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Butterfly Effect

Kauf-VÖ: 11.02.2005

Original

The Butterfly Effect

Anbieter

Warner Home Video (2005)

Laufzeit

Kinofassung: 108:52 min.
Directors Cut: 114:40 min.

DVD-Typ

2 x DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate 

Kinofassung:
5.56 Mbps (Video: ca. 4.4 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 4.45 / 7.95 GB (55 %)
Director's Cut:
4.80 Mbps (Video: ca. 4.1 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 6.82 / 7.95 GB (86 %)

Bildformat

1,85:1 (anamorph)

Audiokanäle

Kinofassung:
1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 EX (448 kbps)
Director's Cut:
1. Englisch, Dolby Digital 5.1 EX (448 kbps)
2. Audio-Kommentar (192 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch

Regionalcode

2
Film 

Evan Treborn (Ashton Kutcher) hat jedes Zeitgefühl verloren. Schon in seiner Kindheit verschwanden entscheidende Momente seines Lebens im schwarzen Loch seiner Vergesslichkeit. Seine Jugend war bestimmt von mehreren schrecklichen Ereignissen, an die er sich nicht mehr erinnern kann. Nur geisterhafte Erinnerungsfetzen sind ihm geblieben – und gescheiterte Existenzen um ihn herum: seine einstigen Sandkastenfreunde Kayleigh (Amy Smart), Lenny (Elden Henson) und Tommy (William Lee Scott). Schon als Kind wurde Evan ständig von einem Psychologen behandelt, der ihn dazu anhielt, Tagebuch zu führen, um die Alltagsereignisse festzuhalten. Inzwischen studiert Evan, und als er in einem seiner alten Tagebücher blättert, kehrt er plötzlich auf unerklärliche Weise in die Vergangenheit zurück. Er begreift, dass die Notizbücher unter seinem Bett eine Art Zeitmaschine sind, mit der er in seine Vergangenheit reisen und sich seine Erinnerungen zurückholen kann. Doch durch die Auseinandersetzung mit den damaligen Vorfällen fühlt Evan sich nun für das Scheitern seiner Freunde verantwortlich. Das betrifft vor allem seine Jugendfreundin Kayleigh, die er auch als Erwachsener weiter liebt. Evan beschließt, endlich das zu tun, wozu er damals nicht in der Lage war: Bewusst reist er in die Vergangenheit, wobei sein heutiger Verstand in seinem damaligen Kinderkörper steckt. Er will die Geschichte neu schreiben und seinen Freunden die traumatischen Erfahrungen ersparen. Durch die Kursänderung im Lauf der Ereignisse hofft Evan auf einen entsprechenden Wandel der Gegenwart. Doch jedes Mal, wenn Evan in der Vergangenheit etwas ändert, muss er feststellen, dass sein Handeln in der Gegenwart unerwartete und katastrophale Auswirkungen hat. Was er auch versucht – offensichtlich ist es nicht möglich, eine neue Realität zu schaffen, in der Kayleigh
und er „bis an ihr Lebensende glücklich und zufrieden leben“ können.

Ganz voreingenommen kam als Hauptproblem von "Butterfly Effect" zunächst mal die Besetzung der Hauptrolle in Betracht. Immerhin macht sich der Umstand, dass sich Ashtons Kutchers Bekanntheitsgrad im Großen und Ganzen neben der Mitwirkung an einigen flachsinnigen Teenieklamaukfilmchen hauptsächlich auf seine Liason mit Demi Moore stützt, nicht allzu gut im Lebenslauf. So hat der Film dann schon einmal den Vorteil des positiven Überraschens auf seiner Seite, denn der Jungmime agiert über die volle Spielzeit durchaus überzeugend und zeigt, dass er tatsächlich eine Geschichte tragen kann. Eine Geschichte, die sich bemüht, der titelgebenden Theorie vom Flügelschlag eines Schmetterlings am einen und dem durch eine Verkettung diverser Kausalitäten an einem anderen Ende der Welt hervorgerufenen Katastrophe ein spannungsgeladenes Leben einzuhauchen. Was zunächst auch recht gut gelingt, wobei vor allem auch die weibliche Hauptdarstellerin Amy Smart hervorzuheben ist, welche die diversen Niedergänge ihrer Filmfigur ungemein überzeugend präsentiert. Leider hält das Drehbuch aber nicht, was der Anfang verspricht und mit Zunahme der geistigen Eingriffe der Hauptfigur in ihre Vergangenheit bekommt das Ganze eine gewisse Beliebigkeit, die sich letztlich in einem spürbaren Absinken der internen Spannungskurve auswirkt und aus "Butterfly Effect" einen im Ansatz interessanten, aber doch nicht mehr als ganz ordentlichen Unterhaltungsfilm macht.

