heimischen Lehrstuhl zurückgekehrt, bekommt Indiana Jones (Harrison Ford), Lehrbeauftragter im Fach Archäologie, in "Raiders Of The Lost Ark" (Jäger des verlorenen Schatzes) schon den Auftrag für die nächste Feldarbeit. Die Nazis sind bei Ausgrabungen in Ägypten auf Artefakte gestoßen, die ihnen unter Umständen Hinweise auf den Aufenthaltsort der verschollenen Bundeslade geben. Und dieser Behälter für ein altes Paragrafenwerk, auch bekannt als die Original Zehn Gebote, sind nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht hochinteressant, sondern sollen auch eine geheimnisvolle Kraft in sich bergen, die dem Ganzen eine gewisse kriegswichtige Bedeutung zumisst und folglich nicht in die Hände finsterer Mächte fallen sollten. Professor Jones' Weg führt nach einem kleinen Abstecher im verschneiten Tibet, wo er neben einem für die Suche nicht unwichtigen Kopfstück eines Stabes auch eine alte Jugendliebe (Karen Allen) aufgabelt, nach Nordafrika, wo er neben den vorgenannten Schergen des Nazi-Regimes auch auf seinen alten Rivalen, den Forscher Belloq (Paul Freeman) trifft. Zahlreiche Wagnisse sind zu überstehen und auch nach der tatsächlichen Entdeckung der Lade ist das Abenteuer noch nicht zu Ende, gilt es doch, den Kultgegenstand zu verteidigen beziehungsweise zurück zu erobern, als die Konkurrenz zwischenzeitlich die Oberhand gewinnt.

"Indiana Jones And The Temple Of Doom" (Indiana Jones und der Tempel des Todes) ist chronologisch vor dem Vorgängerfilm angesiedelt, hier findet sich der reisefreudige Professor plötzlich unfreiwillig im fernen Indien wieder, nachdem eine Mission zur Beschaffung eines seltenen Diamanten im noch ferneren China schief gelaufen und mit einem Absturz ihres Fluggerätes geendet hatte. Zusammen mit seinen zwei Begleitern, dem allzu aufgeweckten Waisenknaben Short Round (Ke Huy Quan) und der liebreizenden Nachtclubsängerin Willie (Kate Capshaw), die Indys Nerven bis aufs äußerste strapaziert (ein Zustand der durchaus auf Gegenseitigkeit beruht), muss er sich mit dem Raub dreier seltener Steine und im folgenden mit unappetitlichen Festspeisen, blutrünstigen Ritualen, halsbrecherischen Touren durch das Erdinnere und nicht zuletzt massiven Verstößen gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz auseinandersetzen.

Familienahngelegenheiten stehen in "Indiana Jones And The Last Crusade" (Indiana Jones und der letzte Kreuzzug) im Blickpunkt des Geschehens. Indys Vater Henry Jones Senior (Sean Connery) wurde entführt. Dabei steht das Verbrechen in engem Zusammenhang mit dem Forschungsschwerpunkt des alten Herrn, der Suche nach dem heiligen Gral. Venedig, Berlin und wieder einmal der Norden Afrikas sind nur einige der Stationen auf einer Tour mit geringem Erholungswert, dafür um so mehr actiongeladener Zerstreuung für alle Beteiligten.

   

