Star Wars - Episode III - Die Rache der Sith

Kauf-VÖ: 31.10.2005

Original

Star Wars - Episode III - Revenge of the Sith

Anbieter

20th Century Fox Home Entertainment (2005)

Laufzeit

134:20 min.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.88 Mbps (Video: ca. 5.7 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 7.47 / 7.95 GB (93 %)

Bildformat

2,40:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 EX (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 EX (384 kbps)
3. Audio-Kommentar (192 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch, Türkisch

Regionalcode

2
Film 

Langsam aber sicher geht die alte Republik endgültig den Bach runter und das auch noch unter tätiger Mithilfe ihrer obersten Führungskraft, Senator Palpatines. Mit einem veritablen Doppelleben gesegnet, macht er dabei den Jedis erst ihre hoffnungsvolle Nachwuchskraft Anakin Skywalker abspenstig, ehe er den Orden der weisen und gerechten Ritter auf recht radikale Weise vollständig auflöst. Bis die ganze Aufregung vorbei ist und sich die überlebenden Mitglieder der Elitekämpfer ihre wohlverdienten Kuraufenthalte, wahlweise Meditation in der Wüste oder Schlammpackungen auf Sumpfplaneten, antreten können, oder besser gesagt müssen, hat es jedenfalls so einiges zu tun gegeben, wie Schlachten schlagen, Intrigen (ent)spinnen oder Duelle ausfechten. Die schlechtesten Karten hat dabei die aufstrebende Jungpolitikerin Amidala erwischt, neben umsturzbedingtem Jobverlust und Schwangerschaft macht ihr vor allem der verschärfte Beziehungsknatsch mit ihrem allerliebsten Anakin schwer zu schaffen und beweist, dass ein gebrochenes Herz durchaus zu handfesten medizinischen Komplikationen führen kann, vor dem auch der versierteste Medi-Droid kapitulieren muss.

Man darf George Lucas zumindest nicht nachsagen, er hielte seine Versprechen nicht ein. Zumindest was den Inhalt vom dritten und abschließenden Prequel der Star Wars Saga angeht, ist dieses tatsächlich um eine ganze Ecke düsterer und erwachsener ausgefallen, als seine beiden Vorläufer. Neben dem bekannt und bewährt hohen tricktechnischen Niveau wären damit jedoch auch schon die wesentlichen Stärken des Films genannt, der sich seinen Status als cineastisches "Größtwerk" allerdings insofern redlich verdient hat.
Doch obwohl die Darsteller dieses mal ein wenig besser zur Geltung kommen, vor allem Hayden Christensen darf hier und da zumindest andeuten, dass er durchaus ein Schauspieler und nicht nur Träger trotziger Gesichtsausdrücke, wie in der vorangegangenen Episode ist und die Handlung durch die angesprochene abgedunkelte Atmosphäre geringfügig an Substanz gewinnt, bleibt nachdem die letzte Fanfare des Abspanns verklungen ist, als Haupteindruck bestehen, soeben lediglich eine ebenso perfekte, wie gigantische Materialschlacht geschlagen zu haben, die gewiss alle Konkurrenten im visuell-akustischen Bereich locker in die Tasche steckt, dem es an menschlichem (oder sonstigem organischen / anorganischen Lebens)-Gefühl aber erheblich mangelt. Die Liebesszenen, diesmal leider nicht mehr durch unfreiwilligen Humor abgemildert, wirken in ihrer aseptischen Ausführung noch peinlicher als beim letzten Mal. Und das der gute Anakin mit der Gesamtsituation nicht wirklich zufrieden ist, nimmt man ihm ohne weiteres ab, weshalb er aber gleich zum kindermordenden Adepten der dunklen Machtseite mutiert (immerhin eine nicht unwesentliche Wendung der Gesamtgeschichte) bleibt nach der Umsetzung des Drehbuchs irgendwie schleierhaft. Im Zuge ausgleichender Gerechtigkeit werden aber auch die "Guten" vom Buch ebenfalls recht stiefmütterlich behandelt und bleiben darob trotz eines Ewan McGregor, der sich schließlich mit einer gewissen humorvollen Gelassenheit in seine Rolle als Obi-Wan gefunden hat, durch die Bank eher blass.
Als versöhnliches Schlusswort sollte aber erwähnt werden, dass der dritte alles in allem tatsächlich auch der beste Teil der vorgeschichtlichen Trilogie ist; auf einen direkten Vergleich mit den Ursprungswerken wird an dieser Stelle jedoch höflicherweise verzichtet.

