Krabat

Original

Krabat

Anbieter

20th Century Fox Home Entertainment (2009)

Laufzeit

ca. 120 min.

Bildformat

2,35:1 

Audiokanäle

Deutsch DTS HD Master Audio 5.1

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

B

VÖ-Termin

27.03.2009
Film 70 %

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges folgt der arme 14-jährige Waisenjunge Krabat (David Kross) einer Stimme, die ihn zu einer geheimnisvollen Mühle führt. Dort bietet ihm ihr charismatischer Meister (Christian Redl) eine Stelle als Lehrling an. Bald entdeckt Krabat, dass er und die anderen elf Gesellen nicht nur das Müllerhandwerk lernen, sondern auch in schwarzer Magie ausgebildet werden. Zunächst ist er fasziniert bis er erkennt, wie hoch der Preis der machtvollen Zauberei ist: In jeder Neujahrsnacht fordert der Meister einen seiner Schüler zum Duell auf Leben und Tod...

Die Romanvorlage ist schon seit Jahrzehnten ein Jugendbuchklassiker (und selbst auf einer uralten Sagenerzählung basierend), doch hat „Krabat“, unter Umständen auch der tricktechnischen Entwicklung geschuldet, erst jetzt den Weg in die Kunstform der bewegten Bilder gefunden. Am Inhalt kann es jedenfalls nicht gelegen haben, weist die Geschichte doch alle wünschbaren Elemente düster-romantischer Spannungsunterhaltung auf, mit Spannung, Action, Liebe und Magie im richtigen Verhältnis; zudem auch noch mit ausreichend qualitativem Anspruch, um selbst anspruchsvollere Geister zufrieden zu stellen, ohne aber dabei die reinen Genussmenschen abzuschrecken. Dass bei der tatsächlichen Umsetzung dann doch der eine oder andere Abstrich von Erwartung und Potential gemacht werden muss, war zwar fast zu erwarten, ist aber dennoch bedauerlich, da einige Minuspunkte durchaus vermeidbar erscheinen. Über die Qualität der Spezialeffekte mag man geteilter Meinung sein, allerdings hätte die hochgezüchtete Perfektion einer Hollywood-Großproduktion nicht unbedingt zur Grundstimmung der altehrwürdigen Grundlage gepasst. Wenn bei romantisch angehauchten Momenten schon einmal der billige Kitsch überhand nimmt, dann ist dies allerdings ebenso wenig zwingend, wie so manche verflachende und die Gesamtspannung eher störende Hinzudichtung. Gelungen wiederum ist die Besetzung, mit einigen durchaus prominenten Namen, die sich jedoch nie in den Vordergrund drängen, sondern sich ganz auf ihre darstellerischen Stärken beschränken und so den recht ordentlichen Gesamteindruck absichern können. 

 

Bild  85 %

Während der Film anfangs noch überwiegend dunkel wirkt, zeigt "Krabat" im weiteren Verlauf immer wieder einen recht satten Kontrast. Obwohl dieser leicht verfremdet wirkt und auch die satten Farben meist etwas rotbetont erscheinen, ist das Bild dennoch recht plastisch. Auch die Bildschärfe ist sehr gut. Immer wieder zeigt der Film selbst in Hintergründen extrem viel Detail - wenn auch nicht jede Szene dieses ganz hohe Niveau bietet und das Bild auch immer wieder leicht weichgezeichnet erscheint. Die eine Körnigkeit ist gut erkennbar. In einzelnen Szenen wirkt das Rauschen auch noch etwas gröber, aber nicht störend. Die Kompression arbeitet sauber und zeigt keine Artefakte.

 

Ton  88 %

"Krabat" bietet einen sehr imposanten Mehrkanalmix, der vor allem durch den impulsiven Music Score beeindruckt. Die Abmischung ist sehr weiträumig und dynamisch. Die Surround-Kanäle werden sehr lautstark ins Geschehen mit einbezogen und produzieren ein sehr lebendiges Klangbild. Während die satte Tieftonwiedergabe positiv auffällt, bringt der Film den Hochtonbereich nur wenig in Aktion. Dennoch bietet "Krabat" einen sehr beeindruckenden Sound, den sonst nur wenige deutsche Filme in diesem Maße präsentieren.

 

Special Features
  • Audiokommentar von Regisseur Marco Kreuzpaintner und Kameramann Daniel Gottschalk 
  • Making-of „Krabat“
  • Die visuellen Effekte
  • 23 entfallene & alternative Szenen mit optionalem Audiokommentar
  • 7 Hinter-den-Kulissen Clips
  • Impressionen von den Dreharbeiten
  • Interviews mit Regisseur & Darstellern
  • 3 TV-Spots
  • Musikvideo „Allein, allein“ von Polarkreis 18 
  • Original Kinotrailer

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film) 23.03.2009

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