Also taten sich zwei der erfolgreichsten Macher auf dem Gebiet des populären Hollywoodkinos zusammen, um ein scheinbar dahingesiechtes, vom verblassten Charme alter B-Movie-Zeiten zehrendes Genre, genannt der Abenteuerfilm, zu neuem Leben zu erwecken. Was durchaus in einem Riesenflop hätte enden können zeigte sich als ein Triumph in allen Belangen. Die Herren Lucas und Spielberg fanden sich auf der hellsten Sonnenseite wieder; ihre Geschichten von dem Archäologen und seinen abwechslungsreichen "Forschungsvorhaben" hat aber nicht nur deswegen Kinogeschichte geschrieben, weil die Zuschauermassen und damit das große Geld hereingeströmt kamen, sondern auch, weil ihnen mehr als nur ein modisch aufgepeppter Aufguss alter Rezepte gelungen ist. Ist die Basis von "Indiana Jones" die pure Unterhaltung, wird der Stoff durch spezielle Qualitäten so ergänzt, dass selbst anspruchsvollere Cineastengeschmäcker zufrieden gestellt werden können. Die sehenswerte Aneinanderreihung spektakulärer Budenzaubereien, gewürzt mit einer gesunden Prise Humors und Romantik beiseite, zeichnen sich die Filme gegenüber allen Vorgängern, Nachfolgern und vor allem Nachahmern mit einer besonderen Betonung auf ihre stimmige Atmosphäre aus; die Magie des überlebensgroßen, exotischen Abenteuers, das mehr verspricht (und einhält) als kurzlebiges Sekunden-Entertainment. 
Eine bei aller Monumentalität der Inszenierung auch das kleinste Detail noch liebevoll beachtende Regie; Drehbücher, die bei aller kindlicher Freude am verspielten Staunen die Intelligenz des Zuschauers nie beleidigen; blendend aufgelegte Darsteller und eine stimmungsvolle Musik sind die wesentlichen Grundsteine des Gelingens. 
Allerdings bleibt bei allen drei Teilen durchaus Raum zur Differenzierung. Der erste Film hat das Erfolgsrezept mit dem höchsten Maß an Harmonie verwirklicht. Abgesehen von einem leichten Showeffekte-Exzess bei der Öffnung der Bundeslade, zeigt sich "Raiders Of The Lost Ark" von Anfang bis Ende in einem aus allen stimmungsfördernden Elementen ausgewogenen Mischungsverhältnis. Der Nachfolger legt mit einer der wohl besten ersten halben Stunden der Filmgeschichte, vom atmosphärisch dichten Beginn im Nachtclub bis zum spektakulären Absturz im zentralasiatischen Hochgebirge, einen Traumstart hin, der im Laufe der Folgezeit mit dem einen oder anderen Durchhänger (und auch mit der nervigen Nebenfigur Short Round) versöhnen kann, nicht zuletzt deshalb, weil auch der weitere Verlauf nicht frei von cineastischen Großtaten verbleibt, man erinnere sich nur an den herzallerliebsten Insektentunnel (wie belanglos wirken dagegen die computeranimierten Kerbtiere in aktuelleren Leinwandwerken) oder die atemberaubenden Achterbahnfahrten im Bergwerkstunnel.
Teil drei schließlich enttäuscht ein wenig auf dem Gebiet der Grundstory, die Suche nach dem heiligen Gral wird abgespult wie eine farblose Kopie des ersten Indy-Abenteuers, mit weitaus geringerer Durchschlagskraft, trotz erheblich erhöhtem Budget (aber auch noch so viele Ratten können der quasi parallelen Szene vom Fall in die Schlangengrube in keinem Belang das Wasser reichen). Grund zum Grämen bietet aber auch der letzte Kreuzzug nicht, denn der Film zeigte sich bekanntlich als furioser Rebell gegen den Jugendwahn im Mediengeschäft, führte er doch den Erzeuger des Helden, Dr. Jones Senior ein, kongenial verkörpert durch Sean Connery, der sich in Witz und Stil nicht nur von seiner besten Seite präsentierte, sondern ganz nebenbei auch seine Mitspieler zu spielfreudigen Höchstleistungen trieb - was blieb ihnen auch anderes übrig, musste sich doch gerade Hauptdarsteller Harrison Ford gehörig ran halten, um nicht im Schatten seines Filmvater zur Randfigur zu verkümmern (doch darf vermeldet werden, dass sich seine Mühe absolut gelohnt hat, so humorvoll entspannt wie hier gab er sich selbst in seinen ausgewiesenen Komödienrollen selten).

