James Bond - Moonraker

Original

James Bond - Moonraker

Anbieter

20th Century Fox Home Entertainment (2009)

Laufzeit

126:28 min.

Bildformat

2,35:1 

Audiokanäle

Deutsch DTS 5.1
Englisch DTS HD Master Audio 5.1
Französisch DTS 5.1
Tschechisch Dolby Digital 5.1

Untertitel

Englisch, Deutsch, Französisch u.a.

Regionalcode

A,B,C

VÖ-Termin

27.03.2009
Film  75 %

Stolz sind die USA und ihre Verbündeten auf die neue, wiederverwendbare Raumfähre. Auch die Engländer dürfen sich den neuen Raumpendler einmal genauer anschauen und bekommen ihn als Leihgabe von den Amerikanern. Als das Weltraumgefährt dann zu nächtlicher Stunde (wie auch aus der Realität bekannt) huckepack auf einer Boeing 747 nach Großbritannien überführt werden soll, geschieht das Unfassbare: Zwei unerwünschte Passagiere haben sich eingeschlichen, die nichts Besseres zu tun haben, als die Raumfähre zu entwenden - was auch gelingt. Die Boeing gerät außer Kontrolle und stürzt ab.

Nach diesem spektakulären Manöver ist die Aufregung natürlich groß, ist doch das neuester High-Tech-Erzeugnis, was den Schritt in eine neue Ära des Raumflugs ermöglichen sollte, einfach wie vom Erdboden verschluckt. Wer könnte wohl der richtige Mann sein, um die Raumfähre ausfindig zu machen? Klar, "007" (Roger Moore) darf sich mit der Spurensuche beschäftigen, um herauszubekommen, welch teuflischer Plan sich hinter der Entführung verbirgt. Seine Nachforschungen führen ihn zum Industriellen und Multimillionär Drax (Michael Lonsdale), der übrigens auch diese Raumfähren in seinen hochmodernen Fabriken in Kalifornien und in der ganzen Welt fertigen lässt. Das sollte eigentlich als Alibi genügen, denn was hat Drax davon, seine für teures Geld verkaufte Raumfähre wieder zu entwenden? Weiteren Bauaufträgen wäre ein solches Verhalten sicherlich nicht unbedingt zuträglich.

Trotzdem, Drax bleibt mitten in Bonds Fadenkreuz. Denn hinzu kommt, dass sich Erstgenannter nach allen Regeln der Kunst bemüht, dem Leben des smarten Geheimagenten rasch auf gewaltsame Weise ein Ende zu bereiten. Was also hat Drax zu verbergen? Hilfe bekommt Bond von der ebenso hübschen wie intelligenten US-Agentin Holly Goodhead (Lois Chiles), die in die Rolle einer NASA-Expertin schlüpfte, weil man auch von amerikanischer Seite schon einiges Mißtrauen gegen den suspekten Drax entwickelt hat.

So muss sich das neu formierte Team gegen härteste Gegner bewähren, dazu zählen im besonderen Maße der mit einem im wahrsten Sinne stahlharten Biss gesegnete "Beißer" ebenso wie Horden von Killern, die Drax auf seine ungeliebten Widersacher ansetzt. Und als 007 durchschaut, was der größenwahnsinnige Drax tatsächlich für finstere Pläne hegt, da muss er allerschnellstens handeln, um erneut die Welt vor dem Untergang zu bewahren.

Schade eigentlich. Der elfte Bond-Film unter Regie des 007-erfahrenen Lewis Gilbert besitzt prinzipiell alle Anlagen, um den üblichen Bond-Cocktail zum Zuschauer zu transportieren. Die spektakuläre Szene an der Seilbahn des Zuckerhuts oberhalb von Rio de Janeiro ist ebenso genial wie Bonds High-Tech-Gondel, mit der er Venedig unsicher macht. Auch ebenso steht Bond mit Lois Chiles ein außergewöhnlich hübsches Bond-Girl zur Seite. Doch was muss der Bond-Fan am Ende über sich ergehen lassen? Eine absolut lächerliche Weltraumschlacht, die sehr deutlich unter dem restlichen Niveau des Filmes liegt. Das zieht leider auch die Bewertung nachhaltig mit nach unten, denn ohne dieses peinliche Wannabe-SciFi-Ende wäre dieser "007"-Movie wirklich sehr gelungen. "The Sky' is The Limit" - dieses Motto hätte man lieber mal wörtlich nehmen sollen.

 

Bild  94 %

Die Bildqualität von "Moonraker" ist grandios. Das Master ist frei von Defekten und in beinahe jeder Szene extrem detailscharf. Nicht nur Nahaufnahmen lassen jedes Detail erkennen sondern auch in Hintergründen sind selbst Feinheiten noch überdeutlich zu sehen. Dank dem extrem hohen Kontrast, der ebenso wie die satten Farben frei von künstlichen Verfremdungen ist, wirkt das Bild in all seiner Schärfe extrem plastisch und dreidimensional. Selbst in dunklen Szenen bietet die Blu-ray Disc noch eine ausreichende Feinzeichnung. Leider scheint das Master aber mit teilweise Rauschfiltern bearbeitet worden zu sein, worauf einige filmuntypische Eigenarten hindeuten: So ist die feine Körnigkeit des Masters nicht gleichmäßig zu erkennen und stellenweise erkennt man auch stehende Rauschmuster und bei schnellen Bewegungen ein leichtes Nachziehen. Flächen erscheinen daher mitunter etwas unruhig. Die Kompression lässt aber keine Störungen erkennen.

 

Ton  66 %

Soundtechnisch bietet "Moonraker" nur wenig Spektakuläres. Bis auf die Musik, die auch immer wieder auf den Surroundkanälen recht monoton zu hören ist, hört man die anderen Geräusche vorwiegend aus den Fronkanälen mit leichter Center-Betonung. Klanglich präsentiert sich "Moonraker" etwas dumpf und die englischen Original-Dialoge sind auch leicht verzerrt. Die deutsche Synchro fällt hingegen durch einen sehr sauberen wenn auch leicht spitzen Klang auf.

 

Special Features
  • Kommentar von Regisseur Lewis Gilbert; Schauspielern und Crew-Mitgliedern
  • Kommentar von Sir Roger Moore

Aus dem Geheimarchiv des MI6:

  • 007 in Rio
  • Bond '79
  • Ken Adams Produktionsfilme
  • Testaufnahmen zum Fallschirmspringen
  • Storyboards zum Fallschirmspringen
  • Zirkusmaterial
  • Alternatives Storyboard zur Seilbahnszene 1
  • Alternatives Storyboard zur Seilbahnszene 2
  • Abspann

007 Missions-Kontrolle:

  • 007
  • Die Frauen
  • Die Verbündeten
  • Die Bösewichter
  • Kampfverzeichnis
  • Das Labor von Q
  • Exotische Drehorte

Missions-Dossier:

  • Inside Moonraker
  • Die Köpfe hinter dem Chaos – Eine Dokumentation über die Spezialeffekte

Propagandaministerium:

  • Trailer

Bilderdatenbank

Review von Karsten Serck und Carsten Rampacher (Film) 30.03.2009

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