American Psycho

Original

American Psycho

Anbieter

Concorde Home Entertainment (2008)

Laufzeit

ca. 102 min.

Bildformat

2,35:1 

Audiokanäle

1. Deutsch, DTS HD Master Audio 5.1
2. Englisch, DTS HD Master Audio 5.1
3. Audio-Kommentar

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

B

VÖ-Termin

04.12.2008
Film  75 %

New York in den späten 80ern: Patrick Bateman ist ein markenbewusster, erfolgreicher junger Wall-Street-Yuppie mit sündhaft teurem Appartement, geschmackvoller Designer-Garderobe, Fitness gestähltem Körper, eleganter Vorzeige-Verlobten und williger Geliebten, kurz gesagt: Ein egoistisches Arschloch, dessen Dekadenz nur noch durch seinen Narzissmus übertroffen wird. Ein paar Wermutstropfen trüben sein perfekt anmutendes Hochglanz-Dasein aber doch: Unnötige Störungen beim obligatorischen Kokskonsum auf dem Klo einer In-Disco etwa oder erfolgsverwöhnte Bekannte, die nicht nur die gelungenere Visitenkarte vorweisen, sondern zudem - im Gegensatz zu ihm - einen Tisch im gefragtesten Edelrestaurant der Stadt ergattern. In dieser Welt des schönen Scheins unterscheidet sich Bateman vielleicht nur in einer Hinsicht von seinen austauschbaren Yuppie-Freunden: Er ist ein sadistischer Serienmörder. Mit Vorliebe quält er Frauen, aber auch ein Obdachloser oder sein Kontrahent Paul Allen fallen ihm zum Opfer. Zwar ruft Allens Verschwinden Detective Donald Kimball auf den Plan, doch auch er scheint den American Psycho in Bateman nicht zu erkennen, obwohl der Yuppie mittlerweile immer unverblümter Amok läuft und der Blutrausch zunehmend seinen gesamten Tagesablauf bestimmt....

Die Verfilmung des lange Zeit in Deutschland indizierten Romans von Bret Easton Ellis erfolgte erst sehr spät, passenderweise aber zu einem Zeitpunkt, wo einige der Verhaltensweisen von Bateman, die hier persifliert werden, wieder aktuell wurden, nur dass sich dieser Personenkreis nicht mehr mit dem Namen "Yuppies" sondern zur Jahrtausendwende "New Economy" schmückte.

Man bekommt schon relativ schnell mit, wie man "American Psycho" zu verstehen hat. Von daher mag es verzeihlich sein, dass der Film vielleicht nicht ganz so scharf und zynisch wie der Roman wirkt, zumindest reicht es für eine große Ansammlung von Anekdoten und Pseudo-Weisheiten des vom Wohlstand gelangweilten Patrick Bateman, der sich mit Seinesgleichen über elementare Belanglosigkeiten wie das Design seiner Visitenkarte bekriegt und so angeödet vom Leben im Überfluss ist, dass er lediglich im hemmungslosen, im Film aber nicht in allen Details dargestellten Mordrausch noch einen Thrill erlebt. Dem Film gelingt es allerdings nur im Ansatz, den Look und die Atmosphäre der 80er Jahre zu vermitteln, dazu genügt es nicht, ein wenig New Order und Robert Palmer im Hintergrund ablaufen zu lassen, außerdem sind auch einige Dialoge Batemans bereits zu distanziert, als dass man auf die Idee kommt, der Film würde in den späten Achtzigern angesiedelt sein. Konsequenter wäre es da eigentlich gewesen, die Filmhandlung direkt in die Neunziger Jahre zu transportieren. Nachdem der Film in der zweiten Hälfte einen etwas konfusen Verlauf nimmt, wird man vom Finale dann allerdings doch wieder überrascht, welches offen lässt, ob Patrick Batemans Amoklauf wirklich realer Natur sein soll oder nur in dessen Phantasie stattgefunden hat.

 

Bild  78 %

Für ein Alter von immerhin acht Jahren ist "American Psycho" ausgesprochen gut erhalten. Anfangs zeigt das Master noch einige Defekte, doch im weiteren Verlauf wird die Qualität besser und die leichten Kratzer fallen eigentlich kaum noch auf. Außerdem ist auch nur geringes Rauschen zu sehen. Der Film bietet einen sehr hohen Kontrast, der das Bild sehr plastisch wirken lässt. Auch die kräftigen Farben wirken sehr natürlich. Die nicht ganz optimale Bildschärfe wird durch die vielen Nahaufnahmen nur selten deutlich auffällig. Denn Aufnahmen aus kurzer Distanz sehen überwiegend sehr detailscharf aus. Die Kompression arbeitet zuverlässig und produziert keine Artefakte.

Ton  66 %

Vom Sound her ist "American Psycho" recht zurückhaltend. Eine räumliche Wiedergabe des Geschehens ist aber durchaus vorhanden, wenn auch sehr dezent. Etwas lauter wird's bei der Musik. Die Musikwiedergabe klingt aber leider zu häufig auch leicht blechern und lässt die Begeisterung, die Bateman in seinen Monologen über die einzelnen Musikstücke zum Ausdruck bringt, nicht so richtig zum Zuschauer rüberspringen.

 

Special Features

2 Featurettes
Deutscher und Original US-Kinotrailer
Szenen vom Set
Deleted Scenes

Review von Karsten Serck 18.12.2008

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