Aviator

Kauf-VÖ: 09.06.2005

Anbieter

Buena Vista Home Entertainment (2005)

Laufzeit

163:05 min. (FSK 12)

DVD-Typ

2 x DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

5.96 Mbps (Video: ca. 4.6 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 7.20 / 7.95 GB (90 %)

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Audio-Deskription (Englisch) (192 kbps)
4. Audio-Kommentar (96 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch

Regionalcode

2
Film 

Howard Hughes (Leonardo DiCaprio) ist mit Anfang Zwanzig schon dort, wo die meisten anderen auch nach einem langen Berufsleben nur vergeblich versucht haben   hinzugelangen. Doch der junge Mann ruht sich auf seinen ererbten Millionen nicht aus, sondern sucht sich neue Herausforderungen. Und die finden sich sowohl in der Luft, als auch auf der Erde, wenn auch in deren mit Goldstaub überpudertem Bereich: Im Hollywood der goldenen 30er und 40er Jahre. Als Produzent kommt Hughes Filmgöttinnen wie Jean Harlow (Gwen Stefani), Katherine Hepburn (Cate Blanchett) oder Ava Gradner (Kate Beckinsale) nicht nur beruflich nahe. Daneben treibt er aber auch mit gewagten Innovationen das Geschäft mit der Luftfahrt voran, wobei er sich aber nicht auf den sicheren Bereich hinter den Schreib- und Zeichentischen des "Bodenpersonals" beschränkt, sondern selbst waghalsig das luftige Terrain erobert. Trotzdem bleiben Rückschläge nicht aus, sowohl auf beruflichem, wie privatem Gebiet, wobei ihm auch zunehmende Phobien das Zusammenleben mit seinen Mitmenschen immer mehr Hürden entgegenstellen.

Nach dem Großstadtdrama ("Taxi Driver", "Mean Streets") und dem Mafiaepos ("Goodfellas", "Casino") scheint Martin Scorsese seinen neuen Schwerpunkt im Historienpanorama zu suchen. Wie allerdings schon in dem nur in Teilaspekten überzeugenden "Gangs Of New York", kann auch der "Aviator" nicht vollends an alte Großtaten des Regisseurs anknüpfen. Die hatten einfach mehr psychologische und vor allem erzählerische Dichte, die selbst aus beiläufigen Randszenen eindringliche Kinomomente zu schaffen wussten.
"The Aviator" glänzt, bei erzählerischem Mittelmaß, aber zumindest durchweg mit überdimensionalen Bildern, die schon von ihrer überwältigenden Bildsprache her die Stimmungslage sowohl der Hauptfigur Howard Hughes, als auch der glamourösen Hollywoodära perfekt wiederspiegeln.
Als menschliches Drama bleibt das Werk dagegen auf Distanz, ganz anders als Scorseses Meisterstück auf biografischem Gebiet, dem Box-Klassiker "Raging Bull" (Wie ein wilder Stier); was aber im übrigen nicht dem Hauptdarsteller anzulasten ist. Leonardo DiCaprio passt genau zum Format seiner Figur, dieser Mischung aus noch jungenhaftem Charme und von inneren Dämonen getriebener Besessenheit. Und auch seine Mitdarsteller sind überwiegend solide besetzt, wobei sich (schon wieder) Cate Blanchett schauspielerisch in den Vordergrund schieben kann.

 

Bild 

Das Master ist frei von Störungen wie Kratzern. Die Körnigkeit des Filmmaterials wurde durch Filter nahezu vollständig eliminiert. Ebenso wurde damit gleichzeitig auch eine Menge Detail genommen. Die Bildschärfe ist gering und Konturen erscheinen meist recht matschig. Dennoch erscheint das Bild noch recht plastisch. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die eine Rückschau in die Vergangenheit zeigen, wurde das Bild nicht per Computer auf alt getrimmt, sondern bietet einen sehr hohen Kontrast mit einem sehr guten Schwarzwert und kräftigen Farben. Diese sind teilweise so poppig-bunt, dass es schon schmerzt, aber insgesamt erscheint das Bild bis auf die dürftige Schärfe doch noch recht gefällig. Aufgrund der Überlänge des Films von annähernd drei Stunden liegt die Videobitrate im Schnitt bei gerade einmal 4.6 Mbps, was allerdings angesichts der Umstände noch recht gut ist, da zumindest die Kapazität der DVD weitgehend, wenn auch nicht ganz ausgenutzt wurde. Blockrauschen ist nur in minimalem Maße zu beobachten, die meisten sichtbaren Störungen im Bild sind eher auf Rauschfilter-Artefakte zurückzuführen, ohne die die Bildbewertung etwas besser ausgefallen wäre.

 

Ton 

Ebenso wie die Projekte des Howard Hughes zelebriert auch der Soundtrack immer einen gewissen Gigantismus. Ob es die schwere orchestrale Musik ist oder die heftigen Explosionen nach dem Flugzeug-Absturz von Howard Hughes - der Soundmix begleitet die dramatischen Szenen immer mit viel Dynamik und einer sehr räumlichen Abmischung mit viel Weite. Das Klangfeld ist sehr lebendig und klingt gleichzeitig sehr gut. Über längere Strecken bleibt der Film zwar auch immer wieder stiller, dennoch weiß der Soundtrack insgesamt gut zu gefallen.

 

Special Features
  • Audio-Kommentar von Regisseur Martin Scorsese

  • Zusätzliche Szene

  • Leben ohne Grenzen - das Making Of von AVIATOR

  • Wie Howard Hughes die Luftfahrt revolutionierte

  • Moderne Wunder: Howard Hughes - Eine Dokumentation des US-History Channel

  • Die Obsession von Howard Hughes

  • Ein persönliches Gespräch der Filmemacher & Stars mit der Witwe von Howard Hughes'

  • Ein Abend mit Leonardo DiCaprio und Alan Alda

  • Blick hinter die Kulissen eines Oscar®-gekrönten Meisterwerks:
    - Höhenflüge: Die visuellen Effekte in AVIATOR
    - Die Ausstattung von AVIATOR: Die Arbeit von Star-Filmdesigner und Oscar®-Preisträger Dante Ferretti
    - Noble Roben: Oscar®-prämierte Kostüme von Sandy Powell
    - Hollywood Glamour: Makeup und Frisuren in AVIATOR
    - Epische Filmmusik: Kompositionen von Oscar®-Preisträger Howard Shore
    - Eine musikalische Familie: Loudon, Rufus und Martha Wainwright

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film)

09.06.2005

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