 

Bild 

"Episode III - Die Rache der Sith" bildet den Abschluss der Star Wars-Saga und ist vor allem wieder ein Meisterwerk der digitalen Tricktechnik geworden. Mit dem Computer erschufen George Lucas und sein Team üppige Bilderwelten, die in fast jeder einzelnen Sekunde des Films einen visuellen Overkill vermitteln. Wie bereits bei "Episode II" wurde auch bei "Episode III" ein digitaler Transfer verwendet. Die Stärke liegen im absoluten Fehlen von Rauschen oder Kratzern, womit dieses Master auch eine nahezu perfekte Grundlage für die MPEG2-Kompression darstellt. Die Datenreduzierung ist aufgrund einer Videobitrate von im Schnitt wesentlich mehr als 5 Mbps entsprechend auch praktisch gar nicht im Bild durch Störungen zu erkennen. Der Kontrast ist sehr hoch und auch die Farben wirken sehr üppig. 

Trotz aller Verbesserungen in der Digitaltechnik, die in feinen Nuancen zwischen Episode II und Episode III zu erkennen sind, wirken die digitalen Bilder aber immer noch vielfach sehr künstlich und auch nicht übermäßig detailscharf. Gerade bei Bewegungen treten häufiger Unschärfen auf und immer wieder hat man auch den Eindruck, dass bewusst mit dem Weichzeichner gearbeitet wurde, um die Unterschiede zwischen den realen Aufnahmen der Darsteller und den digitalen Effekten nicht zu überdeutlich erscheinen zu lassen. Das ist allerdings auch mehr eine Eigenart des Films an sich. Die DVD-Umsetzung von "Episode III" hätte aber mit Sicherheit kaum besser ausfallen können, zumal die Kapazität der DVD wirklich nahezu vollständig ausgenutzt wurde.

 

Ton 

"Episode III" erweist sich bereits von Anfang an wieder als eine kreative Spielwiese der Tontechniker des Lucasfilms-Imperiums. Beinahe selbstverständlich ist, dass auch diesmal wieder "Dolby Digital 5.1 EX" zum Einsatz kommt. Und da Dolby und Lucasfilms eine beinahe unzertrennliche Einheit bilden, gibt es auf dieser DVD auch keinen DTS-Track. Klang-Perfektionisten dürften sich auch etwas daran stören, dass der deutsche Dolby Digital-Audio-Track nur mit einer Bitrate von 384 kbps encoded wurde. Bedauerlicherweise gibt es zudem sehr harte User Prohibitions, die ein direktes Umschalten zwischen den Tonspuren und den Untertiteln unterbinden. 

Soundtechnisch werden bei "Episode III" wieder sämtliche Register gezogen. Nur wenige Filme bieten so viele Effekte wie die Star Wars-Saga von George Lucas. Auch wenn nicht wirklich sämtliche gebotenen Möglichkeiten genutzt werden: In fast jeder Szene des Films ist immer irgendetwas aus den hinteren Kanälen zu hören und der obligatorische John Wiliams-Score bildet hierzu die perfekte räumliche Abrundung. Auch klanglich kann die DVD vollauf überzeugen. Dies gilt insbesondere für die brachiale Tiefbasswiedergabe. Selbst in ruhigen Szenen macht sich das sonore Grollen des Subwoofers immer wieder deutlich bemerkbar. Sofern er auch praktisch genutzt werden kann, sorgt der zusätzliche hintere Center mit seiner EX-Wiedergabe für ein nochmals nuancierteres Klangbild mit einer guten Aufteilung der Effekte auf die hinteren Lautsprecher.

 

Special Features
  • Audio-Kommentar mit George Lucas, Rick McCallum, Rob Coleman, John Knoll und Roger Guyett
  • Dokumentation "Innerhalb einer Minute: Making of Episode III"
  • "Der Auserwählte"-Doku über Anakins Verwandlung in Darth Vader
  • "Alles echt - Die Stunts aus Episode III"
  • 15 Episoden der "Making Episode III"-Web-Dokumentation
  • Sechs Deleted Scenes mit Einleitungen von George Lucas und Rick McCallum
  • "A Hero falls"-Musikvideo mit John Williams-Song "Battle of the Heroes"
  • Teaser und Trailer sowie 15 TV-Spots
  • Kinoplakate und Werbekampagnen aus aller Welt
  • Fotogalerie mit bisher nie veröffentlichten Produktionsbildern
  • Zugang zur Xbox-Demo mit zwei Levels von "Star Wars Battlefront II" sowie Trailern zu "Star Wars Battlefront II" und "Star Wars Empire At War"
  • DVD-ROM-Internet-Link zu exklusiven Star Wars-Inhalten

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film) 30.10.2005

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