Der Name der Rose - Special Edition

Original

The Name of the Rose

Anbieter

Warner Home Video (2004)

Laufzeit

126:04 min. (FSK 16)

Regie

Jean-Jaques Annaud

Darsteller

Sean Connery u.a.

DVD-Typ

2 x DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.17 Mbps (Video: ca. 4.9 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 7.78 / 7.95 GB (97 %)

Bildformat

1,78:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Audio-Kommentar 1 (192 kbps)
4. Audio-Kommentar 2 (192 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch

Regionalcode

2, 5
Inhalt

Der Name der Rose ist mittelalterliche Schauergeschichte und geheimnisvoller Thriller zugleich: Im 14. Jahrhundert besuchen der Franziskanermönch William von Baskerville (Sean Connery) und ein junger Novize (Christian Slater) ein italienisches Kloster, um an einer Konferenz teilzunehmen. Dort erfahren sie, dass mehrere Mönche unter seltsamen Umständen ermordet worden sind. Um die Verbrechen aufzuklären, muss William sich gegen die kirchliche Autorität auflehnen – seine einzigen Waffen im Kampf gegen die Verschwörung der verschwiegenen Klostermönche sind seine Schlagfertigkeit und sein wacher Verstand.

 

Bild 

Die Bildqualität ist auf jeden Fall besser als die der Erstauflage, die mit zu den allerersten DVD-Veröffentlichungen in Deutschland gehörte. Das ist allerdings auch keine große Kunst, denn diese DVD war wirklich grandios schlecht. Wirklich einladend wirkt "Der Name der Rose" aber doch nicht, was zum Teil am Handlungsort des Films liegt, dessen Farbpalette durch Minimalismus geprägt wird. Als Werbefilm für das Klosterleben kommt "Der Name der Rose" mit seinen überwiegend düsteren, grauen Szenen auf keinen Fall in Frage. In der zweiten Hälfte des Films wird das Bild zumindest in einigen durch Feuer erleuchteten Szenen etwas bunter (Kapitel 25). Der Kontrast ist noch passabel, wenn man einmal davon absieht, das viele Details in dunklen Bereichen kaum noch zu erkennen sind. Der Zustand des Masters ist in Anbetracht des Alters noch in Ordnung. Kratzer sieht man schon einmal ab und zu, aber insgesamt wirkt das Bild bis auf das nicht übersehbare Grundrauschen doch noch recht sauber. Die Schärfe ist befriedigend. Für mehr reicht es nicht, denn dafür erscheint die sehr weiche Detaildarstellung doch zu schwach. Nur in wenigen Nahaufnahmen erscheint das Bild wirklich plastisch. Rauschfilter und leichtes Blockrauschen geben dem Bild auch noch eine leichte Unruhe, die sich vor allem bei schnellen Bewegungen bemerkbar macht. 

 

Ton 

Im Vergleich zum Bild bietet der Ton weitaus mehr positive Überraschungen. Denn sieht man einmal davon ab, dass dies kein Film mit grandiosen Effekten ist, so klingt der Dolby Digital 5.1-Upmix doch recht ordentlich. Klingen ältere Filme meist recht dumpf und die Dialoge "tonnig", so ist der Sound von "Der Name der Rose" richtig gut. Der transparent klingende Music Score sorgt sogar für etwas (aber wirklich nur etwas) Räumlichkeit und vereinzelt recht erstaunliche Basseinlagen. Die Stimmwiedergabe ist sehr natürlich und verständlich. Rein qualitativ ist der Sound durchaus auf dem Niveau der heutigen Zeit, allerdings ist "Der Name der Rose" doch überwiegend recht frontlastig und lässt die Surroundlautsprecher nur selten für längere Zeit in Aktion treten.

 

Special Features
  • Audiokommentar von Regisseur Jean-Jaques Annaud (wahlweise in Englisch oder Französisch)

  • Die Abtei des Verbrechens. Umberto Ecos "Der Name der Rose" (43:27 min.): Diese deutsche Dokumentation entstand parallel zu den Dreharbeiten für das deutsche Fernsehen. Der sachliche Ton des Off-Kommentators erscheint für heutige Zeiten, in denen Fernsehen dank des Einflusses des Privat-TV zum Großteil nur Verblödung produziert und Film-Berichterstattung im TV vorwiegend zur PR verkommt, recht ungewohnt und zeigt, wie weit sich selbst die Öffentlich-Rechtlichen Sender in den letzten Jahren verändert haben. Allerdings muss man schon zugestehen, dass der Off-Sprecher nicht wirklich Essentielles zu den vielen Bildern von den Dreharbeiten beiträgt. Die große Schwäche der Dokumentation ist auch, dass das Bildmaterial praktisch nur aus Aufnahmen vom Set besteht, aber nur wenig Interaktion mit dem Film-Team stattfindet. Erst in der zweiten Hälfte sind auch kurze Interview-Sequenzen zu finden. Diese Dokumentation ist auch auf der Single-Disc-DVD-Version des Films zu finden.

  • Multimedia-Fotogalerie mit Jean-Jaques Annaud

  • Trailer

  • Doku "Le Nom de la Rose" (116:23 min.): Diese französische Dokumentation ist etwas neueren Datums und wurde zwar in 16:9 gedreht, hier aber nur im Letter-Box-Format in VHS-Qualität präsentiert. Die Dialoge sind komplett in Französisch und mit deutschen Untertiteln versehen. Die Dokumentation erzählt etwas fundierter die Entstehung des Films auf Basis der Romans von Umberto Eco und die Arbeit von Jean-Jaques Annaud an diesem Projekt. Zu 90% ist diese Dokumentation ein Interview mit dem Regisseur, das von kurzen Film-Ausschnitten und Kommentaren aus dem Off begleitet wird. Außer Annaud kommen nur sehr wenige andere Beteiligte zu Wort. So ist diese Doku recht detailliert und von der Gestaltung ähnlich sachlich-seriös wie die erste Dokumentation.

Review von Karsten Serck

10.08.2004

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