Keinohrhasen

Original

Keinohrhasen

Anbieter

Warner Home Video (2008)

Laufzeit

ca. 116 min.

Bildformat

2,35:1

Audiokanäle

DTS HD Master Audio 5.1 - Deutsch

Untertitel

Englisch, Deutsch für Hörgschädigte

Regionalcode

B

VÖ-Termin

22.08.2008

Inhalt 

Der Boulevard ist sein Revier: Reporter Ludo (Til Schweiger) ist mit Paparazzo Moritz (Matthias Schweighöfer) ständig auf der Jagd nach Stars, Starlets und Boxenludern. Manchmal glaubt er sogar selbst an die Storys, die er verzapft – und eines Tages geht das ins Auge: Die Richterin brummt ihm 300 soziale Arbeitsstunden in einem Kinderhort auf. Dort herrscht Anna (Nora Tschirner), die den Schwerenöter Ludo schon als Kind nicht ausstehen konnte – Ludo muss also barfuß durch die Hölle. Zwischen Klatschspalten und Klettergerüsten entdeckt er sich selbst – es ist der Knüller seines Lebens…

Bewertung 66 %

Tobias Wrany:

Selbst seinen zahlreichen Gegnern und Neidern kann inzwischen nicht verborgen geblieben sein, dass Til Schweiger ein ausgesprochen erfolgreiches Händchen bei der Teilnahme an romantisch angehauchten Komödien hat. Und dabei sollte durchaus berücksichtigt werden, dass dieses Genre gerade wegen seiner hohen Massenkompatibilität alles andere, als einfache Voraussetzungen mit sich bringt. Vorliegend spielt dann natürlich auch noch der ausgesprochen zweischneidige "Kindermitspielfaktor" eine gewichtige Rolle, der aber von den Mitwirkenden vor und hinter der Kamera ebenfalls mit Bravour gemeistert wird. Was man von "Keinohrhasen" natürlich nicht erwarten sollte, sind nennenswert innovative Impulse (das Originellste bleibt tatsächlich der Titel); leider sind selbst besondere, magische Momente, die einen Film zum Klassiker erheben können, nur schwerlich auszumachen, trotzdem zeugt das filmische Geschehen durchweg von einem routinierten und sicheren Umgang mit dem Genre, was dem Zuschauer neben einigen vorhersehbaren Gags und Wendungen aber auch einen soliden Humorpegel, verziert mit der richtigen Dosis zwischenmenschlicher Gefühligkeit, beschert; folglich ein Produkt, welches genau das liefert, was die Verpackung verspricht und somit ohne weiteres der vergnüglichen Freizeitgestaltung zu Diensten sein kann.

 

Bewertung  85 %

Karsten Serck:

"Keinohrhasen" ist eine teilweise etwas schwermütige Screwball-Komödie, bei der eigentlich schon von Anfang an klar ist, dass Er und Sie sich am Ende kriegen. Deswegen wirkt die Handlung auch stellenweise etwas aufgesetzt und klischeehaft, aber obwohl nicht jeder Witz ein Knaller ist und auch einige Rohrkrepierer dabei sind, kommt Til Schweigers Komödie für deutsche Verhältnisse erstaunlich locker beim Zuschauer an ohne in Albernheiten auszuarten. Raffiniert schafft es Schweiger auch, kleine Sub-Plots mit Nebendarstellern in die Handlung einzufädeln, an die der Film im späteren Verlauf noch einmal anknüpft.

Mit viel Witz, präziser Kamera-Führung, temporeicher Schnitt-Technik und der immer zur Stimmung passend ausgewählten Musik ist Til Schweiger eine wunderbare Gute Laune-Komödie ganz im Stile von Filmen des Briten Richard Curtis wie "Bridget Jones" oder "Tatsächlich ... Liebe" gelungen, der man ihre kleinen Schwächen schnell verzeiht und "Keinohrhasen" deswegen gerne mehr als nur einmal anschauen wird.

 

Bild  88 %

Das Master ist sehr sauber und detailscharf. So gut wie jede Szene bietet eine hervorragende Bildschärfe, die jedes einzelne Detail erkennen lässt. Nur in einigen dunklen Szenen ist eine deutlichere Körnigkeit zu erkennen. Der harte Kontrast sorgt für tiefe Schatten und nimmt dem Bild viel Tiefe. Die erdige Farbgebung lässt das Bild ebenfalls recht unnatürlich wirken. Trotz der grandiosen Schärfe wirkt das gesamte Bild aufgrund der optischen Verfremdungen daher immer etwas künstlich. Die Kompression ist sehr gut und zeigt keine Störungen.

 

Ton  70 %

Bis auf einige Umgebungsgeräusche bietet "Keinohrhasen" nur wenig räumliche Atmosphäre. Um so prägnanter erklingt der Soundtrack mit kräftiger Dynamik auf allen Kanälen und bietet trotz einer etwas monotonen Abmischung einen recht spektakulären Sound.

 

Special Features

Alternative Szenen
Audiokommentar
Dokumentationen
Kino-Trailer
Making Of
Music Clips
Music Video
Nicht verwendete Szenen
verpatzte Szenen
Digital Copy (WMV-Video mit DRM)

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film) 18.08.2008

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