Ted

Original

Ted

Anbieter

Universal Pictures Video

Laufzeit

ca. 106 min.

Bildformat

1,85:1 

Audiokanäle

DTS HD Master Audio 5.1 - Englisch
DTS 5.1 - Deutsch u.a.

Untertitel

Deutsch, Englisch u.a.

Regionalcode

A,B,C

VÖ-Termin

06.12.2012

Film  85 %

John Bennet (Mark Wahlberg) hat einen Teddybär, den er über alles liebt. Das Besondere an Ted: Er kann sprechen, fährt (mehr schlecht als recht) Auto, raucht Hasch und feiert am liebsten Parties mit John. Das gefällt Johns Freundin Lori (Mila Kunis) überhaupt nicht. Nach vier Jahren Beziehung erwartet sie von John, endlich erwachsen zu werden und sich von Ted zu trennen…

"Ted", das Kinodebüt von "Family Guy"-Erfinder Seth MacFarlane, bietet den gleichen derben Humor, den man aus der Fox Comedy-Serie kennt. Und da MacFarlane persönlich in der englischen Originalversion dem plüschigen Ted seine prägnante Stimme verlieh, die man durch den Hund Brian und viele weitere "Family Guy"-Figuren bereits gewohnt ist, bedarf es nur wenig Überzeugungsarbeit, um dem Zuschauer die Illusion von "Ted" als echtem Lebewesen zu vermitteln.

Die vielen Gags dürften auf jeden Fall Fans der Serie gut gefallen - neben MacFarlane haben auch zwei Autoren von "Family Guy" am Script für den Kinofilm mitgearbeitet. Recht gelungen ist auch die liebevolle Einbeziehung von vielen Elementen der Popkultur der letzten 30 Jahre in die Handlung. Tabus gibt es keine. Selbst die Anschläge des 11. September werden für Witze genutzt. Den nötigen Galgenhumor bringen MacFarlane und Mark Wahlberg aus ihrer eigenen Lebensgeschichte mit: Am 11. September waren beide ursprünglich selbst auf den "American Airlines"-Flug 11 gebucht, der später in das "World Trade Center" gesteuert wurde.

Zwar macht sich MacFarlane im Film über eine Menge Prominenter lustig und insbesondere an Kollegen wie Adam Sandler wird hämisch ausgeteilt. Gleichzeitig bietet der Film aber eine großartige Bühne für etwas aus dem Rampenlicht geratene Stars wie Tom Skerrit (Alien) und Sam J. Jones (Flash Gordon) in kleinen Nebenrollen.

Die schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller Mark Wahlberg und Mila Kunis bleiben etwas im Schatten des animierten Filmhelden Ted zurück da man den Gesichtern der Darsteller häufig ansieht dass sie nicht mit einem echten Lebewesen reden sondern einem Unsichtbaren, der erst später im Computer entstanden ist. Das fällt insbesondere in den ernsteren Momenten des Films auf.

Auf die romantische Rahmenhandlung, die zu sehr dem 08/15-Schema entspricht, hätte man auch durchaus verzichten können, da sie das Tempo der Gags etwas entschleunigt und der Film hätte wohl durchaus noch besser werden können wenn John seine Lori einfach mal auf den Mond geschossen hätte. Irgendwie erscheint diese Rahmenhandlung vor allem ein Zugeständnis an das Studio zu sein, welches den Film wahrscheinlich für ein weibliches Publikum kompatibler machen wollte. Denn die vielen Gags kommen zwar gut an, aber selbst in den 20 Minuten langen "Family Guy"-Episoden wurden spannendere Geschichten erzählt.

"Ted" ist dennoch bis in den Abspann hinein so witzig wie nur wenige Komödien, deren beste Momente man oft schon im Trailer gesehen hat. Es vergeht kaum eine Minuten ohne originelle Gags, die manch einem Zuschauer zwar etwas zu zotig sein dürften, aber meist so clever in die Handlung integriert wurden, dass eine zahmere Gangart dem Humor nur geschadet hätte.

Eine Fortsetzung von "Ted" ist bereits in Planung.

 

Bild  84 %

"Ted" wurde mit HD-Video-Kameras gedreht und bietet auch einen sehr Video-typischen Kontrast. Übermäßig sauber ist das Bild nicht. In dunkleren Bildbereichen zeigt sich häufiger Videorauschen. In Schatten wirkt das Bild sehr dunkel und zeigt auch nur wenig Feinzeichnung. Dadurch wirkt vieles im Bild selbst bei Tageslichtaufnahmen oft wie ein einzige schwarze Fläche. Die schmutzigen Farben sind zumeist etwas rotstichig aber auch blau wird immer wider etwas überbetont. Der Großteil der Mängel geht auf das Konto der digitalen Postproduktion: Die meisten "Deleted Scenes" zeigen im Vergleich deutlich bessere Farben und Kontrast. Der große Pluspunkt der Blu-ray Disc ist aber die hohe Bildschärfe die konstant auf einem sehr hohen Niveau ist. Sowohl Konturen als auch Details werden sehr scharf wiedergegeben.

 

Ton  80 %

Der Mehrkanalmix ist sehr unauffällig. "Ted" ist vor allem ein Dialogfilm und Musik und Effekte gibt es kaum. Wenn ab und zu doch einmal die Surround-Kanäle in Aktion treten so gelingt dies aber leider auch nicht sehr überzeugend, da z.B. die kurzen Musikeinspieler recht monoton klingen und auch nur eine Dynamik auf TV-Niveau bieten. Die nachträglich angefertigten deutschen Synchronfassungen mit bayerischem und berliner Dialekt haben ihren Weg übrigens nicht auf die Blu-ray Disc gefunden. Diese verkauft Universal nur auf zwei speziellen DVD-Sondereditionen. So braucht man sich aber auch keine Gedanken machen, wieso überhaupt ein sprechender Teddy-Bär aus Boston mit berliner oder bayereischem Dialekt sprechen sollte.

 

Special Features
  • Unveröffentlichte Szenen
  • Alternative Szenen
  • Gag Reel
  • Ted : Das Making-of :
    - Ein Typ, ein Mädchen, ein Teddybär
    - Es live machen
    - Ein McFarlane Set
    - Ein Teddybär-Handgemenge
  • Filmkommentar mit dem Regiesseur/Koautor Seth McFarlane, Koautor Alec Sulkin und dem Hauptdarsteller Mark Wahlberg

Review von Karsten Serck 20.12.2012

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