Der mit dem Wolf tanzt

Original

Dances with Wolves

Anbieter

Kinowelt Home Entertainment (2008)

Laufzeit

236:39 min.

Bildformat

2,35:1 

Audiokanäle

Deutsch DTS HD Master Audio 7.1
Englisch DTS HD Master Audio 7.1

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

B

VÖ-Termin

05.12.2008

Film  100 %

Der mit dem Wolf tanzt ist wohl ohne Zweifel einer der ganz großen Filme der neunziger Jahre und wird auf alle Ewigkeit mit einem Namen verbunden bleiben: Kevin Costner, der in diesem Film jede erdenkliche Rolle als Hauptdarsteller, Produzent und Regisseur managte und dafür 1990 mal so eben sieben Oscars bekam.

Costner spielt in dem Film Lieutenant John Dunbar, der wegen eines todesmutigen und zweifelsohne mörderischen Einsatzes auf dem Schlachtfeld des amerikanischen Bürgerkriegs, der seinen Truppen im Kampf einen entscheidenden Vorteil erbracht hat, belohnt werden soll. Dunbar darf sich aussuchen, auf welchem Posten er seinen Dienst in der Armee beenden will. Er ist des Krieges überdrüssig und entscheidet sich deswegen für einen einsamen Einzelposten in der Prärie, wo er in der kurzen Zeit, die nach seinen eigenen Worten noch verbleibt, den "Wilden Westen" erleben will, bevor die Siedler auch dieses Gebiet erobern.
Nachdem Costner sich an seinem Vorposten eingerichtet hat, zeigt sich ein Wolf in seinem Camp. Zuerst will Dunbar ihn erschießen, doch er entscheidet sich anders und läßt ihn wieder frei laufen. Das Tier wird anhänglich und wird für Dunbar zum einzigen Lebewesen, welches ihn von der vollkommenen Isolation bewahrt. Dunbar bleibt jedoch nicht lange allein. Denn eines Tages versucht ein junger Sioux - Indianer, ihm sein Pferd zu stehlen. Aus Furcht vor Diebstahl versteckt Dunbar daraufhin seine gesamten Waffen. In der Nacht wollen Kinder aus dem Indianerstamm erneut Dunbars Pferd zu stehlen. Dieses wirft den Indianerjungen jedoch ab und kehrt zu Dunbar zurück. Als am nächsten Tag nochmals Indianer den Posten bedrohen, entschließt sich Dunbar dazu, die Flucht nach vorn zu ergreifen und den Indianern einen friendensstiftenden Besuch abzustatten. In seiner besten Uniform reitet er zu dem nahegelegenen Camp. Auf dem Weg dorthin findet er eine verletzte weiße Frau, die er auf seinem Pferd mitnimmt. Doch Dankbarkeit darf Dunbar für seine Hilfe nicht von den Indianern erwarten. Diese verjagen ihn wieder aus dem Camp. Daß er nicht gleich getötet wird, hat er dem Medizinmann "Kicking Bird" zu verdanken, der glaubt, daß man Dunbar durchaus vertrauen könne.
Um mehr über ihn herauszufinden, besucht "Kicking Bird" wenig später zusammen mit dem jungen Indianer "Wind in his Hair", der Dunbar am liebsten sofort getötet hätte, auf seinem Posten. Trotz Sprachschwierigkeiten kann sich Dunbar mit Händen und Füßen mit den Indianern verständigen - auch wenn es zunächst nicht für mehr als die einfache Unterhaltung über Büffelherden ausreicht.

