Zimmer 1408

Original

1408

Anbieter

Universum Film (2008)

Laufzeit

ca. 100 min.

Bildformat

2,35:1 

Audiokanäle

Deutsch DTS HD Master Audio 5.1
Englisch DTS HD Master Audio 5.1
Audio-Kommentar

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

B

VÖ-Termin

27.10.2008

Film

Mike Enslin (John Cusack) hat zwei erfolgreiche Bücher über Hotels, in denen es angeblich spukt, veröffentlicht. Nach dem Tod seiner Tochter stürzt er sich noch kompromissloser in die Arbeit. Derzeit fasziniert ihn ein besonders mysteriöser Fall: Im Zimmer 1408 des New Yorker Dolphin Hotel sind unter seltsamen Umständen bereits 56 Gäste gestorben. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, schlägt Mike alle Warnungen des Hotelmanagers (Samuel L. Jackson) in den Wind und übernachtet in Nr. 1408 - ein kafkaesker Alptraum beginnt.

Aus leidvoller Erfahrung dürften die meisten Stephen King Anhänger wissen, dass der überwiegende Teil der Adaptionen von Werken des Horrorliteraten auf die eine oder andere Weise misslungen sind. Die Filmfassung der Geschichte vom gruseligen Hotelzimmer "1408" kann sich cineastisch aber zumindest im soliden Mittelfeld einordnen, was angesichts der vorgenannten Erfahrungen durchaus als Erfolg zu werten ist. Überzeugend gestaltet sich vor allem der erste Teil, bei dem die Zuschauer zusammen mit dem Protagonisten noch auf dem Hinweg zum Titelort sind. Durch das gelungene Zusammenspiel einer (zu diesem Zeitpunkt noch) auf subtile Spannungssteigerung setzenden Regie und guten Darstellern werden allerdings Erwartungen geweckt, die der zweite Teil des Films nicht mehr einzulösen weiß. Dann bleibt es zwar bei handwerklich solidem Gruselkino, ohne übertriebene Schockexzesse; doch ein eher herkömmlicher Geisterbudenzauber kann nicht zwingend vom Hocker reißen. Zum Glück bleibt aber die Leistung von Hauptdarsteller John Cusack durchweg auf hohem Niveau, was den Film zumindest in dieser Hinsicht ausgesprochen positiv von sonstigem Durchschnittshorror abhebt.

 

Bild  83 %

Während Suspense-Filme meist recht düster sind, fällt "Zimmer 1408" durch ein recht helles Bild mit überstrahlendem Kontrast auf. Für den Schmuddel-Look sorgt eine gelb-grünliche Einfärbung. Das Master zeigt eine feine Körnigkeit. Die Bildschärfe bewegt sich zwischen gut und sehr gut. Der Film bietet viele detailreiche Szenen. Allerdings wirken selbst Nahaufnahmen ebenso häufig leicht unscharf. Die Kontrastverfremdungen nehmen dem Bild außerdem Tiefe und lassen dies nur eingeschränkt plastisch wirken. Auch wenn das Bild aufgrund der Körnigkeit bei genauem Hinsehen leicht unruhig wirkt, arbeitet die Kompression sehr gut und zeigt keine Störungen.

 

Ton  90 %

Ein Suspense-Film bietet erst dann wirklich Spannung, wenn auch die Musik richtig mitspielt. Und diese liefert bei "Zimmer 1408" die halbe Miete. Selbst wenn nur triviale Dinge passieren: Erst die Musik sorgt dafür, dass die Handlung wirklich dramatisch wirkt. Dabei bietet Zimmer "1408" sowohl eine beeindruckende Dynamik als auch eine ausgesprochene Räumlichkeit mit vielen kleinen Schock-Effekten aus dem Hintergrund. Klanglich ist das Ganze vielleicht etwas dumpf abgemischt, aber dies mindert die räumliche Wiedergabe nur in geringem Umfang. Dafür sind die Effekte teilweise so exzellent inszeniert, dass nur empfohlen werden kann, den Film mit einem 7.1-Setup wiederzugeben, welches den Zuschauer mitten ins spukige Geschehen in "Zimmer 1408" hineinversetzt und Effekte präsentiert, die den ganzen Raum durchqueren.

 

Special Features

* Kinotrailer
* Kinofassung
* Director's Cut mit alternativem Ende
* Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuch-Autors
* entfallene Szenen mit Audiokommentar
* Featurette: Die Geheimnisse, von Zimmer 1408
* Interview mit John Cusack
* Featurette: Im Zimmer 1408
* BD-Live

Review von Karsten Serck 27.10.2008

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