The 13th Flooor

The Thirteenth Floor

Studio

Columbia Pictures / 20th Century Fox (1999)

Verleih

BMG Video (2000)

Laufzeit

96:59 min.

Regie

Josef Rusnak

Darsteller

Craig Bierko, Gretchen Mol, Armin Mueller-Stahl, Vincent D´Onofrio

DVD-Typ

DVD - 9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Audio-Kommentar Josef Rusnak

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

2

Verpackung

Super Jewel Box

Preis

ca. 20-25 EURO
Film  

Wenn Hollywood sich dem Thema Computer annimmt, kommen dabei oft Filme heraus wie "Das Netz", in dem vor allem viel dummes Pseudo High Tech - Gefasel zu hören ist. Mehr als Popcorn-Kino werden wohl auch die wenigsten Zuschauer erwarten, wenn im Abspann der Name von Roland Emmerich, dem Regisseur von so geradlinig auf die Massen ausgerichteten Filmen wie "Independence Day" und "Godzilla" zu lesen ist. Der Name Emmerich dient in diesem Falle aber nur als Hilfe von prominenter Seite, denn mit den bisherigen Emmerich-Werken hat "The Thirteenth Floor" nur wenig zu tun. Der von Emmerich produzierte und vom ebenfalls deutschen Regisseur Josef Rusnak inszenierte Science Fiction - Thriller ist thematisch vielmehr auf der Linie von Alexe Proya´s "Dark City" anzusiedeln. Basierend auf der Story "Simulacron 3" von Daniel F. Galouye erzählt der Film die Geschichte einer jungen Firma, die kurz vor Vollendung ihres größten Projektes steht: Einer täuschend echten Computersimulation, in der ein nahezu perfektes Abbild der realen Welt zu finden ist. Das System funktioniert, wurde aber bisher noch keinem praktischen Versuch unterzogen. Als Testsimulation dient ein kleiner Ausschnitt des Los Angeles der dreißiger Jahre, der Zeit, in der Hannon Fuller, einer der drei Männer, die hinter dem Projekt stehen, aufgewachsen ist. Als Fuller, der gleichzeitig Chef der Firma ist, ermordet wird, gerät der Programmierer Douglas Hall als Hauptverdächtiger ins Auge der Polizei. Er begibt sich selbst in die Welt der Simulation, um dort über das virtuelle Spiegelbild des Ermordeten nähere Informationen über die letzten Stunden in dessen Leben zu erfahren. Doch der zeigt sich nur wenig auskunftsfreudig. Dafür gerät Douglas Hall in das Visier eines misstrauischen Bewohners der virtuellen Welt, der dem Geheimnis seiner armseligen Existenz aus Bits und Bytes auf die Spur gekommen ist. Als Douglas Hall aus der Simulation wieder zurückkehrt, muss aber auch er die Feststellung machen, dass selbst seine gewohnte Umwelt nicht ganz so real ist, wie er es bisher immer geglaubt hat...

Obwohl "The Thirteenth Floor" nicht der erste Film ist, der das Geheimnis einer alternativen Realität zum Thema hat, ist der Film für jeden interessant, der Science Fiction in diesem Stile mag. Sicher, irgendwie ahnt man schon vage, was dem Hauptdarsteller plötzlich bevorsteht. Genauso wie die Schlüsselszene in "Dark City" ist aber auch hier wieder der Moment, in dem die Karten offen auf den Tisch gelegt werden, visuell sehr eindrucksvoll realisiert worden. Leider verläuft gerade das Ende ein wenig schnell und verwirrend, so dass die Auflösung des großen Geheimnisses nicht unbedingt nur für Erhellung sorgt. Auch wenn oft in Kritiken der Vorwurf zu hören war, dass "The Thirteenth Floor" einfach nur die Idee von "The Matrix" abkupfert, so packt dieser Film das Thema allerdings weitaus anspruchsvoller an als der Blockbuster mit Keanu Reeves, der viel zu schnell den interessantesten Aspekt des Filmes verriet und dann nur noch eine Action-Szene auf die nächste folgen ließ, ohne dabei die Story weiter zu entwickeln.

 

Bild  

Die Bildqualität der BMG-DVDs fällt von Film zu Film oft unterschiedlich aus. "The 13th Floor" gehört zu den besseren Exemplaren. Während die US-DVD leicht rauschte, griff man hier offensichtlich zum Rauschfilter, der dieses beseitigte. Darunter leidet allerdings die Detailschärfe ein wenig, was aber in den meisten Szenen wirklich nur das ganz dezent auffällt. Farben und Kontrast hinterlassen einen sehr plastischen und leuchtenden Eindruck. Die Kompression weist stellenweise eine leichte Unruhe auf, ist aber im Großen und Ganzen OK.

 

Ton  

Der Film überzeugt durch eine räumliche Surround-Abmischung mit viel Tempo und Dynamik. Für den guten Klang sorgen vor allem viel Musik und eingestreute akustische Effekte. Der Subwoofer wird auch überzeugend in das Geschehen einbezogen und bietet stellenweise einen nur noch unterschwellig wahrnehmbaren Bass. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass auch die Surround-Lautsprecher mit einer hohen Dynamik aufwarten können.

Special Features  

Bereits die US-DVD bot einen Audio-Kommentar des deutschen Regisseurs Josef Rusnak. Für die Code 2-DVD wurde dieser gleich noch einmal aufgenommen, allerdings in Deutsch. Die anderen Extras unterscheiden sich weitgehend von denen der US-DVD. Die deutschen Extras liegen überwiegend in deutscher Sprache vor und werden von den Filmemachern entsprechend kommentiert:

  • Visual Effects Making of (ca. 20 Minuten)
  • Making of - Featurette (ca. 12 Minuten)
  • Cast & Crew-Infos mit Interviews
  • Musik-Video: "HIM - Join Me"
  • Alternatives Ende
  • Trailer "The 13th Floor" und "Die Mächte des Wahnsinns"

Zum Vergleich die US-DVD:

  • Trailer
  • Talent Info
  • Audio-Kommentar (Englisch)
  • Production Notes
  • Before and after SFX-Gallery: Hier werden die Szenen mit versteckten Tricks "enttarnt"
  • Galerie mit Konzept-Grafiken
  • Musik-Video der Gruppe "The Cardigans"

Review von Karsten Serck

Test - Equipment:
TV Panasonic TX - W32D3F
DVD - Player Pioneer DV-737
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES

05.12.2000