Fair Game

Original

Fair Game

Anbieter

Universal Pictures Video (2011)

Laufzeit

ca. 108 min.

Bildformat

2,35:1 

Audiokanäle

DTS HD Master Audio 5.1 - Deutsch/Englisch

Untertitel

Englisch, Deutsch

Regionalcode

B

VÖ-Termin

28.04.2011
Film  80 %

Valerie Plames (Naomi Watts) Leben könnte nicht perfekter sein: Sie ist glücklich verheiratet mit Joe (Sean Penn), hat zwei entzückende Kinder und einen sicheren Job bei einer US-Behörde. Nicht einmal ihre engsten Freunde ahnen, dass Valerie ein Doppelleben als hochrangige CIA-Agentin führt. Bei einem Undercover-Einsatz deckt sie gemeinsam mit Ihrem Ehemann eine brisante Propagandalüge der Bush-Regierung auf. Bestürzt folgt Joe seinem Gewissen und veröffentlicht die Erkenntnisse. Die Folgen sind fatal: Valerie wird durch eine gezielte Indiskretion enttarnt, ihre Ehe droht zu zerbrechen, und sie gerät ins Kreuzfeuer aufgebrachter Medien und gefährlicher Terroristen ...

Da Regisseur Doug Liman seine größten Erfolge mit Filmen, wie „The Bourne Identity“ oder „Mr. & Mrs. Smith“ feierte, könnte die Bezeichnung von „Fair Game“ als „Agenten-Thriller“ auf die falsche Fährte locken. Denn der Schwerpunkt liegt diesmal eindeutig nicht auf großer Action, sondern vielmehr auf großem Politdrama, basierend auf wahren Tatsachen. Auf dieser zeitgeschichtlichen Ebene funktioniert „Fair Game“ auch hervorragend, mit dichter Atmosphäre und großartigen Darstellern. Selbst wenn einem die politischen Hintergründe des Falles schon bekannt waren, sind die dynamisch vorangetriebenen Entwicklungen packender, als so mancher schnell geschnittene Actionstreifen.

Wo „Fair Game“ dagegen ein wenig schwächelt, ist die private Ebene. Dies liegt gewiss nicht an Naomi Watts und Sean Penn; obwohl die beiden so gut zusammenspielen, wird der Film immer ein wenig schwergängig, wenn sich die Geschichte den innerehelichen Problemen der Hauptfiguren widmet. So bleibt „Fair Game“ zwar ein überdurchschnittlicher Film, aber kein absolutes Glanzstück unter den Politthrillern.

 

Bild  86 %

Der AVC-encodierte Transfer in 2,35:1 bietet einen sehr natürlichen Film-Look mit fein sichtbarem Filmkorn. Die Farbgebung wirkt sehr authentisch, in der auf einer wahren Begebenheit beruhenden Produktion wären übersättigte und überzogene Farben auch klar Fehl am Platz. In Nahaufnahmen und Gesichtstotalen wirkt die Detailschärfe sehr hoch und kleine Feinheiten sind ausgezeichnet sichtbar. Etwas weicher gezeichnet wirken Panorama-Einstellungen, besonders die Kantenschärfe ist hier etwas zurückgenommen. Die Plastizität ist gut, aber nicht immens ausgeprägt. Ähnlich präsentiert sich der Kontrastwert, Überstrahlungen gibt es zwar selten, in sehr dunklen Bildbereichen fällt die sichtbare Durchzeichnung aber etwas schwächer aus und feine Details gehen verloren. Insgesamt ein gelungener, natürlich wirkender Transfer mit kleinen Schwächen.

 

Ton  80 %

“Fair Game“ ist ein sehr dialoglastiger Polit-Thriller, der Großteil der Szenen spielt sich also unter geringem Einsatz aller Surround-Komponenten ab. Tatsächlich ist es eher die Ausnahme, dass die Rear-Lautsprecher einmal zum Einsatz kommen, selbst bei unterlegtem Musik-Score spielt sich der Großteil der akustischen Kulisse auf den Front-Kanälen ab. Wirklich mitgerissen wird man von der 5.1 Spur in DTS-HD Master also nicht, der Filminhalt stellt generell wenig Ansprüche an die Grobdynamik. Das Gebotene ist aber ebenso kaum zu beanstanden, Dialoge wirken klar und natürlich und sind immer sehr gut verständlich. Der eingebundene Musik-Score ist eher dezent und unterlegt allenfalls zurückhaltend die aktuelle Situation am Display bzw. der Leinwand. Etwas mehr Räumlichkeit und damit Integration ins Filmgeschehen wäre wohl dennoch möglich gewesen.

 

Special Features

- Audiokommentar mit Valerie Plame-Wilson und Joe Wilson
- Making-of
- Interviews
- B-Roll
- Trailer & TV-Spots

Review von Philipp Kind und Tobias Wrany (Film) 01.05.2011

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