 

Bild 

Alle drei Indiana Jones-Filme wurden für dieses DVD-Release Frame für Frame restauriert und von Unreinheiten gesäubert. Und so sieht man praktisch kein Staubkorn auf den Filmmastern mehr, welche frei von Hintergrundrauschen oder Dropouts sind. Die Filme sehen wesentlich besser aus als vorherige Veröffentlichungen oder TV-Ausstrahlungen und obwohl mehrere Jahre zwischen den jeweiligen Dreharbeiten liegen, sind bereits die ersten beiden Filme auf nahezu dem gleichen qualitativen Niveau wie "Der letzte Kreuzzug". Vor allem der immense Kontrast und die hohe Farbsättigung fallen deutlich ins Auge. Am eindrucksvollsten zeigt sich hier die Eröffnungssequenz von "Der Tempel des Todes" mit ihren feuerroten Farben, die frei von irgendwelchen Störungen wiedergegeben werden. Außenaufnahmen zeigen sehr kräftige blaue Farben im Himmel, die z.B. gerade am Anfang von "Der letzte Kreuzzug" positiv auffallen. Obgleich viele Szenen auch im Dunkeln spielen, ist die Darstellung von Details in Schatten meist sehr gut. Lediglich einige sehr dunkle Szenen weisen die Tendenz auf, Nuancen zu verschlucken.

Die Kanten- und Detailschärfe der Filme ist gut und sorgt dafür, dass man viele Einzelheiten im Bild erkennen kann. Nichtsdestotrotz fehlt es im obersten Frequenzbereich noch an einem Quentchen mehr Detail zum Prädikat "Rasiermesserscharf", da die Filme im Vergleich zu Referenz-DVDs doch noch etwas Unschärfe besitzen. Der dritte Teil weist stellenweise leichte Doppelkonturen auf, die auf eine künstliche Nachschärfung hindeuten. Augenscheinlich wurde zum Teil auch ein Rauschfilter eingesetzt. Konturen von Gesichtern und Objekten erscheinen bei genauer Betrachtung stellenweise nämlich etwas ausgefranst. Zumindest war der Rauschfilter imstande, das Rauschen auf ein fast unsichtbares Niveau zu eliminieren.

Die Videobitrate der ersten beiden Filme ist überdurchschnittlich hoch. So bietet Indy 1 eine Videobitrate von rund 6.9 Mbps und Indy 2 immerhin noch 6.4 Mbps. Der dritte Teil ist mit einer Videobitrate von rund 5.5 Mbps nur noch durchschnittlich. Obwohl auf den DVDs noch großzügige Reserven vorhanden sind, die für eine geringere Kompression hätten genutzt werden können, zeigt aber keiner der Filme Blockrauschen oder sogar Artefakte.

Für das Alter (immerhin schon mehr als 20 Jahre bei "Jäger des verlorenen Schatzes") ist die Qualität dieser Trilogie außerordentlich gut. Nur wenige Filme aus dieser Zeit bieten ein solch sauberes, kontrastreiches und farbintensives Bild auf DVD. Möglicherweise hätte man hier sogar noch ein wenig mehr rausholen können, doch insgesamt bietet diese DVD-Box eine Bildqualität, die nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre.

 

Ton  (Englisch) 
Ton  (Deutsch) 

Der Ton von allen drei Filmen wurde für die DVD-Veröffentlichung optimiert. Während hier für die englische Originalfassung des Films ein neuer 5.1-Mix produziert wurde, beschränken sich die Verbesserungen der deutschen Synchronfassung auf einen überarbeiteten Dolby Surround-Mix. Lucasfilms sah keine sonderlich große Priorität für die Synchronfassungen, weswegen es auch in anderen europäischen Sprachen wie Französisch oder Italienisch keinen Dolby Digital 5.1-Mix gibt. Systembedingt ergeben sich dadurch Vorteile für den englischen Originalton. Die Lucasfilm-Techniker scheinen bei Ihren Bemühungen um den englischen O-Ton aber auch dessen eingeschränktes Potential erkannt zu haben. Denn von der Anfertigung eines Dolby Digital EX-Mixes hat man Abstand genommen.

