Extrem laut und unglaublich nah

Original

Extremely Loud and Incredibly Close

Anbieter

Warner Home Video (2012)

Laufzeit

ca. 129 min.

Bildformat

2,40:1 

Audiokanäle

DTS HD Master Audio 5.1 - Englisch
Dolby Digital 5.1 - Deutsch u.a.

Untertitel

Deutsch, Englisch u.a.

Regionalcode

A,B,C

VÖ-Termin

22.06.2012

Film  70 %

Inszeniert nach dem gleichnamigen Bestseller von Jonathan Safran Foer, erzählt "Extrem Laut und Unglaublich Nah" die Geschichte des außergewöhnlichen Oskar Schell. Der elfjährige Junge findet eines Tages einen geheimnisvollen Schlüssel seines Vaters, der bei den Anschlägen des 11. Septembers umgekommen ist und begibt sich daraufhin auf eine nicht alltägliche Suche durch die fünf Stadtbezirke von New York. Bei seinen ungewöhnlichen Streifzügen begegnet er den unterschiedlichsten Menschen, die alle sehr persönliche Überlebensstrategien entwickelt haben. Seine Suche endet schließlich dort, wo sie begonnen hat, doch die vielen liebevollen Begegnungen geben Oskar Halt und Trost, um das Geschehene zu verarbeiten und seine Angst vor der lauten und teilweise auch gefährlichen Welt zu überwinden...

Die Romanvorlage von Jonathan Safran Foer war zu recht hoch gelobt worden. Bei der Umsetzung in bewegte Bilder zeigt sich jedoch einmal mehr, dass die Grenze zwischen anrührenden und rührseligen Momenten hauchdünn ist. Auf jeden Fall ist den Produktivkräften hinter dem Film aber natürlich zugute zu halten, dass „Extremely Loud…“ kein sentimentales Melodram geworden ist, was unter weniger fähiger Anleitung leicht der Fall gewesen sein könnte. Aufgrund der interessanten Geschichte und der guten Darsteller, gibt es auch immer wieder starke Szenen, aber eben auch Passagen, die eher in Richtung gepflegte Langeweile tendieren.

 

Bild  90 %

Die Blu-ray Disc bietet eine sehr detailscharfe und plastische Optik im Cinemascope-Format. Fast jede Szene des Films zeigt eine nahezu perfekte Kanten- und Detailschärfe. Eine Ausnahme bilden lediglich einige kurze Sequenzen in "Tilt Shift"-Optik, bei der der Hintergrund bewusst unscharf gestellt wurde um durch die reduzierte Tiefenschärfe einen Miniatur-Effekt zu erreichen. Der Kontrast ist überwiegend gut bis sehr gut und zeigt eine gute Tiefenwirkung. Allerdings ist das Bild insgesamt auch ein wenig dunkel was aber in erster Linie nur aufgrund der etwas harten Schatten in dunklen Szenen auffällt. Die Farben neigen zu einer Überbetonung von Rot- und Grüntönen, wirken aber dennoch verhältnismäßig natürlich. Bei schnelleren Bewegungen sind leichte stehende Rauschmuster zu erkennen, die auf eine dezente Filterung hindeuten. Das dürfte aber lediglich auf sehr großen Bildschirmen oder der Wiedergabe auf einem Videoprojektor auffallen.

 

Ton 83 %

Während der Film überwiegend durch die Dialoge aus dem Centerbereich dominiert wird und nur wenige Umgebungsgeräusche präsentiert sorgt zumindest der sehr weiträumige Music Score in einzigen Szenen für eine sehr atmosphärische Untermalung der Handlung. Die Stärken liegen vor allem in der transparenten Hochtonwiedergabe, die den Klängen aus den Surround-Lautsprechern viel Brillanz verleiht. Im Bassbereich fällt der Mehrkanalmix hingegen nur selten durch Aktivität auf.

 

Special Features
  • MAKING-OF EXTREM LAUT UND UNGLAUBLICH NAH Tom Hanks, Sandra Bullock, Regisseur Stephen Daldry und andere sprechen über die künstlerische Herausforderung, den Romanbestseller in die gefeierte Kinoversion zu übersetzen.
  • AUF DER SUCHE NACH OSKAR Der junge Nachwuchsschauspieler und Hauptdarsteller Thomas Horn hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei seinen preisgekrönten Kollegen und dem Regisseur.
  • ZEHN JAHRE SPÄTER
    Die Filmemacher, Familienmitglieder eines der Opfer vom 11. September und Freiwillige der Organisation Tuesday’s Children sprechen über die außergewöhnliche Geschichte eines der Fotos an der Gedächtnismauer.
  • MAX VON SYDOW: DIALOGE MIT DEM UNTERMIETER
    Die aufschlussreiche Dokumentation des Sohnes von Oscar®-Kandidat Max von Sydow konzentriert sich auf die mitreißende Darstellung seines Vaters, die Zusammenarbeit mit Regisseur Stephen Daldry und die Freundschaft zwischen dem Schauspieler und seinem jungen Leinwandpartner.

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film) 27.06.2012

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