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Der Mann der niemals lebte
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Kauf-VÖ:
20.03.2009
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Original |
Body of Lies
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Anbieter
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Warner Home Video (2008)
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Laufzeit
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ca. 123 min.
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TV-Norm
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PAL
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Bildformat
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2,35:1 (anamorph)
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Spanisch, Dolby Digital 5.1
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Untertitel
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Deutsch, Englisch
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Regionalcode
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2
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Film 90 %
Roger Ferris (Leonardo DiCaprio) ist der beste Mann des US-Geheimdienstes: Er bewährt sich in Situationen, in denen das Leben eines Menschen nicht mehr wert ist als die Information, die man aus ihm herausholt. Bei seinen weltweiten Einsätzen hängt Ferris’ Leben oft von der Stimme am anderen Ende einer abhörsicheren Telefonverbindung ab: Sie gehört dem mit allen Wassern gewaschenen CIA-Agenten Ed Hoffman (Russell Crowe).
Hoffman entwickelt seine Strategie per Laptop im Wohnzimmer eines Einfamilienhauses: Er jagt eine neue Leitfigur der Terrorszene, die den Erdball mit einem Bombenteppich überzieht und dabei selbst dem ausgeklügeltsten Geheimdienst-Network der Welt immer wieder Schnippchen schlägt. Um diesen Terroristen aus der Reserve zu locken, muss Ferris sich in dessen finstere Welt einschleusen. Doch je näher er sich an sein Ziel heranarbeitet, desto deutlicher spürt er: Vertrauen ist ein äußerst gefährlicher Luxus – aber auch seine einzige Chance, diesen Einsatz zu überleben...
Kaum ein Film zeichnete bislang ein solch düsteres Bild vom "War on
Terror" wie Ridley Scotts jüngstes Projekt, welches auf dem Roman
des Washington-Post-Autors David Ignatius basiert. Während Scott in
"Black Hawk Down" den gescheiterten US-Militäreinsatz in Somalia noch
vor ein paar Jahren unter der Ägide von Produzent Jerry Bruckheimer in einem
sehr patriotischen Licht zeigte, lässt er in "Der Mann, der niemals
lebte" kaum ein gutes Haar an der US-Außenpolitik der Bush-Regierung im
Nahen Osten. Die meisten Agenten der CIA werden in diesem Film mindestens ebenso
unsympathisch dargestellt wie die Terroristen und ganz am Ende sind es auch
nicht die Amerikaner, die der Mission zum gewünschten Erfolg verhelfen.
Während Ferris bei seinen Operationen auf Kenntnis von Land, Leuten und
Sprache setzt, um Vertrauen zu gewinnen, agiert der Hardliner Hoffman ohne Rücksicht
auf Verluste wie ein Elefant im Porzellanladen und brüskiert bei seinen teils
ohne Wissen von Ferris initiierten Operationen nicht nur den verbündeten
jordanischen Gemeindienst, sondern opfert auch ohne Skrupel angeworbene lokale
Informanten.
Allerdings ist auch Ferris nicht nur der Saubermann, denn die gründlich
schiefgehende Idee, einen ahnungslosen Architekten als angeblichen Hintermann
eines Sprengstoffanschlags hinzustellen, damit der gesuchte Terroristen-Führer
Al-Saleem mit diesem Kontakt aufnimmt, stammt von Ferris selbst.
Während es Russell Crowe recht einfach gelingt, den unsympathischen Agenten
darzustellen, der das Schlachtfeld in erster Linie nur von Satellitenbildern
kennt, wirkt DiCaprio in seiner Rolle nicht immer vollkommen überzeugend
sondern agiert auch teilweise etwas unlogisch und unvorsichtig für jemanden,
der ein Top-Agent der CIA sein soll.
Der Film malt keine Schwarz-Weiß-Muster und vermeidet Klischees über die
arabische Welt, ist aber weniger ein klassischer Action-Film als ein tiefgründiger
Thriller, dessen Handlung vor allem durch die Dialoge vorangetrieben wird.
Nachdem der Film anfangs etwas zäh anläuft, entwickelt er im stetigen Konflikt
zwischen den gegensätzlichen Charakteren Ferris und Hoffman eine sich
steigernde Eigendynamik und bietet ganz zum Schluss sogar noch einen
interessanten Wendepunkt.
Bild 4/6
Der Film hat im Rahmen der Nachbearbeitung einen recht rauhen Look verpasst
bekommen. Der harte Kontrast sorgt für tiefe Schatten, die dunkle Bildbereiche
in tiefem Schwarz verschwinden lassen. Die leicht ausgewaschenen Farben sind
weitgehend auf erdige Töne reduziert. Während die DVD noch eine recht gute
Kantenschärfe bietet, wirkt der obere Videofrequenzbereich stark reduziert, so
dass nur wenig Detail sichtbar wird. Außerdem erscheinen Konturen häufiger
ausgefranst. Die Kompression arbeitet im Grenzbereich: Artefakte zeigen sich
häufiger in Szenen mit viel Dynamik oder vielen Einzelheiten im Bild. Aber
selbst in nahezu statischen Szenen (26:57 min.) lassen sich zu häufig Artefakte
oder stehende Rauschmuster erkennen.
Ton 4.5/6
Der Mehrkanalmix von "Der Mann der niemals lebte" ist zwar häufig
eher frontlastig. Dennoch bietet der Film auch genügend Musik,
Umgebungsgeräusche und Effekte, die auch auf den Surround-Kanälen deutlich zu
hören sind. Die überwiegend dumpfe und leicht monotone Abmischung verhindert allerdings,
dass sich ein richtig weiträumiger Mehrkanaleindruck entwickelt. Im Bassbereich
wird der Film hingegen bisweilen recht lautstark.
Special Features
- Audiokommentar
- Featurette
- Making Of
- Nicht verwendete Szenen
- Digital Copy (Windows Media mit DRM)
Review von Karsten
Serck 23.03.2009
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