Doch der Anfang ist gemacht: Dunbar gewinnt so nach und nach das Vertrauen der Indianer. Mit Hilfe von "Stands with a Fist" als Dolmetscherin - der verletzten Frau, die Dunbar in das Camp gebracht hatte, kann er sich mit den Indianern auch verständigen. Sie wurde als junges Kind in den Stamm aufgenommen, nachdem ihre Eltern von Indianern getötet worden waren, und kann sich dank Dunbars Hilfe wieder an die englische Sprache erinnern. Schon bald entflieht Dunbar durch den ständigen Kontakt mit den Sioux mehr und mehr seinem Leben als Soldat. Er lernt die Kultur und Sprache der Indianer kennen, verbringt sein Leben mit dem Stamm und verliebt sich schließlich auch in "Stands with a Fist". Doch Dunbar weiß genau, daß diese Idylle nicht für ewig andauern kann. Denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Siedler in den Raum der Sioux-Indianer vordringen. Schonend bringt er den Indianern bei, daß nur noch wenig Zeit verbleibt, um sich vor den Siedlern in ihrem Eroberungsdrang in Schutz zu bringen. Daraufhin entscheidet der Häuptling des Stammes, bereits früher als geplant in das geschützte Wintercamp in den Bergen umzuziehen. Im letzten Moment vor dem Aufbruch fällt Dunbar plötzlich noch ein, daß an seinem alten Posten noch ein Tagebuch liegt, in dem er seine gesamten Erlebnisse notiert hat und welches die Indianer in Gefahr bringen könnte. Als er in Indianerkleidung zu seinem Posten ein letztes Mal zurückkehrt, um die Aufzeichnungen zu holen, ist dieser jedoch bereits von einem gesamten Bataillon Soldaten bezogen worden, die ihn als Gefangenen nehmen und aufgrund seiner Kleidung auch nicht als Soldaten erkennen. Dunbar muß nun die schwere Entscheidung treffen, ob er die Loyalität zu "seinem" Stamm bewahrt und bereit ist, dafür auch sein eigenes Wohl aufzuopfern.

"Der mit dem Wolf tanzt" erreicht mit knapp vier Stunden Laufzeit bereits epische Ausmaße. Doch es ist Costner gelungen, trotzdem auf der gesamten Länge die Spannung aufrecht zu erhalten. Mit sehr ruhigen und bedächtigen Worten aus dem Hintergrund bringt er die Kultur des Indianerstamms auf einfühlsame Weise nahe, ohne dabei in verklärte Schwärmerei zu versinken. Begleitet von malerischen Landschaftsaufnahmen erzählt er den verzweifelten Kampf der Indianer um den Erhalt ihres Lebensraums und ihrer Kultur. Mit diesem grandiosen Film ist es Costner gelungen, das Western-Genre einmal aus einem ganz ungewohnten Blickwinkel und in einem neuen Licht zu zeigen.

 

Bild  87 %

Das Master befindet sich in einem recht guten Zustand. Kratzer sind nur selten zu sehen und bis auf leichtes Flackern und gelegentliche leichte optische Unschärfen ist das Alter des Films kaum erkennen. Die deutlich sichtbare Körnigkeit gibt dem "Der mit dem Wolf tanz" einen richtigen Film-Look. Das Master ist extrem kontrastreich. Während in heutigen Filmen helle Szenen meist deutlich überstrahlen, zeigt in "Der mit dem Wolf tanzt" selbst der Himmel ein prächtiges Blau und in dunklen Szenen tiefes Schwarz - ohne allzu tiefe Schatten zu zeigen. Die Farben sind gut gesättigt und wirken sehr natürlich. Die Bildschärfe ist überwiegend extrem hoch und sorgt dafür, dass beinahe jedes kleine Detail erkennen ist. Das Bild bietet viel Tiefe und wirkt wesentlich plastischer als das vieler Filme aus neuerer Zeit. Die Kompression arbeitet sehr sauber und zeigt keine Störungen.

 

Ton  75 %

Der Film bietet eine gute räumliche Wiedergabe des Music Scores und auch kleinerer Umgebungsgeräusche, die meist sehr prägnant aus allen Richtungen erklingen. Deutlichere Surroundeffekte werden indes nur sehr spärlich eingesetzt. An den Stellen, wo man sie findet, kommen sie aber dafür auch mit voller Dynamik. Dies gilt zum einen für Costners Todesritt auf dem Schlachtfeld und vor allem für die über die Prärie jagende Büffelherde. Klanglich erscheint der Film stellenweise etwas monoton und dumpf. Da der Film aber halt auch nicht mehr allerjüngsten Alters ist, kann man mit dem Ergebnis insgesamt dennoch zufrieden sein.

 

 

Special Features
  • Audiokommentar von Kevin Costner und Produzent Jim Wilson
  • Audiokommentar von Kameramann Dean Semler und Editor Neil Travis
  • HD-Trailer

Review von Karsten Serck 17.11.2008

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