Independence Day

Original

Independence Day

Anbieter

20th Century Fox Home Entertainment (2008)

Laufzeit

144:47 min.

Bildformat

2,40:1 

Audiokanäle

1. Englisch, DTS HD MASTER AUDIO 5.1
2. Französisch, DTS 5.1
3. Deutsch, DTS 5.1
4. Audio-Kommentar
5. Audio-Kommentar

Untertitel

Deutsch, Englisch u.a.

Regionalcode

B

VÖ-Termin

25.02.2008

Film  70 %

Was würde passieren, wenn plötzlich Aliens auf der Erde landen würden und die gesamte Menschheit auslöschen wollten? In Roland Emmerichs Mega-Blockbuster von 1996 sieht die Antwort zunächst vernichtend aus: Die größten Städte der Erde werden von riesigen Raumschiffen zerstört. Der US-Präsident (Bill Pullman) kann gerade noch dem Inferno entkommen. Hilflos versucht man, mit Nuklearwaffen die stadtgroßen Raumschiffe zu zerstören - ohne Erfolg. Doch dann kommt man auf die Idee, einen Virus in die Systeme der Aliens einzuschleusen. Jeff Goldblum als Computerexperte und Will Smith als Pilot stellen sich bereit, diesen Job zu erledigen. Leichter gesagt als getan, denn dafür müssen die beiden zum Mutterschiff gelangen, welches sich in sicherer Distanz zur Erde im Weltall befindet. Doch mit Hilfe eines alten Alien-Raumschiffs, welches einst über den USA abgestürzt ist, versuchen sich die beiden Retter der Welt heimlich in das Mutterschiff schmuggeln, um dort den Virus zu platzieren...

Der Filmtitel hätte nicht besser gewählt werden können: Roland Emmerich spektakuläres Science-Fiction-Abenteuer ist mit patriotischen Worten aus dem Munde des Präsidentendarstellers Bill Pullman das ideale Vorprogramm für den amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli. Ähnlich wie Wolfgang Petersen mit "Air Force One" hat Roland Emmerich auch in seinem Film eine Menge positiver Imagewerbung für die Weltmacht USA und ihr Staatsoberhaupt gemacht. Von Zuschauern außerhalb der USA, die beim Geflatter der Stars and Stripes nicht sofort eine Gänsehaupt bekommen, wird schon eine Menge abverlangt, denn der Schmalz ist teilweise nur schwer erträglich. Doch so schlecht wie der Film immer wieder gerne gemacht wird, ist "Independence Day" nun wirklich nicht. Nie zuvor wurde das Thema einer Alien-Invasion so pompös und unterhaltend auf Zelluloid gebannt. Langweilig ist "ID4" auf keinen Fall, besonders, wenn Mythen wie "Area 51" im Film "aufgedeckt" werden, wo niemals endenden Gerüchten zufolge die USA ein echtes außerirdisches Raumschiff aufbewahren sollen.

Leider muss man gerade gegen Ende schon beide Augen fest zudrücken, um nicht im laufenden Strom der immer abwegiger verlaufenden Story die Geduld zu verlieren. Trotzdem war "Independence Day" Jahre nach "Star Wars" endlich wieder einmal ein richtig großer Science Fiction-Film, der vor allem durch seine atemberaubenden Special Effects hervorragende Unterhaltung bot.

 

Bild  76 %

"Independence Day" bietet einen hohen Qualitätssprung gegenüber der DVD, allerdings bekommt man nicht den Eindruck, als ob für die Blu-ray Disc-Veröffentlichung eine besonders sorgfältige Neuabtastung vorgenommen wurde. Der Bildstand zittert leicht, die Helligkeit flackert teilweise und auch Rauschen ist im Bild deutlich zu sehen. Die Bildschärfe ist gerade noch gut. Überwiegend wirkt das Bild etwas soft und sowohl nach oben als auch nach unten hin gibt es qualitativ immer wieder Ausrutscher. Zumindest in einigen Nahaufnahmen bietet "Independence Day" aber ein exzellentes HDTV-Bild. Trotz der Schwächen bei der Bildschärfe bietet die Blu-ray Disc aber ein sehr plastisches Bild. Dies ist dem hervorragenden Kontrast und der satten Farbgebung mit leichtem Neon-Look zu verdanken, die noch keine Zeichen künstlicher Verfremdungen am Computer zeigt. Der Kontrast ist auch nicht überdreht, sondern zeigt sowohl in sehr dunklen als auch hellen Bildbereichen immer genügend Detail. Trotz des feinen Rauschens zeigt die Kompression keine Schwächen.

 

Ton  100 %

"Independence Day" kann mit einem absoluten Top-Sound aufwarten, den selbst viele heutige Produktionen so nicht erreichen. Das Ergebnis ist schlichtweg überragend und bereits von der ersten Sekunde an zeigt der Film, was in den nächsten mehr als zwei Stunden zu erwarten ist: Ein überaus kraftvoller Bass mit einer guten Präzision, der schon den Auftakt des Films zu einem akustischen Ereignis werden lässt. Wenn die gigantischen Raumschiffe der Aliens auftauchen, zeigt sich rasch die Qualität des verwendeten Subwoofers, ebenso bei den zahlreichen Luftschlachten. Mit einem entsprechend pegelfesten und wattstarken Exemplar ausgestattet, wird "Independence Day" zu einem fulminanten Bassfeuerwerk, das auch bei hohen Lautstärken praktisch keine Verzerrungen kennt. 

Doch natürlich besteht der Film nicht nur aus Bässen: Die Effekte, sehr zahlreich vorhanden, gefallen mit außergewöhnlich guter und weiträumiger Klangkulisse, die Positionierung ist einwandfrei. Nichts auszusetzen gibt es auch an der Integration der Umgebungsgeräusche: Ob Telefonklingeln, Türenschlagen oder Stimmen im Hintergrund, das Darstellungsspektrum gefällt mit großer Detailtreue. Auffällig ist der hohe Dynamikumfang der Abmischung, die auch im Hochtonbereich eine sehr gute, aber trotzdem nicht zu spitze Wiedergabe aufweist. Die ganzen Qualitäten der Abmischung zeigen sich auch beim hervorragend integrierten Music Score, der auf allen Kanälen mit großer Ausdruckskraft ertönt.

 

Special Features
  • Kommentar der Filmemacher
  • Spezial-Effekte Kommentar
  • Alien-Schnitzeljagd
  • ID 4-Datenstrom
  • Schlüsselwort-Suche
  • Lesezeichen
  • Diverse Kinotrailer

Review von Karsten Serck 21.04.2008

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