Alle drei Filme bieten in der englischen Fassung eine für ihr Alter erstaunliche Dynamik und Klarheit. Richtige Surround-Effekte beschränken sich zumeist auf die Action-Sequenzen. Dafür sorgt aber der intensiv eingesetzte John Williams-Music-Score mit dem bekannten Indiana Jones-Thema vielfach für eine gelungene räumliche Atmosphäre. Naturgemäß sind die ersten beiden Indiana Jones-Filme im Vergleich zu dem etwas jüngeren Indy 3 etwas zaghafter im Surround-Sound, insbesondere der zweite Teil bietet für einen Film aus den frühen achtziger Jahren aber eine bemerkenswerte Dynamik und Sauberkeit im Klang. Die Effektwiedergabe ist allerdings trotz des 5.1-Remix nicht ganz auf dem hohen Niveau heutiger Zeiten anzusiedeln. Dafür sind die wirklichen Surroundeffekte doch zu selten platziert, woran sich mit einfachen Mitteln auch nachträglich nichts ändern lässt. Beeindrucken kann der Mix der ersten beiden Filme dennoch durch den kräftigen Basseinsatz, der für manch kraftvolles kleines Beben sorgt. "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" bietet gegenüber den beiden Vorgängern deutlich mehr Surround-Effekte. Insbesondere in den Action-Szenen gibt es ab der 80. Minute an verschiedenen Stellen (82:20, 91:03 oder 92:43 min.) schöne Sequenzen mit einer prägnanten Split-Surround-Wiedergabe.

Die deutsche Synchro bietet eine geringere Dynamik als der englische O-Ton. Die Basseinlagen sind weitaus weniger kräftig wie die des englischen 5.1-Mixes und systembedingt bietet insbesondere Indiana Jones 3 in der englischen Fassung eine bessere Kanaltrennung. Sofern man die Möglichkeit hat, Dolby Pro Logic II zu nutzen, fallen die Unterschiede bei den ersten beiden Filmen über weite Strecken allerdings nur bei sehr peniblem Hinhören ins Gewicht, da der Surround-Ton die Score-Elemente ähnlich gut wiedergibt und die Effekte hier noch sehr verhalten ausfallen. Bei Indiana Jones 3 fallen die Unterschiede am deutlichsten auf, insbesondere in den lauten Action-Szenen. Hier ist der deutsche Dolby Surround-Mix aber zumindest bei der Wiedergabe über ein Pro Logic II-System auch in der Lage, eindeutig ortbare Surround-Effekte zu reproduzieren. Zwar sind die Unterschiede zwischen dem englischen 5.1-Mix und der deutschen Dolby Surround-Fassung hörbar, aber trotzdem kann man sich auch den deutschen Ton anhören, ohne durch den Sound genervt zu werden. Wer Indy endlich einmal im Original sehen wollte, sollte diese Gelegenheit aber durchaus nutzen.

 

Special Features 

Die Extras zur Indiana Jones-Box findet man alle auf der Bonus-Disc. Die drei DVDs mit den einzelnen Filmen enthalten lediglich den THX-Optimizer mit Testbildern und Testtönen sowie ähnlich wie bereits bei den Star Wars-DVDs einen speziellen Link zur Indiana Jones-Website, auf der man exklusiv als Besitzer der DVD weitere Informationen finden soll. Später soll dieser Link auch dazu genutzt werden, um Neuigkeiten zum in Planung befindlichen Indiana Jones 4-Film zugänglich zu machen.

Die Menüs wurden zum Glück sehr schlicht gestaltet und wirken daher nicht überladen. Auch die Zwischenanimationen verlaufen sehr kurz. Den bei Paramount sonst üblichen Auswahlbildschirm für die verschiedenen Sprachen gibt es bei allen drei DVDs nicht und auch der Copyright-Hinweis erscheint erst am Ende des Films.

