Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Original

The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford

Anbieter

Warner Home Video (2008)

Laufzeit

179:40 min.

Bildformat

2,40:1 

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Französisch, Dolby Digital 5.1
3. Deutsch, Dolby Digital 5.1
4. Italienisch, Dolby Digital 5.1
5. Spanisch, Dolby Digital 5.1

Untertitel

Englisch, Deutsch, u.a.

Regionalcode

A, B, C

VÖ-Termin

29.02.2008
Film  70 %

Jesse James (Brad Pitt) ist mit seiner Bande der meistgesuchte Mann im Wilden Westen. Ungerührt von der Jagd auf ihn, plant er einen weiteren großen Zugüberfall und geht zum Gegenangriff auf seine Feinde über, die das auf James ausgesetzte Kopfgeld und den damit verbundenen Ruhm einstreichen wollen. Das kann James sich nur leisten, weil er sich inmitten seiner Gang absolut sicher fühlt. Er ahnt nicht, dass ausgerechnet sein Vertrauter Robert Ford brennenden Neid auf die Western-Legende verspürt und den Mord an ihm plant.

So überlang wie der Titel wird so manchem Zuschauer auch der gesamte Film vorgekommen sein, der sich trotz der einen oder anderen Szene mit Schusswaffengebrauch und einer durchaus vorhandenen inneren Spannung wenig Mühe gibt, sein Publikum mit einer dynamisch vorangetriebenen Handlung oder gar Actionelementen bei der Stange zu halten. Wozu auch, anvisiert war schließlich offenkundig eher ein elegischer Abgesang auf das Westerngenre und vor allem nachdenkliche Charakterporträts der Haupt- und Nebenfiguren. Und dieses Klassenziel vermag der Film auch gut einzulösen, bleibt er doch jeder Heroisierung seiner (Anti)helden fern und lässt den Darstellern viel Zeit und Raum, um die Persönlichkeiten ihrer Figuren in allen seelischen Verästelungen auszuleuchten. Aber trotz der prominenten Besetzung mit Brad Pitt in einer der Hauptrollen, zeugt dieses Unterfangen noch immer von einem gewissen Mut, denn während bestimmt auf einen gewissen Teil der eigentlichen Zielgruppe schon der Genretypus Western seine abschreckende Wirkung ausübt, wird wohl gerade ein nicht unbeträchtlicher Teil der Anhänger dieses Genres das Werk eher als gleichwertige Alternative zu einem erholsamen Schlummertrunk empfinden.

 

Bild  86 %

"Die Ermordung des Jesse James..." bietet auf der Blu-ray Disc ein sehr detailscharfes Bild. Auch wenn die Kameralinse immer wieder gezielt Unschärfen produziert, wirkt das Bild überwiegend sehr detailreich. Weniger überzeugend erscheint die Kontrastabstimmung. Der Film bietet einen sehr harten Schwarz-Weiss-Kontrast, der deutliche Schatten produziert und Details in dunklen Szenen in Flächen von tiefem Schwarz verschwinden lässt. Auch in hellen Bildbereichen überstrahlt das Bild häufig. Gewöhnungsbedürftig ist auch die überwiegend erdige Farbabstimmung. Diese gewollten Verfremdungen nehmen dem Bild viel plastische Tiefe, die aufgrund des ansonsten sehr scharfen Bildes prinzipiell möglich wäre. Die Kompression zeigt trotz fast drei Stunden Film-Laufzeit keine Störungen und komprimiert selbst die grieselige Körnigkeit des Masters sehr sauber. 

 

Ton  70 %

Soundtechnisch präsentiert sich der Film recht schlicht und bietet überwiegend nur ein wenig Musik und Umgebungsgeräusche. Trotz der frontbetonten Abmischung bietet der Film aber szenenweise eine recht gute Räumlichkeit und auch eine klanglich gute Qualität, die sich besonders im Hochtonbereich bemerkbar macht. Auch leisere Geräusche wie das Klicken von Pistolen oder die Bewegungen von Grashalmen im Wind werden sehr detailliert auf der Blu-ray Disc wiedergegeben. 

 

Special Features

Die Blu-ray Disc enthält keine Extras

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film) (28.02.2008)

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