|
Die Insel
|
|
|
Original |
The Island |
|
Anbieter
|
Warner Home Video (2007) |
|
Laufzeit
|
135:59 min. |
|
Bildformat
|
2,40:1 |
|
Video-Codec
|
VC-1 |
|
Audiokanäle
|
1. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Audio-Deskription für Blinde, Dolby Digital 2.0
3. Französisch, Dolby Digital 5.1
4. Deutsch, Dolby Digital 5.1
5. Italienisch, Dolby Digital 5.1
6. Spanisch, Dolby Digital 5.1 |
|
Untertitel
|
Englisch, Deutsch u.a. |
|
Regionalcode
|
A, B, C |
|
VÖ-Termin
|
20.07.2007 |
Film 83 %
Ein paar Jährchen in der Zukunft machen sich junge Damen und Herren, deren
Namen wie Hommagen an alte Sprechfunkcodes klingen, in nettem Wohnumfeld ein schönes
Leben. Und damit das Leben in süßem Saus und müßiggängerischen Braus noch Wünsche
und Hoffnungen für die Zukunft bereit hält, gibt es auch noch die Verheißung
einer fernen Insel, auf der noch paradiesischere und vor allem natürliche Zustände
herrschen, im Gegensatz zu den künstlichen Traumwelten der geschilderten
Gegenwart. Auf die harte Tour erfahren Lincoln (Ewan McGregor) und Jordan
(Scarlett Johansson), dann allerdings die ungemütliche Wahrheit, dass es mit
den versprochenen Verheißungen doch nichts wird, sie vielmehr als geklonte
Luxusersatzteillager dienen. Etwas vergrätzt ob dieser Neuigkeit, beschließen
die beiden den Ausstieg aus der Gesellschaft, was aber nicht ganz
unproblematisch ist, immerhin sollen die beiden ihren Herstellungszweck erfüllen
und so sind sie fortan verfolgt von Jägermeister Laurent (Djimon Hounsou) und
seinen Schergen.
"The Island" hat einen ganz soliden Start, zumindest für alle, die
ein gewisses Faible für pessimistische Zukunftsutopien haben. Und auch wenn das
Ganze nicht ganz die Intensität von Klassikern des Genres, wie "Soylent
Green" hat und manchmal ein wenig wie ein aufgemotztes lockeres Remake von
"Logan's Run" wirkt, ist man doch froh mal eine Unterhaltungsgroßproduktion
mit ein wenig Substanz vorgesetzt zu bekommen. Immerhin hat man ja auch noch
Darsteller im Programm, die sich im allgemeinen durchaus in ernsthaften Sujets
zu Hause fühlen.
Fatalerweise muss allerdings irgendjemand Regisseur Michael Bay daran erinnert
haben, womit er es denn in den letzten Jahren in Hollywood zu Ruhm und Reichtum
gebracht hat. Folglich stürzt sich das Werk mit zunehmender Spieldauer in immer
spektakulärere und lärmigere Actionsequenzen - durchaus ansehnlich in ihrer
bunten Übertreibung und auch ohne den menschenverachtenden Zynismus eines
"Bad Boys 2"; aber bei allem unterhaltsamen Schauelement: Stil und
Tiefe werden auf diese Weise mit allzu leichter Hand rasch hinweggespült. Was
bleibt, ist ein etwas überlanges Spektakel, überwiegend sehenswert, aber weit
weniger im Gedächtnis nachwirkend, als die Ausgangslage versprochen hatte.
Bild 94 %
Ebenso wie vor bei "Bad Boys 2" ist auch bei Michael Bays "The Island"
das Bild extrem stark optisch verfremdet worden. Das Filmmaterial
ist recht grobkörnig und weist einen sehr harten Kontrast auf. Zum Glück wirkt
das Bild aber nicht so verwaschen wie z.B. das von Steven Spielbergs "Minority
Report", dem "The Island" von der Optik ansonsten durchaus
ähnlich erscheint. Die Farben sind auch recht kräftig, allerdings mit einem
deutlichen Farbstich versehen, der stark Blau und Grün betont. Im Master sind
hin und wieder leichte Kratzer zu entdecken.
Das Master ist extrem scharf. Nicht nur Nahaufnahmen und der unmittelbare
Vordergrund zeigen sehr viel Detail. Auch Hintergründe werden überwiegend sehr
deutlich dargestellt. In Nahaufnahmen ist jede einzelne Falte in Gesichtern
erkennbar. Das Bild wirkt extrem plastisch und der "Wow"-Effekt zeigt
sich in fast jeder Szene. Die VC-1-Kompression sorgt dafür, dass das Bild
selbst in feinsten Details sehr ruhig und störungsfrei erscheint.
Ton 83 %
"The Island" bietet einen extrem guten Music Score, der von Anfang
bis Ende eigentlich immer deutlich präsent ist und räumlich gut wiedergegeben
wird. Auch die Effektwiedergabe ist gut gelungen. Nicht nur bei den Film-Szenen
mit Brachial-Action donnert es laut aus den Surround-Kanälen, sondern selbst
einfachere Umgebungsgeräusche sind gut zu hören. Der Film bietet eine hohe
Dynamik mit kräftigen Bässen, ansonsten aber nur eine vergleichsweise
bescheidene Klangqualität mit einer schwachen Höhenwiedergabe. Trotz
grandioser Surround-Kulissen klingt die DVD häufig recht muffig und teilweise
auch monoton. Nur wenige Szenen gehen bei der Höhenwiedergabe etwas mehr
in die Offensive und ermöglichen so einen noch besseren Surround-Klang.
Aufgrund der gelungenen Atmosphäre, die der Music Score aber gekonnt aufbaut
und durchgängig hält, bietet der Film aber dennoch ein gelungenes
Surround-Erlebnis.
Special Features
-
Making of "Die Insel" (NTSC)
Review von Karsten
Serck und Tobias Wrany (Film) 01.08.2007
Diesen Film GRATIS leihen bei Video Buster!
Diesen Film bei amazon.de bestellen!
Externe Reviews zu dieser DVD finden
HOME
> REVIEWS > ZURÜCK
<
|