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Die Insel

Kauf-VÖ: 27.01.2006

Original

The Island

Anbieter

Warner Home Video (2006)

Laufzeit

130:24 min.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.38 Mbps (Video: ca. 5.5 Mbps)

Bildformat

2,40:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch

Regionalcode

2, 4, 5
Film 

Ein paar Jährchen in der Zukunft machen sich junge Damen und Herren, deren Namen wie Hommagen an alte Sprechfunkcodes klingen, in nettem Wohnumfeld ein schönes Leben. Und damit das Leben in süßem Saus und müßiggängerischen Braus noch Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft bereit hält, gibt es auch noch die Verheißung einer fernen Insel, auf der noch paradiesischere und vor allem natürliche Zustände herrschen, im Gegensatz zu den künstlichen Traumwelten der geschilderten Gegenwart. Auf die harte Tour erfahren Lincoln (Ewan McGregor) und Jordan (Scarlett Johansson), dann allerdings die ungemütliche Wahrheit, dass es mit den versprochenen Verheißungen doch nichts wird, sie vielmehr als geklonte Luxusersatzteillager dienen. Etwas vergräzt ob dieser Neuigkeit, beschließen die beiden den Ausstieg aus der Gesellschaft, was aber nicht ganz unproblematisch ist, immerhin sollen die beiden ihren Herstellungszweck erfüllen und so sind sie fortan verfolgt von Jägermeister Laurent (Djimon Hounsou) und seinen Schergen.

"The Island" hat einen ganz soliden Start, zumindest für alle, die ein gewisses Faible für pessimistische Zukunftsutopien haben. Und auch wenn das Ganze nicht ganz die Intensität von Klassikern des Genres, wie "Soylent Green" hat und manchmal ein wenig wie ein aufgemotztes lockeres Remake von "Logan's Run" wirkt, ist man doch froh mal eine Unterhaltungsgroßproduktion mit ein wenig Substanz vorgesetzt zu bekommen. Immerhin hat man ja auch noch Darsteller im Programm, die sich im allgemeinen durchaus in ernsthaften Sujets zu Hause fühlen.
Fatalerweise muss allerdings irgendjemand Regisseur Michael Bay daran erinnert haben, womit er es denn in den letzten Jahren in Hollywood zu Ruhm und Reichtum gebracht hat. Folglich stürzt sich das Werk mit zunehmender Spieldauer in immer spektakulärere und lärmigere Actionsequenzen - durchaus ansehnlich in ihrer bunten Übertreibung und auch ohne den menschenverachtenden Zynismus eines "Bad Boys 2"; aber bei allem unterhaltsamen Schauelement: Stil und Tiefe werden auf diese Weise mit allzu leichter Hand rasch hinweggespült. Was bleibt, ist ein etwas überlanges Spektakel, überwiegend sehenswert, aber weit weniger im Gedächtnis nachwirkend, als die Ausgangslage versprochen hatte.

 

Bild 

Beim ersten Blick auf die DVD mag man vielleicht zunächst ungläubig befürchten, eine Raubkopie angedreht bekommen zu haben. Doch ebenso wie zuletzt bei "Bad Boys 2" ist auch bei Michael Bays "The Island" die extrem starke optische Verfremdung des Bildes volle Absicht. Das Filmmaterial ist recht grobkörnig und weist einen sehr harten Kontrast auf. Zum Glück wirkt das Bild aber nicht so verwaschen wie z.B. das von Steven Spielbergs "Minority Report", dem "The Island" von der Optik ansonsten durchaus ähnlich erscheint. Die Farben sind auch recht kräftig, allerdings mit einem deutlichen Farbstich versehen, der stark Blau und Grün betont. Gesichter wirken meist unnatürlich gelb-orange. Die Kantenschärfe ist gut. Da das Bild aber nicht ebenso deutlich die Details zeigt, ist es durchaus vorstellbar, dass hier lediglich nachgeschärft wurde. Die Videobitrate ist mit rund 5.5 Mbps im Mittel zwar überdurchschnittlich, angesichts des körnigen Filmmaterials aber noch nicht ausreichend hoch, um das Bild wirklich fehlerfrei darstellen zu können. Das gesamte Bild wirkt selbst in Szenen ohne viel Bewegung immer leicht unruhig und auch Artefakte zeichnen sich häufiger an Konturen sichtbar ab.

 

Ton 

"The Island" bietet einen extrem guten Music Score, der von Anfang bis Ende eigentlich immer deutlich präsent ist und räumlich gut wiedergegeben wird. Auch die Effektwiedergabe ist gut gelungen. Nicht nur bei den Film-Szenen mit Brachial-Action donnert es laut aus den Surround-Kanälen, sondern selbst einfachere Umgebungsgeräusche sind gut zu hören. Der Film bietet eine hohe Dynamik mit kräftigen Bässen, ansonsten aber nur eine vergleichsweise bescheidene Klangqualität mit einer schwachen Höhenwiedergabe. Trotz grandioser Surround-Kulissen klingt die DVD häufig recht muffig und teilweise auch monoton. 

 

Special Features
  • Making Of
  • Audiokommentar: ROM-Link zum Kommentar des Regisseurs Michael Bay

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Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film)

24.01.2006

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