 

Das 2 DVD-Set besteht sowohl aus der Kinofassung als auch dem rund sechs Minuten längeren "Director's Cut". Dieser befindet sich auf der zweiten DVD. Da es wohl keine deutsche Synchronfassung des Director's Cut gibt, bekommt man als eine Art "PISA-Förderprogramm" den Director's Cut im englischen Original mit Untertiteln präsentiert. Wer damit kein Problem hat, kann im Grunde genommen die erste DVD, die bis auf die normale Kinofassung gar nichts enthält, weiterverkaufen und sich so den Kaufpreis für die DVD zum Teil refinanzieren.

 

Bild 

Das Bild der DVD wirkt recht soft. Das Master hat einen hohen Kontrast, der aber etwas zu hart ausfällt. In dunklen Szenen gibt es nur geringe Helligkeitsabstufungen. Viele Details verschwinden einfach im tiefen Schwarz. Lobenswert sind die extrem kräftigen Farben. Die Farbgebung wird durch sehr poppige Farbtöne dominiert, die teilweise schon etwas zu schrill wirken. Aber die Farbgebung ist andererseits auch sehr wechselhaft: Zum Ausgleich wirken viele Szenen sehr ausgewaschen. Im leichten Maße sind im Master leichte Kratzer zu erkennen, was aber nicht weiter stört. Sowohl der Director's Cut als auch die Kinofassung wurden mit einer sehr niedrigen Bitrate unter 5 Mbps komprimiert. Blockrauschen ist zwar nur in geringem Maße zu sehen. Die erkennbare Filterung des Bildes dürfte aber zur schwachen Detailschärfe mit beigetragen haben.

 

Ton 

Der Sound-Mix von "Butterfly Effect" ist im Suspense-Stil gestaltet und spielt häufig mit schnellen Überraschungs-Effekten, die den Zuschauer überraschen sollen. Auch wenn die DVD zunächst etwas leise klingt, sollte man den Pegel daher anfangs lieber nicht zu hoch aufdrehen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Während der meisten Dialogsequenzen ist der Film sehr frontlastig und gibt auch Umgebungsgeräusche nur dezent wieder. Die Musik wird zwar räumlich wiedergegeben, erklingt aber meist nur sehr dezent. Insgesamt klingt die DVD auch in den Höhen etwas schwach, was die Räumlichkeit einschränkt. Um so mehr überrascht der Film durch stellenweise heftige Dynamiksprünge und eine kräftige Basswiedergabe, die die gut realisierten Schockeffekte aus den Surround-Kanälen effektiv unterstützen.

Die englischen Fassungen auf beiden DVDs sind mit einer Dolby Digital 5.1 EX-Kennung versehen, die auf dem Cover nicht erwähnt wird.

 

Special Features

Wie auch bei vergangenen New Line-Filmen gibt es neben Making of-Material zum Film auf dieser DVD auch ein paar Hintergrund-Infos zu den Themen des Films. Die Extras sind alle im anamorphen 16:9-Format auf DVD, allerdings ist das Bild meist sehr unscharf auf Video-CD-Niveau.

  • Audiokommentar mit den Regisseuren und Drehbuchautoren

  • Hintergrund-Doku: Die Psychologie und Wissenschaft der Chaos-Theorie (08:59 min.)

  • Hintergrund-Doku: Die Geschichte und Faszination von Zeitreisen (13:25 min.)

  • Fact-Track: Englische Untertitel-Spur mit Hintergrund-Infos zum Geschehen auf dem Bildschirm

  • Der kreative Prozess (17:50 min.): Making of

  • Visuelle Effekte (16:06 min.)

  • Storyboard-Galerie (07:10 min.)

  • Nicht verwendete und alternative Szenen inklusive alternativem Ende und Audio-Kommentar (06:17 min.)

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film)

10.02.2005

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