Die wirklichen Extras bestehen aus verschiedenen Dokumentationen, die die Geschichte der drei Filme im Rückblick betrachten. Produzent Laurent Bouzerau interviewte hierfür neben George Lucas und Steven Spielberg auch die Darsteller und schenkte dabei neben Harrison Ford insbesondere den weiblichen Nebenrollen viel Aufmerksamkeit. Der Übersicht halber wurden aus diesen Interviews insgesamt drei Making ofs zu den einzelnen Filmen gemacht, eigentlich handelt es sich aber um eine große Dokumentation, die in drei Kapitel unterteilt wurde. Und selbst die kleineren Featurettes passt noch dazu, weil das gesamte Material aus einem Guss ist und fast nahtlos zueinander passt. Auf Spielereien und interaktive Features wurde verzichtet. Und das ist auch durchaus gut so. Denn so kann man sich einfach zurücklehnen und entspannt rund drei Stunden lang das Wichtigste über Indiana Jones erfahren. Dabei kommen auch kleine Nebensächlichkeiten zutage, wie z.B. die Info, dass man sich für die Dreharbeiten u.a. Modelle vom Set für "Das Boot" auslieh. George Lucas und Steven Spielberg schaffen es zum Glück auch, sich selbst nicht zu sehr in den Vordergrund zu drängen und wichtig zu nehmen, so dass hier keine Zeit mit gegenseitigem Schulterklopfen vergeudet wird, sondern wirkliche interessante Geschichten und Anekdoten rund um die drei Filme erzählt werden. Etwas zu überschwänglich wird höchstens Spielbergs laufende Betonung, wie viel Wert er doch in "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" auf die Darstellung der Vater-Sohn-Beziehung gelegt habe, was Spielberg auffällig oft aufgreift.

Die einzelnen kurzen Featurettes setzen kleine Schwerpunkte auf Themen, die in den Making ofs bewusst ein wenig ausgeblendet werden. So erfährt man in den Features "Stunts" sowie "Licht und Magie", wie mit damals noch vergleichsweise simpler Technik doch recht aufwendige Spezialeffekte erzeugt wurden. Die beiden anderen Dokus widmen sich den Soundeffekten und dabei im Musik-Special vor allem mit dem Music Score von John Williams, dessen Indy-Melodie bis heute noch hohen Wiedererkennungswert hat.

Zwar mögen DVD-Boxen wie z.B. zum "Herrn der Ringe" aufwendiger produziert erscheinen als diese doch sehr übersichtliche Box. Doch genau dies ist eben auch die Stärke der DVD: Laurent Bouzerau, der bereits für unzählige DVDs verantwortlich war, gelang es hier, die interessantesten Hintergründe von den Dreharbeiten der drei Indy-Filme in seinen Dokumentationen zu vermitteln. Dabei bekommt man auch immer auf dem Bildschirm die passenden Bilder zu dem zu sehen, über das Lucas, Spielberg oder die anderen Interviewten gerade reden. Hierbei werden dann auch Hintergrundaufnahmen und Screen Tests eingebunden, die z.B. den auch einmal für die Rolle des Indiana Jones vorgesehenen Tom Selleck zeigen. Vielleicht wäre noch für ein paar Deleted Scenes Platz gewesen, doch ansonsten bekommt man von dieser DVD einen sehr weitumfassenden Einblick in die Geschichte der Indiana Jones-Trilogie vermittelt.

Einzelne Dokumentationen der Bonus-DVD:

  • Indiana Jones: Herstellung der Trilogie (127:03 min.):
    - Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes (50:51 min.)
    - Indiana Jones und der Tempel des Todes (41:09 min.)
    - Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (35:03 min.)
  • Featurettes:
    - Die Stunts von Indiana Jones (10:56 min.)
    - Der Sound von Indiana Jones (13:20 min.)
    - Die Musik von Indiana Jones (12:22 min.)
    - Das Licht und die Magie von Indiana Jones (12:20 min.)

Außerdem:

  • Verschiedene Trailer zu allen drei Filmen + Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft - Game Preview

Review von Karsten Serck (Bild, Ton, Special Features) und Tobias Wrany (Film)

28.10.2003

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