James Bond - In tödlicher Mission

Original

James Bond – For Your Eyes Only

Anbieter

MGM Home Entertainment (2008)

Laufzeit

ca. 128 min.

Bildformat

2,35:1 

Audiokanäle

Englisch, DTS HD MASTER AUDIO 5.1
Französisch, DTS 5.1
Deutsch, DTS 5.1
Spanisch, DTS 5.1
Portugiesisch, DTS 5.1

Untertitel

Deutsch, Englisch u.a.

Regionalcode

A,B,C

VÖ-Termin

24.10.2008

Film  100 %

Ein britisches Spionageschiff, die St. Georges, ist im ionischen Meer gesunken, nachdem das Schiff auf eine Wassermine gelaufen war. Die St. Georges hatte ein ATRAC genanntes Computersystem an Bord, mit dessen Hilfe Einsatzbefehle an die mit Nuklearraketen bestückten britischen U-Boote der Polaris-Flotte gegeben werden können.

Somit ist die britische Regierung in einer misslichen Lage, denn zu allem Überfluss liegt das Schiffswrack in albanischen Hoheitsgewässern. Eine großangelegte Bergungsaktion ist darum unmöglich. Aus diesem Grunde wird der englische Meeresforscher und Archäologe Havelock (Jack Hedley), der mit seinem voll ausstaffierten Forschungsschiff zur Zeit im ionischen Meer unterwegs ist, von der englischen Regierung beauftragt, Recherchen über den Verbleib der St. Georges anzustellen, um die Bergung des ATRAC-Computers zu ermöglichen, damit dieser nicht in die falschen Hände gerät. Doch ehe der Wissenschaftler seinen Bericht fertig stellen und der Regierung übersenden kann, werden er und seine Frau vom kubanischen Auftragskiller Hector Gonzales (Stefan Kalipha), der, als Pilot eines "Lufttaxis" getarnt, die Tochter der Havelocks, Melina (Caroline Bouquet) zum Schiff ihrer Eltern brachte, getötet.

Nun muss die britische Regierung auf den Mann zurückgreifen, der immer dann in Aktion tritt, wenn die Lage absolut hoffnungs- und aussichtslos erscheint: James Bond, Doppelnull-Agent Nr. 7, in diesem Film zum fünften Mal gespielt von Roger Moore. Der heftet sich an Gonzales' Fersen, doch ehe Bond diesen bezüglich seiner Auftraggeber ausfragen kann, wird Gonzales von Melina Havelock ermordet, die so den Tod ihrer Eltern rächen wollte. Zuvor sah Bond allerdings einen Mann, der Gonzales einen Koffer voller Geld aushändigte.

Und dieser Mann ist die einzige Hoffung, um die Identität der Hintermänner aufzudecken. Bond schafft es, ihn mit Hilfe eines neuen Supercomputers des British Secret Service zu identifizieren und haftet sich an seine Fersen, denn die Drahtzieher der ganzen Geschichte sind hinter dem ATRAC-System her und wollen dies an die Russen verkaufen.

Bei seinen Ermittlungen, die Bond auch in den malerisch gelegenen italienischen Wintersportort Cortina D`Ampezzo führen, muss der britische Agent diesmal alles geben, denn die Rollen des Ölmagnaten Kristatos (Julian Glover) und des Schmugglerkönigs Columbo (Chaime Topol) in diesem Spiel sind anders, als man zunächst erwartet....

Ohne zu übertreiben, kann man diesen Bond zu den besten 007-Filmen von allen zählen. Nicht nur die schon fast legendäre Verfolgungsjagd, als Gonzales' Männer in den schwarzen Peugeot 504 hinter James und Melina in Melinas klappriger Ente herjagen, die während der wilden Fahrt durch griechische Berge und Dörfer einige "Flugstunden" absolviert, ist immer wieder ein Genuss. Auch die schönen Landschaftsaufnahmen von Griechenland und vom italienischen Skiort Cortina D' Ampezzo sind sehenswert, genauso wie die phänomenalen, von Willy Bogner arrangierten Stunts auf der Skiflugschanze und im Eiskanal. Ein Stuntman verunglückte bei den Dreharbeiten tödlich.

Die sich langsam entwickelnde Romanze zwischen James und Melina, der absolut gefühlslose DDR-Agent und Biathlet Kriegler (John Whyman) und der extrem ekelhafte, menschenverachtende Handlanger Locque (Michael Gothard) sind weitere Komponenten dieses wirklich gelungenen Films, bei dem nur das Finale in einem hoch auf einem einsamen Felsen gelegenen Kloster etwas zu kurz kommt. Auch Moore zeigt in diesem Bond eindrucksvoll, dass er sich durchaus mit dem "Besten Bond aller Zeiten", Sean Connery. messen kann: Seine perfekte Verkörperung des britischen Gentleman, der es in sich hat, gepaart mit typisch britischem Humor, ist einmalig. Auch am Schluss des Films wird es noch mal sehr lustig, als sich "Die eiserne Lady" Margret Thatcher mit einem Papageien unterhält, ohne es zu wissen.

 

Bild  86 %

Das feinkörnige Master ist sehr sauber und zeigt kaum Kratzer. Der Kontrast ist exzellent - ebenso die satten, natürlichen Farben, die das Bild sehr plastisch wirken lassen. Die Bildschärfe ist auf einem nahezu konstant sehr hohen Niveau. Nicht nur Nahaufnahmen sondern auch Weitwinkeleinstellungen erscheinen sehr detailscharf. Die Kompression arbeitet sehr sauber und zeigt keine Störungen.

Ton  65 %

Der Mehrkanalmix macht insbesondere bei der Musikwiedergabe immer wieder von allen Kanälen Gebrauch. Richtiger Raumklang entsteht dabei nicht, aber das Ergebnis ist schon ganz passabel. Klanglich fehlt es dem Mix aber an Dynamik. Auch die Stimmen klingen etwas dünn. Die deutsche Synchro ist im Vergleich zum englischen Original etwas dumpfer.

Special Features
  • Audio-Kommentar von Sir Roger Moore; Audio-Kommentar von John Glen & Schauspielern; Audio-Kommentar von Michael G. Wilson & der Crew
  • Bonusmaterial in High-Definition:
    1. "Aus dem Geheimarchiv des M16: Nicht verwendete Szenen und erweiterte Blickwinkel"
    2. Missions-Dossier: Hinter den Kulissen von "In tödlicher Mission"
    3. Missions-Kontrolle: Exotische Drehorte
    4. Missions-Kontrolle: Vorspann - ohne Text
    5. Propaganda-Ministerium: Kinoarchiv - Kino-Trailer
  • Bonusmaterial in Standard: 
    1. Aus dem Geheimarchiv des M16:
    3 Featurettes
    2. Missions-Dossier: Animierte Storyboard-Sequenz
    2.1 Missions-Dossier: Sheena Easton Musik-Video
    3. Propaganda-Ministerium: Bond im Fernsehen und Bond im Radio
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