My Bloody Valentine 3D

Original

My Bloody Valentine 3D

Anbieter

Kinowelt Home Entertainment (2009)

Laufzeit

ca. 99 min.

Bildformat

1,78:1 

Audiokanäle

Deutsch (DTS HD Master Audio 7.1)
Englisch (DTS HD Master Audio 5.1)

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

B

VÖ-Termin

06.11.2009
Film  55 %

Der junge Bergarbeiter Tom verursachte vor Jahren in der Kleinstadt Harmony im Schacht einen Unfall mit tödlichen Folgen. Fünf Arbeiter kamen dabei ums Leben, Harry Warden konnte nur im Koma überleben - nachdem er seine Kollegen mit einer Spitzhacke getötet hatte. Genau ein Jahr später, am Valentinstag, erwachte Warden und brachte 22 Menschen mit seiner Spitzhacke um. Zehn Jahre nach dem Massaker kehrt Tom nach Harmony zurück, weil er die Mine verkaufen will, die ihm sein Vater vererbt hat. Neben der Verarbeitung der schrecklichen Ereignisse macht Tom ebenso zu schaffen, dass seine Ex-Freundin Sarah inzwischen mit dem Kleinstadt-Sheriff Axel zusammen ist. Doch das soll schon bald seine geringste Sorge sein, denn auch der Killer mit der Spitzhacke ist wieder da und hat es auf jeden abgesehen, der ihm in die Quere kommt....

"My Bloody Valentine 3D" hält sich nicht lange mit Nebensächlichkeiten auf sondern kommt schon direkt nach zehn Minuten zur Sache. Die eher gemächliche Spannung entwickelt aber auch nach Erzählung der Vorgeschichte nicht mehr Tempo. Der Zuschauer kann eigentlich immer mehr oder weniger erahnen, was Ihn in den verbleibenden Film-Minuten erwartet und die Produzenten scheinen sich auch nicht im Geringsten darum bemüht zu haben, dem Zuschauer zumindest einige Momente absoluter Überraschung zu bieten. Das klappte bei den witzig inszenierten Slasher-Filmen der Neunziger im Stile von "Ich weiss was Du letzten Sommer getan hast" noch besser. Sehr intensiv widmen sich die Macher von "My Bloody Valentine" hingegen der detaillierten Darstellung des Einsatzes von Harry Wardens Spitzhacke - um zumindest Gore-Fans auf ihre Kosten kommen zu lassen. Dadurch wird der Film vielleicht blutiger - aber eben doch nicht spannender. So erscheint zumindest die Entscheidung "My Bloody Valentine" gleich in 3D zu drehen, durchaus sinnvoll. Denn dies erhöht wenigstens etwas die lahme B-Movie-Atmosphäre durch eine sich visuell vom Standard etwas abhebende und teilweise auch recht effektvolle 3D-Inszenierung.

 

Bild  76 %

"My Bloody Valentine 3D" wird sowohl in der normalen Fassung als auch der 3D-Version auf Blu-ray Disc präsentiert. Beide Fassungen befinden sich auf der gleichen Disc. Zwei Magenta/Cyan-Farbfilter-Brillen werden direkt mitgeliefert. Die 3D-Version gibt dem Bild mehr Tiefe und beschränkt sich dabei nicht nur auf einzelne Sequenzen. Stattdessen bietet der Film fast durchgängig einen recht gelungenen 3D-Effekt ohne dass man allzu oft den Eindruck bekommt, dass einzelne Szenen außer einer guten 3D-Darstellung keinen anderen Zweck erfüllen. Perfekt sind die 3D-Effekte allerdings nicht. Immer wieder sind einzelne Szenen zu sehen, bei denen die Filterung der Farben nicht vollkommen korrekt ist und man daher einfach nur zwei übereinandergelegte Bilder anstatt einer richtig dreidimensionalen Darstellung zu sehen glaubt. Wer sich an der Farbfilterung an sich nicht stört, kann aber auch den ganzen Film in 3D sehen ohne Kopfschmerzen zu bekommen.

Der Film wurde komplett mit HD-Video-Kameras gedreht. Daher wirkt das Master sehr glatt. Die Bildschärfe ist aber nur vereinzelt bei ruhigen Nahaufnahmen richtig gut. Um so mehr wird der Film von vielen Bewegungsunschärfen begleitet, die selbst bei langsameren Bewegungen das Bild leicht schwammig wirken lassen. Das farblich etwas blasse Bild wirkt meist gewollt dunkel und kühl. Zumindest vereinzelt zeigt die Blu-ray Disc aber wie z.B. in Kapitel 3 sogar einen recht guten Kontrast. In dunklen Bildbereichen fehlt es etwas an Feinzeichnung. Dennoch sind die Szenen selbst bei Nachtaufnahmen meist so gut ausgeleuchtet, dass der Zuschauer kaum etwas verpasst. Trotz HD-Video wirken Flächen bei genauem Hinsehen leicht unruhig. Ob das ein gewollter dezenter Rauscheffekt sein soll oder sich hier leichte Schwächen in der Kompression zeigen, lässt sich aber nicht genau beurteilen.

 

 

Ton  75 %

Der Mehrkanalmix bietet in den dramatischen Szenen eine gelungene düstere Atmosphäre mit lautstarkem 360 Grad-Sound. Die Sound-Effekte heben die Spannung zumindest etwas an und an einzelnen Stellen bekommt der Zuschauer auch einige akustisch gut inszenierte Schock-Effekte mit hohen Dynamiksprüngen zu hören. Ansonsten kann der Film aber klanglich nicht überzeugen. Das liegt vor allem am muffigen Sound, der nur wenig Brillanz in den Höhen bietet und daher auch die Räumlichkeit häufig etwas monoton erklingen lässt. Der 7.1-Mix macht sich aber zumindest an einigen Stellen trotzdem bezahlt, die sehr schöne Effektverläufe durch den ganzen Raum bieten.

 

 

Special Features
  • Audiokommentar mit Patrick Lussier und Todd Farmer
  • Making of
  • Featurette „Sex, Blood & Screams“
  • Geschnittene und erweitere Szenen
  • Alternatives Ende
  • Pannen
  • Easter Egg
  • TV-Spots
  • Fotogalerie
  • Trailer
  • Wendecover
  • BD-Live

Review von Karsten Serck 12.10.2009

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